Review: Wonder Woman

Es ist kein Geheimnis mehr, Wonder Woman hat das Wunder geschafft: Publikum und Kritiker lieben die Comic-Verfilmung von Patty Jenkins mit Gal Gadot in der Titelrolle. Der Film hat weltweit bereits über 600 Millionen US Dollar eingespielt. Hier kam er am 15. Juni in die Kinos und warum er trotz all der Neustarts auch diese Woche noch ein Highlight ist – hier unser nachgereichter Review.

© 2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC ENTERTAINMENT, LLC

Die Amazonenprinzessin Diana ist eine außergewöhnliche Kriegerin, aber sie lebt beschützt auf einer vor den Menschen versteckten Insel. Ihre Kampfkunst musste sie noch nie einsetzen – bis sie einen notgelandeten amerikanischen Piloten rettet und von ihm von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt erfährt. Sie verlässt ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass nur sie den Krieg, der alle Kriege beenden soll, wirklich beenden kann. Und so kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung.

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Nach Man of Steel (und wenn sie nicht gestorben sind, dann prügeln sie sich noch heute), dem Slo-Mo Fest Batman v Superman sowie Suicide Squad konnte man es niemandem verübeln, der etwas skeptisch Richtung Wonder Woman blickte. Immerhin gab Gal Gadot als selbige einem bereits mit ihrem Kurzauftritt in Batman v Superman Grund für Optimismus. Trotzdem, warum sollte ausgerechnet Patty Jenkins es schaffen, alle Fehler der vorherigen Filme zu vermeiden? Nun, das schafft sie auch nicht ganz, aber dafür liefert sie die optimistischsten, kurzweiligsten und unterhaltsamsten 141 Filmminuten der jüngeren DC Adaptionen ab.

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Wonder Woman setzt zeitlich nach Batman v Superman an, wandelt sich dann aber sehr schnell in eine Origins Story. Die Umsetzung ist dabei sehr gelungen. Egal ob mythische Insel, London oder Kriegsschauplätze – Design, Farbigkeit, Bildkomposition, alles trägt zum Look des Films bei, der etwas von einem üppig illustrierten Comic hat. Einem bei dem mehr als nur die Graupalette benötigt wird – und bei dem auch mal wer lächelt! Aber Wonder Woman sieht nicht nur schön aus, er ist auch toll besetzt: Gadot ist großartig. Über ihre Diana wird sicherlich niemand sagen können: “Ach guck mal, wie niedlich, eine weibliche Superheldin.”

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Mit Chris Pine als Steve Trevor hat man Gadot den perfekten Partner zur Seite gestellt. Zusammen manchen sie einfach Spaß. Pine spielt hier neben lauter starken Frauen (u.a. Robin Wright und Connie Nielsen), aber weder geht er unter, noch überkompensiert er. Die Bad Guys sind bei vielen Comic Verfilmungen das große Problem. Wonder Woman hat zwei am Start. Elena Anaya ist super als Doctor Poison, wenn sie auch etwas eindimensional bleibt, aber beim zweiten Bösewicht, immerhin der Gott des Krieges, Ares, werden sich die Geister etwas scheiden. Mehr soll hier aber aus Spoiler-Gründen nicht dazu gesagt werden.

Wonder Woman ist humorvoll, spannend und natürlich voller Action. Gerade die Szenen mit den Amazonen sind toll choreographiert. Die Szenen an der Front machen klar, dass das kein Film nur für kleine Mädchen ist. Leider ist die Boss Battle am Ende der schwächste Action-Teil. Es ist einfach mal wieder viel zu viel des Guten, zu lang und zu viel CGI. Natürlich gibt es auch in diesem Film die schier unvermeidlichen Slow-Motion Aufnahmen. Wie zum Ausgleich fährt Jenkins in Sachen Sentimentalität deutlich einen Gang zurück und wenn es auch mal rührend wird, so wird es nicht schmalzig. Auch in Sachen Humor trifft der Film einen guten Ton. Dabei ergibt sich viel Komik aus der Tatsache, dass Diana die von der Gesellschaft auferlegten Restriktionen für Frauen fremd sind. Zum Glück für diesen Film lässt Jenkins es jedoch nicht in Slapstick rutschen.

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Fazit

Wonder Woman ist die bisher beste der neuen DC Comics Verfilmungen. Nicht perfekt, gegen Ende wird wieder mal geschwächelt, aber der Film macht einfach Spaß und ist erfreulich optimistisch im Ton. Gal Gadot ist wunderbar als Wonder Woman und liefert uns eine mehr als würdige Heldin. Wer jüngere Schwestern hat (FSK: ab 12 Jahren): mit ins Kino nehmen!

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8.5
Wonder-bar

Pros

  • Gal Gadot
  • Macht Spaß
  • Sieht cool aus

Kontras

  • Boss Battle / letzte Drittel
  • Die Bad Guys

Unser Fazit


Handlung
8
Präsentation
9