Bericht: FMX 2018

Letzte Woche fand in Stuttgart die FMX statt. Unter dem Motto Creating Worlds gab es vier Tage lang Vorträge, Workshops, Panels, Präsentationen, Screenings u.v.m. zu Animation, Special Effects, Games und Transmedia. Die FMX war vorab bereits ausverkauft und das obwohl ein ermäßigtes Studententicket für die vier Tage immerhin stolze 200 Euro kostete. Warum man sich den Termin für 2019 (30. April bis 3. Mai) bereits im Kalender notieren sollte, hier unser Bericht.

In diesem Jahr waren wir zu zweit vor Ort: Tim stellte u.a. seine Projektarbeit als angehender Technical Director vor und außerdem gehörte er zum Team hinter Behind the Beard, Game & Trailer, mit dem diesjährigen Maskottchen Bruno, dem Biber. Laetitia kam mit gefährlichem Halbwissen, aber viel Interesse nach Stuttgart. Wir haben die FMX also aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven erlebt.

Als die FMX am Dienstagmorgen eröffnet wurde, ging es direkt volle Kanne los. Die meisten zog es zum VFX Case Studies Vortrag: Join the Rebellion, The Visual Effects of “Star Wars: The Last Jedi”.   Ben Morris und Mike Mulholland von ILM und Jason Wen von The Third Floor erklärten mit viel Bildmaterial wie man an die Effekte heranging und wie sie aufgebaut wurden. Der Vortrag war dabei so angelegt, dass auch Fachfremde oder Studianfänger einigermaßen mitkommen und dazulernen konnten. Grundvoraussetzung, wie bei allen Vorträgen, war allerdings, dass man Englisch kann.

Für die Vorträge hatte man wieder allerlei Fachprominenz an Land ziehen können, z.B. Chris Wedge von Blue Sky Studios und David Silverman von Die Simpsons. Die Themen reichten dabei von On A Rampage – Apes at Weta Digital, präsentiert von Erik Winquist von Weta Digital, über Early Man, präsentiert von Tom Barnes von Aardman Animations, bis zu A Soft Approach to a Rock Creature: Thor Ragnarok, präsentiert von Raphael de Almeida Pimentel, Luma Pictures. Dazu gab es Masterclasses wie Acting for Animators, Workshops von Walt Disney Animation Studios und Pixar Animation Studios, u.v.m.

Wer zwischen zwei Veranstaltungen ein bisschen Zeit hatte, der konnte sich am Stand von Behind the Beard mit Hilfe eines Bibers einen Bart rasieren und das Ergebnis als Foto dann mitnehmen, bei Cat Planets mit einem Laserpointer Katzen über den Nachthimmel bewegen, oder bei Kinky Kitchen Avocados Knebel verpassen. Alles Projekte von Studenten der Filmakademie, die sich auch gerne für den Multiplayer-Modus zur Verfügung stellten, wenn man alleine auftauchte, und geduldig Fragen beantworteten. Sehr positiv fiel auf, dass man als Fachfremder auf der FMX nicht belächelt wurde, hier ist jeder mit Interesse willkommen.

Für Studenten, die mit einem Jahr oder gar einem Master-Studiengang im Ausland liebäugeln, gab es außerdem die Möglichkeit sich im School Campus an Ständen von Universitäten wie z.B. der Victoria University of Wellington, Neuseeland zu informieren. Wer schon einen Schritt weiter gehen wollte, der konnte sich im Recruiting Hub bei mehr als zwei dutzend Firmen im Bereich Animation, VFX, Visualization und VR vorstellen.

Die FMX fand auch in diesem Jahr wieder im Haus der Wirtschaft statt. Die ausgesprochen schöne Location liegt nur ein paar Schritte vom Stuttgarter Schlossplatz entfernt, wo zeitgleich das Internationale Trickfilm Festival stattfand. Wer zwischendrin also mal an die frische Luft wollte, konnte einfach kurz rüberlaufen und sich dort Trickfilme ansehen. Abends gab es dort Freiluftscreenings von Filmen wie In this Corner of the World und Coco. 

Fazit

Wir können die FMX wirklich jedem nur ans Herz legen. Egal ob man mit dem Gedanken liebäugelt etwas in Richtung Animation, VFX oder VR zu studieren, mit dem Studium angefangen hat oder bereits in der Industrie arbeitet, hier findet man Inspiration, Motivation und Gleichgesinnte ohne Ende. Außerdem liefert die viertägige Konferenz einen guten Überblick über den aktuellen Stand von VFX- und Animations-Technologien, die sich stets weiterentwickeln. Die FMX ist aber auch etwas für Animationsinteressierte, die zumindest ein grobes Basiswissen oder Verständnis mitbringen. Also 30. April bis 3. Mai 2019 vormerken!

Zum Schluss möchten wir uns bei der sehr netten und hilfsbereiten Pressebetreuung bedanken und bei allen Beteiligten, die uns geduldig Fragen beantwortet haben.

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