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Bericht & Fotostrecke: Gamescom 2018

Kaum zu glauben, aber wahr: Am Montag eröffnete die Gamescom die Pforten zu ihrer bereits 10. Ausgabe. Seit 2009 findet die Gamescom auf dem Kölner Messegelände statt und zieht jedes Jahr hunderttausende Gamer in ihre Hallen. Zu Beginn waren es noch 275.000 Besucher, doch seit einigen Jahren ist die Convention stets ausverkauft und konnte im letzten Jahr einen neuen Rekord mit 355.000 Besuchern verzeichnen. Ich war in allen zehn Jahren Besucher der Messe und habe diese Entwicklung beobachtet, obwohl sie mir eher negativ als positiv in Erinnerung geblieben ist. Gerade wegen den gigantischen Besucherzahlen fühlen sich die regulären Messetage oftmals an wie ein Besuch bei Rock am Ring – nur das alle in der Halle schwitzen. Glücklicherweise hat die Messe das Problem in den letzten Jahren etwas in den Griff bekommen, doch gemütliche Messe-Spaziergänge sind auch weiterhin Fachbesuchern vorbehalten.

Aus diesem Grund habe ich auch in diesem Jahr erneut den Fachbesuchertag bevorzugt und konnte die noch relativ ruhigen Hallen ausgiebig erkunden und Fotos machen. Alles in allem hat sich bei der Jubiläumsausgabe im Direktvergleich zum Vorjahr nicht sonderlich viel verändert. Dennoch hat die Messe etwa ihr Marketing aufgestockt um dem Meilenstein gerecht zu werden und konnte einige Publisher davon überzeugen, ein paar Weltpremieren auf der Messe zu feiern. Letzteres ist etwas, dass ich mir bereits seit Jahren wünsche und seit der Vorstellung der Playstation 3 Slim auf der Gamescom 2009 nicht so mehr im Vordergrund statt. So nutzte beispielsweise THQ Nordic die Bühne um “Desperados III” anzukündigen und vorzustellen. Auch zu anderen heißersehnten Titeln gab es neue Informationen, darunter “Life Is Strange 2” und “Shenmue III”.

Eine schöne Entwicklung die sich seit Jahren auch auf der Gamescom beobachten lässt, ist der Aufstieg der Indie-Games. Auch in diesem Jahr sind in den gesonderten Arealen für Indie Spiele eine Menge toller Titel zu bestaunen – vielleicht sogar mehr als im vergangenen Jahr. Für Besucher die sich eher für die Gaming Kultur interessieren, gibt es erneut einen großen Retro- und Collector-Bereich, sowie eine ganze Halle voller Merchandise. Letztere hat (fast) alles was das Gamer-Herz begehrt und kann sich in diesem Jahr wirklich sehen lassen. Sowohl Square Enix, als auch Ubisoft und Blizzard haben große Shops aufgebaut und bieten Merchandise zu fairen Preisen an. Für Figurine Sammler ist erstmalig First4Figures zu Gast, die ihre äußerst imposanten Sammlerstücke in ihrem Messeshop zur Schau stellen.

Damit kommen wir auch schon zu meinem Fazit: Auch in diesem Jahr kann ich einen Besuch auf der Gamescom empfehlen – zumindest solange man sich der Zustände auf dem Messegelände bewusst ist und diese akzeptieren kann. Wer die neusten Titel anspielen möchte muss damit rechnen mehrere Stunden in der Schlange zu stehen und selbst kleine Stände sind bei solchen Besucherzahlen schnell überlaufen. Viele Besucher heißt jedoch auch zwangsläufig viel Cosplay – einer der besten Aspekte einer jeder Fan-Convention. Sammler können auf der Convention ein paar gute Schnäppchen machen. Wer jetzt spontan Lust auf einen Besuch auf der Messe bekommen hat, wird es jedoch schwierig haben: Alle Tickets für das Wochenende sind bereits vergriffen.

Fotostrecke: Gamescom 2018