Review: Glam Girls

Es gibt Filme, da fällt einem als erstes Ladies Night und Prosecco ein. Ob Glam Girls (9. Mai) so einer ist, perfekt für einen After-Work Ausflug ins Kino, das konnten wir aus Zeitgründen leider nicht selbst testen. Also ist Jana für uns in die Pressevorführung – ohne Prosecco und ohne sich das Original Zwei hinreißend verdorbene Schurken (1988) nochmal vorher anzusehen, aber dafür mit anstrengenden Arbeitstagen im Rücken. Eine fast perfekte Ausgangssituation also.

Von den Männern dieser Welt enttäuscht, verbündet sich Tollpatsch Penny (Rebel Wilson) mit der hochklassigen Trickbetrügerin Josephine (Anne Hathaway). Gemeinsam wollen sie auf Millionärsjagd gehen, um sich zu nehmen, was ihnen eigentlich nicht gehört. Aber Dummheit und Sexismus gehören schließlich bestraft, finden die beiden – nur Pennys unkultiviertes Auftreten steht dem Beutezug noch im Weg. Noch.

Sitzt man erstmal dankbar im Kinosessel (Feierabend!), dann darf man sich entspannt zurücklehnen, das Hirn auf einen Low Energy Modus stellen und sich auf die nächsten knapp anderthalb Stunden freuen, denn Glam Girls ist überraschend unterhaltsam. Das liegt zum einen an den gut aufgelegten Stars, besonders Anne Hathaway hatte sichtlich Spaß an ihrer Rolle, den flotten Sprüchen, den witzigen Ideen, der tollen Location (wer wäre jetzt nicht gerne an der Riviera), dem guten Tempo und der Garderobe, die ruhig im eigenen Schrank hängen dürfte.

Christian Black / Metro Goldwyn Mayer Pictures

Wie bei den Ladies im Film ist nicht alles Gold was glänzt, Glam Girls sieht total schmuck aus, aber für Niveau war halt leider kein Platz mehr im Budget. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen, denn viele gute Ansätze sind sogar da: ohne einem die Frauenpower-Keule permanent um die Ohren zu hauen, sind dies starke weibliche Figuren, die sogar – OMG – durch einen Film und ans Ziel kommen, ohne auf dem Weg die Klamotten zu verlieren. Apropos Ziel, am finalen Twist werden sich die Geister scheiden, aber das hier ist leichte Unterhaltung und im Gesamtbild ist es eine runde Sache.

Christian Black / Metro Goldwyn Mayer Pictures

Fazit

Ein unterhaltsamer Film ideal für einen müden Geist nach einem langen Arbeitstag. Einfacher Humor, witzige Einfälle, zwei gut aufgelegte Stars, wunderschöne Location, tolle Klamotten – es ist vielleicht nicht der große Wurf, aber wenn man gut gelaunt aus dem Kino kommt, dann ist das doch auch was.

Eindrücke von Jana, Worte von Laetitia.

6
Kurzweilig

Pros

  • Riviera & Glamour
  • Hathaway & Wilson
  • Unterhaltsam

Kontras

  • Ohne Anspruch
  • Einfacher Humor

Unser Fazit


Handlung
5
Präsentation
7