Review: Avengers: Endgame

Am 24. April hat das Warten und Spekulieren endlich ein Ende: Avengers: Endgame kommt in die Kinos. Was also unternehmen die verbliebenen Superhelden nach dem brutalsten Fingerschnipsen aller Zeiten? Kann der Film die gewaltigen Erwartungen erfüllen? Musste er wirklich knapp über drei Stunden lang sein? Wie immer spoilerfrei: unser Review.

Nachdem Thanos die Hälfte des Universums auslöschte und damit auch die Reihen der Avengers zerschlug, versammeln sich die verbliebenden Helden, um ein letztes Mal in den Kampf zu ziehen… Soweit die offizielle Inhaltsangabe und mehr braucht man eigentlich auch gar nicht zu wissen.

Avengers: Endgame ist mit 182 Minuten nicht gerade kurz, aber auch keine Minute zu lang. Anthony und Joe Russo ist es gelungen, das richtige Tempo zu finden und die Balance zwischen epischen, kleinen und emotionalen Momente, Humor und Drama, zu finden. Es gibt wunderbare Sprüche, die perfekt abgeliefert werden, herzzerreißende Szenen – das durchgehend gute Casting der Marvel Filme zahlt sich hier noch einmal voll aus. Die Leistung der Russos kann man auch nicht genug loben, denn die Aufgabe war gewaltig und die Wahrscheinlichkeit es zu versauen war ungleich höher, als es so hinzubekommen, dass es keinen Moment gibt, in man versucht ist, fix auf Toilette zu gehen.

So mancher befürchtete, dass Captain Marvel im Alleingang Thanos zeigt, wo der Hammer hängt. Aber, um es mit Mjölnir zu sagen, Endgame wäre nicht worthy, würde hier nur einer den Hammer schwingen. Es müssen alle zusammenarbeiten, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance haben wollen. Trotzdem muss sich auch jeder individuell fragen, was er/sie bereit ist dafür zu tun.  Whatever it takes, hieß es im Trailer und das gilt auch im Film. Nachdem Infinity War emotional so reingehauen hat, kann Endgame natürlich nicht wie ein Sonntagsspaziergang daherkommen.

In Endgame gipfeln 21 Marvel Filme und das spiegelt sich auch im Cast wieder. Erneut schaffen es die Russos, die meisten Figuren wirkungsvoll einzusetzen, egal in welcher Form dies stattfindet. Zwei Superhelden stehen in Endgame aber im Mittelpunkt: Iron Man (Robert Downey Jr.) und Captain America (Chris Evans). Das ist nicht nur angemessen, es fühlt sich auch sehr richtig an.

Es ist ein sehr unterhaltsamer Film, aber natürlich kann man ein Haar in der Suppe finden, wenn man will. Die Logik, werden die üblichen Verdächtigen jammern. Ja, ja, aber wir sind hier nicht in der Mathestunde. Ist doch wahr! Gut, es gibt einen Moment, wo man definitiv einen Der Herr der Ringe Flashback hat, aber was solls. Genauso ein sicherlich gut gemeinter Frauenpower-Moment. Vielleicht kann man dezent anmerken, dass manche Actionszene nicht so genial ist, aber das machen die Russos an anderer Stelle wett. Endgame ist außerdem ein Film, der sich seiner Fans voll bewusst ist. Er bietet den Figuren, die von den Fans so geliebt werden, nochmal einen ganz großen Auftritt.

Fazit

Taschentücher einpacken und nur ein kleines Getränk kaufen: hat Avengers: Endgame erst angefangen, will man keine Minute verpassen. Es ist ein großes, unterhaltsames, spannendes, humorvolles und herzzerreißendes Schaulaufen, bei dem Iron Man und Captain America noch einmal einen ganz großen Auftritt haben und einiges anders als erwartet kommt.

9.5
Großes Finale

Pros

  • Total unterhaltsam & unerwartet
  • Fan-freundlich
  • Tolle Performances

Kontras

  • Action ist 'nur' sehr gut statt awesome

Unser Fazit


Handlung
9
Präsentation
10