Review: Jumanji: Willkommen im Dschungel

Wer Jumanji (1995) gesehen hat, weiß, dass das Spiel immer einen Weg findet gespielt zu werden. Und genau das passiert ab dem 21. Dezember in Jumanji: Willkommen im Dschungel wieder im Kino. Ist Dwayne ‘The Rock’ Johnson, Karen Gillan, Jack Black, Kevin Hart und Nick Jonas ein würdiger Nachfolger des Abenteuer-Klassikers gelungen?

Als vier Teenager eine alte Spielkonsole zusammen mit einem Videospiel, von dem sie noch nie gehört haben, entdecken, werden sie in die Dschungelwelt des Spiels hineingezogen – hinein in die Körper ihrer ausgewählten Avatare. Schnell finden sie heraus, dass man Jumanji nicht einfach nur spielt, sondern dass Jumanji auch mit einem spielt. Dabei müssen sie das gefährlichste Abenteuer ihres Lebens auf sich nehmen – andernfalls bleiben sie für immer im Spiel gefangen.

Wo fängt man nur an, wenn man nach über zwanzig Jahren und dem viel zu frühen Tod von Robin Williams, sich an eine Neuauflage eines Films wagt, der bei einer ganzen Generation nostalgische Gefühle hervorruft? Jumanji: Willkommen im Dschungel setzt genau da an, wo der erste Film aufgehört hat: mit dem Brettspiel, dass wieder seinen Weg zu den Menschen gefunden hat. Es folgt eine kurze Einführung und schon ist man bereit für den Rest der 119 Minuten Laufzeit. Aus dem Brettspiel ist 2017 übrigens zwar ein Videospiel geworden, allerdings ein sehr Retro-mäßiges. Man muss also kein Gamer sein, um hier mitzukommen.

Indem man das Brettspiel ‘geupdated’ hat, aber nicht gerade auf den aktuellen Stand, behält auch dieser Film den leicht angestaubten Charme eines Spiels, das längst von neueren Modellen verdrängt wurde. Genauso wie das Brettspiel 1995. Gar nicht angestaubt ist dagegen der Charme von Dwayne Johnson, den er voll auspackt. Es macht einfach Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie er einen schüchternen und schmächtigen Jungen, der sich in diesem Körper wiederfindet, spielt. Ganz großartig ist dazu Jack Black, der ein oberflächliches Instagram-Girlie spielt. Im O-Ton ist das zwar noch viel witziger, aber man hat sich bei der Synchro wirklich Mühe gegeben. Auch der stets überdrehte Kevin Hart sorgt für viele Lacher als Football-Star.

Wilde Tiere, ein großes Juwel und eine Schatzkarte, abenteuerliche Verfolgungsjagden, Prügeleien, viel Humor – Jumanji: Willkommen im Dschungel bringt alle Voraussetzungen für einen familienfreundlichen Kinobesuch mit. Zwar sitzt nicht jeder Gag und mancher wiederholt sich, aber dafür ist er weder vulgär noch packt er das Pupsrepertoire aus. Viel Humor ergibt sich natürlich durch die tolle Besetzung. Was die Effekte und die Szenerien angeht, so hat alles einen gewissen Retro-Charme, passend zum veralteten Spiel, der natürlich auch durch die Farbgebung bestimmt wird. Wie die Spielregeln umgesetzt werden ist gelungen und die Message ist zudem eine gute.

Der Film versetzt einen in gute Laune, trotzdem gibt es doch einiges, was darin nicht so glänzt wie das Auge des Jaguars. Der Bösewicht (Bobby Cannavale) ist ein Kinderschreck ohne Persönlichkeit, eine Tanz-Kampf-Szene hätte mehr als gereicht, das Drehbuch fordert Karen Gillan kaum und bei der Laufzeit hätte man ruhig noch ein paar Tier-Szenen mehr reinpacken können. Auch das Ende kommt in einem Aspekt, der hier nicht gespoilert werden soll, etwas merkwürdig rüber.

Fazit

Jumanji: Willkommen im Dschungel bietet spaßige und kurzweilige Retro-Abenteuerunterhaltung für fast die ganze Familie (FSK: ab 12 Jahren). Dabei ist es egal ob man den Robin Williams Klassiker kennt oder nicht. Die Story ist zwar nicht weltbewegend, aber die Message ist nett und die Schauspieler sind charmant, witzig und sichtlich gut aufgelegt. Für das, was der Film sein will, ist er gelungen.

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7.5
Unterhaltsam

Pros

  • Johnson & Black spielen toll
  • Witzig & unterhaltsam
  • Retro Charme

Kontras

  • Schwacher Baddie
  • Nicht genug Tiere
  • Gags wiederholen sich

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
8