Review: Maquia – Eine unsterbliche Liebesgeschichte

Heute kommt mit Maquia – Eine unsterbliche Liebesgeschichte ein episch angelegter Animefilm in die Kinos – allerdings nur heute und noch einmal am 19. Mai. Also alle Pläne umschmeissen und ab ins Kino?

Jenseits der Menschenwelt, im Lande Iorph, lebt das Waisenmädchen Maquia im Einklang mit ihresgleichen. Gesegnet mit langanhaltender Jugend verwebt ihre Sippe seit Jahrhunderten das Geschehen eines jeden Tages in einem mystischen Tuch, dem Hibiol. Doch das friedliche Leben der Gemeinschaft gerät aus den Fugen, als die Armee aus Mesate gewaltsam in die Stadt eindringt, um sich des langlebigen Blutes der Iorph zu bemächtigen. Inmitten von Verzweiflung und Chaos entdeckt Maquia auf ihrer Flucht ein verwaistes Kind, das sie Erial nennt. Sie nimmt sich seiner an und beschließt ihn wie ihr eigenes Kind großzuziehen. Dies ist der Beginn einer emotionalen Reise zwischen Vergänglichkeit, Sehnsucht und der grenzenlose Liebe einer Mutter.

Das Spielfilmdebüt der Regisseurin Mari Okada, die sich bereits einen Namen als Drehbuchautorin von Animeserien (The Anthem of the Heart, AnoHana) gemacht hat, kann man nur als gelungen bezeichnen. Es ist eine Geschichte, die alles hat, von mythischen Völkern und Drachen, Krieg und Idylle, und natürlich im Kern die bedingungslosen Liebe einer Mutter. Dazu sind die Bilder einfach wunderschön. Okada gelingt es fantasievollen Hintergrund mit komplexen (menschlichen) Beziehungen zu kombinieren und obwohl die Hauptfigur nicht (sichtlich) altert, ist es dennoch eine Coming-of-Age Geschichte. Das hat seinen ganz eigenen Reiz.

Maquia ist nicht so genial wie Makoto Shinkais Your Name (unser Review hier) und man muss auch ein bisschen mehr Geduld mitbringen, dafür ist die Geschichte relativ gradlinig. Manchmal pocht sie etwas zu sehr auf der Mutterliebe, das kann einem schon mal auf den Geist gehen, aber trotzdem ist Maquia ein Film, der einen emotional berühren kann. Apropos auf den Geist gehen: für fast zwei Stunden Laufzeit wird der Name Erial einfach zu oft gesagt.

Fazit

Maquia – Eine unsterbliche Liebesgeschichte ist eine Coming-of-Age Geschichte der etwas anderen Art. Sie lohnt den Gang ins Kino dank der tollen Bilder und der epischen Geschichte. Statt großer Romantik steht hier die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind im absoluten Mittelpunkt. Ein bisschen Geduld muss man mitbringen, denn die Geschichte entfaltet sich behutsam.

FSK: ab 6 Jahren

7.5

Pros

  • Toll gezeichnet
  • Gefühlvoll erzählt
  • Entfaltet sich interessant

Kontras

  • Etwas zu lang
  • Bisschen viel 'Mutter' & 'Erial'

Unser Fazit


Handlung
6
Präsentation
9