Review: Overdrive

Vroom vroom, kaboom und Familie – war da nicht was? Am 29. Juni kommt Overdrive in die Kinos. Der perfekte Film, um die Wartezeit bis zum nächsten Fast & Furious  zu überbrücken?

Die Brüder Andrew (Scott Eastwood) und Garrett Foster (Freddie Thorp) sind als Autodiebe Meister ihres Fachs. Dabei haben sie es aber nicht auf irgendwelche Autos abgesehen, sondern lediglich auf die ganz exklusiven Sammlerstücke. Eines Tages geraten sie aber an der Französischen Riviera mit dem Gangster Jacomo Morier (Simon Abkarian) in Konflikt, dessen ebenso rare wie unbezahlbare Autokollektion als Beute lockt. Morier entpuppt sich als unberechenbarer Gegenspieler: Die beiden Brüder sollen ihr Talent unter Beweis stellen, indem sie ihm in kürzester Zeit ein besonderes Auto seines Erzfeindes Max Klemp (Clemens Schick) organisieren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die selten blöde Tagline Think Fast, Drive Faster verspricht nichts gutes, aber wenn das Drehbuch von den Autoren stammt, die sich für 2 Fast 2 Furious verantwortlich zeigten, und Scott Eastwood (immerhin inzwischen auch Teil der F&F Familie) hinterm Lenkrad sitzt, dann kann es doch nicht so schlimm sein – also, zumindest für das Zielpublikum? Doch, kann es. Selbst wenn man kein Fan der Fast & Furious Reihe ist, muss man doch anerkennen, dass die Filmemacher wissen, was sie tun. Bei Overdrive hingegen muss man leider das oft zitierte gewollt ist halt nicht gekonnt auspacken.

Overdrive hätte enorm an Mehrwert gewonnen, hätte man sich die Handlung und die Dialoge erspart, den Großteil des Casts (noch weniger Chemie und man könnte ein Bio-Siegel draufkleben) nach Hause geschickt und einfach Eastwood mit ohne Hemd im Oldtimer über die Leinwand gejagt. Wobei, wenn man ehrlich ist, hätte das den Film auch nicht gerettet, denn so einfallslos wie ein Großteil der Action hier gefilmt und geschnitten ist, das ist schon fast eine Beleidigung für die Edelvehikel. Da fahren halt Autos… Und diese Explosionen … eine davon, die völlig aus dem Nichts kommt, ist allerdings so grandios schlecht, dass sie schon fast als das Highlight des Films durchgeht.

Das Problem von Overdrive ist einfach, dass hier gar nicht erst versucht wird, etwas eigenes auf die Beine bzw Räder zu stellen, so sehr schielt man auf das große Vorbild. Dabei hätte die Heist-Story mit ihrem Twist durchaus Potential, die Autos sind sowieso schön und Scott Eastwood hat ja bewiesen, dass er aus kleinen Nebenrollen und selbst Nicholas Sparks Verfilmungen etwas rausholen kann. Overdrive ist (sehr) anspruchslose Unterhaltung, wäre aber gerne mehr.

Fazit

Schöne Autos schwach in Szene gesetzt und so aufregend wie ein Rennwagen mit leerem Tank. Nicht der kleine Bruder von Fast & Furious, eher der angeheiratete Cousin dritten Grades.

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3
Schwach

Pros

  • Schöne Autos
  • Scott Eastwood
  • Nur 96 Min. lang

Kontras

  • Die Action
  • Die Story
  • Die mangelnde Chemie

Unser Fazit


Handlung
3
Präsentation
3