int_ball_title

ISS: Der niedlichste Roboter im Weltraum kommt aus Japan

Zehn Prozent ihrer Zeit verbringen Astronauten damit, Experimente zu filmen. Der Kameraroboter Int-Ball der japanischen Raumfahrtbehörde soll diese Tätigkeit automatisieren. Für Japan typisch sieht die ballförmige Drohne zum Knuddeln niedlich aus.

Schon im Juni erreichte die Kameradrohne “Internal Ball Camera”, kurz Int-Ball, die Internationale Raumstation ISS, aber erst jetzt zeigt sie sich öffentlich zum ersten Test. Der sphärenförmige Roboter wurde von der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA entwickelt.

Int-Ball bei einem ersten Testlauf mit Astronaut Whitson und Fischer (Bildquelle: JAXA/NASA)

Mit zwei großen “Augen” und einem retroesken Schwarz-Weiß-Design wirkt Int-Ball gar nicht wie ein hoch sensibles Messgerät. Stattdessen möchte man am liebsten “Typisch Japan!” rufen, so liebenswert sieht das im 3D-Drucker entstandene Äußere des Roboters aus. Mit in dem Gehäuse eingelassenen Mini-Ventilatoren kann sich die Drohne innerhalb der Schwerelosigkeit der Raumstation frei bewegen. Spezielle Aufkleber an den Wänden der ISS ermöglichen sogar die komplett autonome Navigation des Roboters in den engen Gängen.

Missionsziel von Int-Ball: Live-Videos und Bildern an die Erde zu schicken. Diese Aufgabe fiel bisher stets einem Crewmitglied der ISS zu – sollte sich der Roboter bewähren, würde dies den Astronauten mehr Zeit für Experimente und Wartungsarbeiten geben.

[via Gizmodo.com | Bild-/Videoquelle: JAXA / NASA]