Review: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Heute startet mit Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen das zweite von fünf neuen Abenteuern aus der Feder von J.K. Rowling. Darf man sich auf fantasievolle 134 Minuten Kino freuen?

© Warner Bros. Pictures Germany

Am Ende des ersten Films wurde der mächtige Dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (toll: Johnny Depp) vom MACUSA (Magischer Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika) mit der Hilfe von Newt Scamander (Eddie Redmayne) festgenommen. Doch Grindelwald macht seine Drohung wahr und entkommt dem Gewahrsam. Er schart ein Gefolge um sich, das seine wahren Pläne nicht kennt: die Herrschaft reinblütiger Zauberer über alle nichtmagischen Wesen. Um Grindelwalds Pläne zu vereiteln, wendet sich Albus Dumbledore (Jude Law) an seinen ehemaligen Schüler Newt.

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Die gute Nachricht zuerst: Wer den fantasievollen Look und die Liebe fürs Detail von Phantastische Tierwesen und wo man sie findet mochte, der wird auch hier wieder voll bedient. Es ist eine Welt fürs Auge, allerdings bleibt man in Sachen Farbpalette in der gedämpfteren Ecke von Grau. Die schlechte Nachricht: das mit der Exposition ist immer noch nicht vorbei. Erneut hat man das Gefühl, dieser Film soll Boden vorbereiten, was an sich nicht schlimm wäre, käme die Geschichte mal ein bisschen vom Fleck. Man lernt immer wieder neue Figuren kennen, erfährt mehr Backstory als man eigentlich will und überhaupt wäre die Zeit besser in die Szenen mit Johnny Depp investiert gewesen. Dieser sieht zwar so aus, als hätte ihn Amber Heard bei der Scheidung bis aufs Blut ausgenommen, aber seine Figur ist das Interessanteste am Film.

© Warner Bros. Pictures Germany

Die phantastischen Tierwesen sind, alt und neu, wieder wirklich fantasievoll geworden, hier werden Fans nicht enttäuscht sein. Dazu gibt es jede Menge Action, aber sie ist teilweise so schnell geschnitten, dass es den Spaß daran deutlich mindert. Manchmal würde man halt schon gerne was erkennen. Für Potter Fans gibt es viele schöne Momente und Jude Law als junger Dumbledore ist definitiv ein Gewinn. Dazu spielt Ezra Miller als Credence Barebone angenehm zurückhaltend, wobei auch sein Handlungsstrang einen nicht gerade vor Spannung umbringt.  Erwähnenswert ist noch, das man den ersten Film nicht gesehen haben muss, aber besser wäre es natürlich schon.

© Warner Bros. Pictures Germany

Fazit

Wunderschön anzusehen, aber zu viele Handlungsstränge sorgen für ein ermüdendes Kinoerlebnis. Tolle Schauspieler, fantasievolle Kulissen und phantastische Tierwesen lassen Fans den Gang ins Kino sicher nicht bereuen, aber hier gibt es noch ganz viel Luft nach oben.

Achtung: FSK ab 12 Jahren – der Vorgänger hatte noch die FSK ab 6 Jahren.

6
Für Fans

Pros

  • Fantasievoll
  • Johnny Depp & Jude Law
  • Für Potter Fans

Kontras

  • Kommt nicht vom Fleck
  • Zu viel Exposition/Backstories
  • Uninteressante neue Figuren
  • Action zu schnell geschnitten

Unser Fazit


Handlung
4
Präsentation
8