Review: Spider-Man: Homecoming

Am 13. Juli kommt mit Spider-Man: Homecoming ein Film in die Kinos, von dem viele anfangs dachten: Schon wieder das Ganze von vorne? Warum? Dann kam The First Avenger: Civil War und gab uns nicht nur einen ersten Blick auf den neuen Spider-Man in Form von Tom Holland, sondern führte ihn gleich so ein, dass die Origins-Story vom Tisch war. Das kam anscheinend nicht nur bei uns gut an, denn an seinem ersten Startwochenende nahm Homecoming weltweit bereits $257 Millionen ein. Stimmen auch wir in den Chor der Lobgesänge auf Spidey’s neuestes Solo-Abenteuer ein?

Nach seinem Ausflug zu den Avengers muss Peter Parker (Tom Holland) wieder zurück nach Hause, wo er mit seiner Tante May (Marisa Tomei) und unter dem wachsamen Auge seines neuen Mentors Tony Stark (Rober Downey Jr.) lebt. Es fällt ihm jedoch nicht leicht, sich im Alltag zurechtzufinden – er will beweisen, dass er mehr ist als nur der sympathische Spider-Man aus der Nachbarschaft. Dann taucht The Vulture (Michael Keaton) auf und Peter will ihn als Spider-Man zur Strecke bringen, aber das Leben als Superheld und als Teenager unter einen Hut zu bringen ist gar nicht so einfach.

Während das Superheldendasein den Avengers immer schwerer auf den Schultern und dem Gewissen lastet (Stichwort: Sokovia), könnte Peter Parker seine Kräfte als Spider-Man nicht begeisterter annehmen. Tony Stark versucht zwar ihn etwas zu bremsen, aber Peter ist ein echter Teenager. Für ihn ist das alles aufregend und awesome. Sein Enthusiasmus und seine liebenswerte Naivität sind dabei sehr ansteckend. Natürlich ist auch bei ihm nicht alles eitel Sonnenschein, in der Highschool ist er ein Aussenseiter, der die hübsche Liz (Laura Harrier) von der Ferne bewundert. Dazu muss er, wie jeder Teenager (und Superheld) erst herausfinden, wer er eigentlich ist, was immer mit Rückschlägen verbunden ist.

Das Spider-Man: Homecoming so viel Spaß macht, liegt unter anderem an Tom Holland, dessen Casting man wirklich als Geniestreich bezeichnen kann. Nichts gegen seine Vorgänger, aber Holland wirkt endlich wie ein echter Teenager. Er meistert auch die körperlichen Anforderungen der Rolle – seine Bewegungen als Spider-Man sind einfach organisch. Nie wirkt es angestrengt oder bemüht. Dazu strahlt er diesen Optimismus und Enthusiasmus aus – man muss ihn einfach gern haben. Selbst wenn er mal wieder gegen Happys (Jon Favreau) oder Starks Anweisungen handelt und man weiß, dass es nicht gut gehen kann, drückt man ihm doch die Daumen. Wenn die 133 Minuten rum sind, hat man die Antwort auf die Frage, wer der beste Spider-Man ist.

Wer die Trailer gesehen hat, weiß, dass die Avengers in Homecoming einen Auftritt haben. Allerdings der etwas anderen Art. Hier hat man alles richtig gemacht, denn anstatt den Film mit Superhelden zu überfrachten, hielt man sich an das Motto: In der Kürze liegt die Würze. Spider-Mans Abenteuer wird nahtlos in das MCU (Marvel Comic Universe) eingebunden, bleibt aber ein eigenständiger Film, der auch für sich selbst funktioniert. Geschickt hat man auch in dieser Hinsicht den Bad Guy gewählt, denn die Motivation für den Vulture (Michael Keaton) stammt aus einem anderen Marvel Film. Keaton ist ebenfalls eine starke Besetzung. Sein Team ist aber etwas albern.

Natürlich könnte man sich fragen, wieso jemand aus der Gang des Vultures so ein genialer Ingenieur ist, der auch noch mit Alien-Material arbeiten kann. Aber wer sich solche Fragen stellt, ist vielleicht in einem anderen Filmgenre besser aufgehoben. Wenn wir schon bei Kritikpunkten sind, die sind zum Glück Mangelware. Natürlich wird einigen die Action (Fähre, Flugzeug) wieder zu viel sein, anderen nicht genug. Wie man’s macht … Die Darstellung der anderen Teenager wird sicherlich auch manchen zu mager sein. Aber als Einleitung für die kommenden Spider-Man Filme reicht es alle mal. Besonders Jacob Batalon als Peters bester Freund Ned sticht heraus. Und dann kann Homecoming auch noch mit einem Twist auffahren, der sogar M. Knight Shyamalan alt aussehen lässt.

Fazit

Spider-Man: Homecoming ist der perfekte Sommer-Blockbuster. Unterhaltsam, witzig, spannend, mit flottem Tempo, cooler Action und einem sehr enthusiastischen und liebenswerten Helden. Tom Holland ist ein absoluter Gewinn für das MCU. Wie immer gilt: sitzenbleiben bis zur Post-Credits Szene, die zu den absoluten Highlights des Films gehört.

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9
Spider-Spaß

Pros

  • Tom Holland
  • Frisch, witzig, unterhaltsam
  • Toller Twist, guter Bad Guy
  • Geniale Post-Credits Szene

Kontras

  • Nebenfiguren etwas mager
  • Action- je nach Geschmack
  • Vulture's Crew ist schwach

Unser Fazit


Handlung
9
Präsentation
9