Review: Daddy’s Home 2

Kein Dezember ohne Weihnachtsfilme. Egal ob im Fernsehen in der x-ten Wiederholung oder neu im Kino, es ist eigentlich für jeden etwas dabei. Am 7. Dezember startet mit Daddy’s Home 2 eben so ein Film in den Kinos. Was fürs Herz und die Lachmuskeln oder einfach nur Humbug?

Langweilig gegen cool. Spießig gegen lässig. Schusselig gegen souverän: Das Duell um den Titel als „Super-Dad“ haben der übervorsichtige Brad (Will Ferrell) und der draufgängerische Dusty (Mark Wahlberg) mittlerweile ausgefochten, auch wenn kleinere Sticheleien und Rivalitäten weiterhin an der Tagesordnung sind. Bis eines Tages ihre eigenen Väter vor der Tür stehen und die beiden sich zusammenraufen müssen, um Weihnachten zu retten. Denn sich gegen Dustys adrenalinstrotzenden Macho-Dad (Mel Gibson) und Brads übertrieben liebevollen und emotionalen Vater (John Lithgow) durchzusetzen, bedarf einiger Nerven und jeder Menge Männlichkeit.

Man muss Teil eins nicht gesehen haben, um der Handlung von Daddy’s Home 2 folgen zu können. Dank überzeichneter Figuren und vorhersehbarer Entwicklungen kann man ihr auch folgen, wenn man sich völlig erschöpft vom Geschenke kaufen und glühweingetränktem Weihnachtsmarktbesuch in den Kinosessel fallen lässt. Auch die Gags überfordern den müden Geist nicht. Nicht jeder Gag zündet, nicht jeder ist neu, mancher kommt öfter vor, und vor allem durchzieht den Film ein ausgedienter sexistischer Humor. Was nicht heißt, dass der Film nicht seine witzigen Momente hat, aber es drängt sich nicht der Eindruck auf, die Drehbuchautoren hätten sich besonders viel Mühe gegeben. Zu Gute halten muss man ihnen aber, dass dieser Film in seinen 100 Minuten ohne Fäkalhumor auskommt.

Die Kinder sind süss (Scarlett Estevez, bekannt als Trixie aus Lucifer, und Owen Vaccaro) bzw verzogen (Didi Costine) und die Mütter spielen Nebenrollen. Schade im Fall von Linda Cardellini, aber ein Segen im Fall von Victoria’s Secret Angel Alessandra Ambrosio, die im Printmedium besser aufgehoben ist. Die Stars des Films sind natürlich die Väter. Diesmal gibt es gleich doppelt so viele davon, rechnet man John Cenas Roger nicht mit.

Man könnte annehmen, der Film sei auch doppelt so lustig, aber weit gefehlt. Das liegt nicht an John Lithgow oder Mel Gibson, sondern eindeutig am Drehbuch. Man mag von der Melaissance, wie die Empire die überraschend erfolgreiche Hollywood-Rückkehr Mel Gibsons bezeichnete, halten was man will, aber als egoistischer, überzogener Chauvi ist er gut besetzt. Er wirkt zwar ein bisschen steif und Lithgow wirkt unterfordert, aber als Väter von Wahlberg und Ferrell (beide erwartungsgemäß solide) sind sie ideal besetzt.

Fazit

Ein ganz schwaches Sequel, für das der Einzelhandel schonmal Platz in der Angebotsecke machen kann. Die Message ist nett und die Schauspieler sind gut besetzt, aber die Story bietet nichts neues und diese Sorte Humor hat eigentlich schon lange ausgedient. Trotzdem bietet der Film ein paar Lacher. Wem das reicht und wer dazu die Schauspieler mag, der wird sich nicht schlecht unterhalten fühlen. Fürs Kino ist es insgesamt aber ein bisschen dürftig.

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4
Schwach

Pros

  • Gut besetzt
  • Kein Fäkalhumor

Kontras

  • Ausgedienter Macho-Humor
  • Unoriginelle Story
  • Nicht witzig genug

Unser Fazit


Handlung
3
Präsentation
5