Review: Bullyparade – Der Film

Zum 20-jährigen Jubiläum der legendären „Bullyparade“ kommt am 17. August Bullyparade – Der Film in die Kinos. Ein Film, von dem Michael Bully Herbig einst sagte, dass er ihn niemals, aber auch wirklich niemals drehen würde. Hätte er sein Wort halten sollen?

© 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Zwei Zwickauer reisen zurück in die Zone. Häuptling Winnetou wünscht sich einen Stammhalter. Das Kaiserpaar Sissi und Franz bezieht eine mysteriöse Immobilie. Lutz und Löffler mischen die Börse auf. Ein Planet voller schöner Frauen bringt Captain Kork, Mr. Spuck und Schrotty in große Verlegenheit. Das alles und noch viel mehr!

© 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Wieso macht der das? Das kommt doch 15 Jahre zu spät! Wer vor dem Pressescreening Mäuschen gespielt hätte, der hätte fast nur Zweifel und Besserwisserei vernommen. Dann wurde es dunkel im Saal und die Kasirskes aus Zwickau machten sich auf der Leinwand auf ihren Weg zurück in die Zone. Und siehe da, das Mäuschen hätte schallendes Gelächter, selbst von der sonst so steifen Kulturtante, vernommen. Bully Herbig, musste man in den folgenden 99 Minuten feststellen, ist es gelungen, das alte TV-Format erfolgreich entstaubt auf die große Leinwand zu bringen.

© 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Bullyparade – Der Film ist ein absolutes Muss für Fans der Bullyparade. Wenn man mal von den überflüssigen Tanzeinlagen absieht (die allerdings als Atempausen genutzt werden können), hat Herbig alles richtig gemacht. Wer meinte, er würde einfach altes Material aufwärmen irrte. Zwar kennt man die Figuren wie Winnetou und Old Shatterhand, die (T)Raumschiff-Crew,  oder Sissi und Franz, aber sie spielen hier in völlig neuen Episoden. Natürlich kann an dieser Stelle nichts verraten werden und so muss es bei Andeutungen wie dem besten Lensflare Gag seit J.J. Abrams hinter der Kamera steht, einem ebenso bescheuerten wie lustigen Facebook Gag oder einer grandiosen Cameo bleiben. Es darf gelacht werden und spätestens bei den Outtakes am Ende werden den meisten Tränen vor Lachen runterlaufen.

© 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Herbig braucht weder billige Kalauer noch verlässt er sich, wie so manch anderer, auf Fäkalhumor. Außerdem sind seine Parodien nicht abwertend, im Gegenteil, man merkt, dass er seine Figuren wirklich gern hat und das macht einen gewaltigen Unterschied aus. Klar, nicht jeder Gag sitzt, der Planet der Frauen ist ein bisschen schwach und die Tanzeinlagen sind wirklich überflüssig, aber im Gesamtbild ist das nicht schlimm, denn der Film ist nicht nur witzig, er hat auch Charme. Hier wurde richtig Arbeit reingesteckt, um den Fans etwas zu bieten und nicht nur ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dass Herbig, Tramitz und Kavanian großartig spielen versteht sich.

© 2017 Warner Bros. Ent./herbX film

Fazit

Bullyparade – Der Film ist vielleicht die Überraschung des Kinojahres. Das Fernsehformat funktioniert großartig auf der großen Leinwand und ist vor allem eines: sehr witzig! Für Fans ein absolutes Muss! Wer noch nie die Bullyparade, aber dafür Sissi/Winnetou/Star Trek gesehen hat, der kann sich auch ruhig ein Kinoticket kaufen.

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8
Lustig

Pros

  • Sehr witzig
  • Kurzweilig
  • Die Outtakes

Kontras

  • Tanz- & Gesangsnummern
  • Schwach: Planet der Frauen

Unser Fazit


Handlung
8
Präsentation
8