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18. Nippon Connection: Erste Highlights

Vom 29. Mai bis 3. Juni  findet zum 18. Mal die Nippon Connection in Frankfurt am Main statt. Beim weltweit größten Festival für japanischen Film werden wieder über 100 Kurz- und Langfilme, darunter zahlreiche Weltpremieren, gezeigt. Wie jedes Jahr werden auch 2018 zahlreiche Künstler persönlich vor Ort sein, darunter Shuichi Okita, Regisseur des Eröffnungsfilms Mori, The Artist’s Habitat, Hiroshi Takahashi, Drehbuch-Autor des J-Horror-Klassikers The Ring und als Ehrengast die renommierte japanische Schauspielerin Shinobu Terajima.

Auch in diesem Jahr ist für jeden Geschmack etwas dabei, vom Historiendrama Flower and Sword, in dem sich ein Mönch mit Blumenarrangements einem grausamen Herrscher entgegenstellt, über die Doku Ramen Heads, in der die besten Ramenköche Japans nach dem perfekten Rezept suchen, bis zur B-Movie Mockumentary Top Knot Detective. Keine Nippon Connection ohne Animationsfilme und in diesem Jahr sind mit Lu Over the Wall und The Night Is Short, Walk On Girl zwei Deutschlandpremieren von Masaaki Yuasa dabei. Außerdem gibt es mit Mary and the Witch’s Flower das erste Werk aus dem Studio Ponoc zu sehen, welches von ehemaligen Mitarbeiter*innen des renommierten Studio Ghibli gegründet wurde. In der Retrospektive werden Schwertkampf-Filme aus den 1960er Jahren gezeigt.

© 1961 Toho Co., Ltd.

Einer der Filme, auf die man sich freuen kann ist Destiny: The Tale of Kamakura, ein bildschön verfilmtes, romantisches Fantasy-Abenteuer, das auf einem Manga von Ryohei Saigan basiert. Darin heiratet die junge Akiko den Mystery-Autor Masakazu und zieht zu ihm in das sagenumwobene Kamakura, wo Menschen und spirituelle Wesen in Harmonie zusammenleben. Als Masakazu eines Morgens aufwacht, ist seine Frau verschwunden. Jetzt gilt es, sie aus den Fängen böser Geister zu befreien. Auf der Nippon Connection werden alle Filme übrigens mit Untertiteln gezeigt.

 

Neben vielen Filmen gibt es 2018 wieder ein umfangreiches Kulturprogramm, dass vom Furoshiki-Workshop (Falten eines Tuches zu einem multifunktionalen Gegenstand) über den Koinobori-Workshop für Kinder (Papierkarpfen basteln) bis zur Radiogymnastik reicht. Wer jetzt neugierig geworden ist, das vollständige Programm ist ab dem 5. Mai auf der Festival-Webseite verfügbar. Ebenfalls am 5. Mai geht der Ticketvorverkauf los. Wer einen bestimmten Film oder Workshop im Auge hat, dem können wir nur empfehlen sich rechtzeitig um Tickets zu bemühen. Gerade das Filmfrühstück, Filme mit Takeshi Kitano, Eröffnungsfilme und Workshops sind schnell ausverkauft.

Wer noch noch ein bisschen mehr Nippon Connection und einen Blick hinter die Kulissen erleben möchte, das Festival sucht noch dringend ehrenamtliche Fahrer für die Zeit vom 28. Mai bis zum 4. Juni. Die Künstler und Filmschaffenden sollen schließlich nicht zwischen Flughafen, Unterkunft und Festivalort verloren gehen. Japanisch muss man dafür nicht können, aber mindestens 21 Jahre alt sein mit zwei Jahren Fahrpraxis. Ich selbst habe vier Jahre lang bei der Nippon Connection ehrenamtlich geholfen und es war eine tolle Erfahrung, die ich nur empfehlen kann. Wer Zeit und Lust hat (und damit angeben will einen japanischen Künstler chauffiert zu haben), der schreibt am besten gleich eine Email an: fahrerinnenorga@nipponconnection.com

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