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Dog Parker: Ein Parkhaus für deinen Hund

Hunde sicher parken – das verspricht Dog Parker, ein Startup aus den USA. Sie stellt Hundeparkhäuser zur Verfügung, die Vierbeiner vor Diebstahl und Überhitzung schützen sollen. Und meine einzige Frage ist: Warum nicht gleich so?

Unsere Hunde sind leider zu einem sehr beliebten Diebesgut geworden: 2015 sind durchschnittlich drei Hunde pro Woche gestohlen worden – alleine in Nordrhein-Westfalen. Genaue Zahlen zu bekommen ist schwierig, denn eine offizielle Statistik gibt es nicht. Gefühlt häufig schlagen die Diebe vor Geschäften zu, während die Besitzer einkaufen und ihre Hunde angeleint wurden. Das ist besonders traurig, weil vor allem Rassehunde gerne geklaut werden – denn diese bringen auf dem Schwarzmarkt besonders viel Geld.

Offenbar ist das Problem auch in den USA sehr akut. Das in Brooklyn ansässige Startup Dog Parker hat dafür jetzt ein Hundeparkhaus entwickelt. Ladenbesitzer im New Yorker Stadtteil können eine Box kostenfrei anfordern und sich vor das Schaufenster stellen. Der Hundebesitzer kann das Minigebäude für einen Zeitraum von maximal 90 Minuten mieten. Eine Chipkarte schließt und entriegelt das Schloss an der Plexiglasscheibe, sodass niemand anderes den liebenswerten Bello entführen kann. Fast schon selbstverständlich: das Hundeparkhaus ist “smart” und ans Internet angebunden. Es sendet regelmäßig Benachrichtigungen an das Handy des Besitzers und warnt zum Beispiel vor dem baldigen Ende der Parkzeit.

Die ersten Geschäfte in Brooklyn haben bereits ein “Hundeparkhaus”.

Natürlich ist Dog Parker kein kostenfreier Service – den Luxus, seinen Hund kurz sicher parken zu können, lässt sich die Firma bezahlen. Einerseits gibt es einen jährlichen Beitrag, der mit 25 US-Dollar angemessen ausfällt; zusätzlich kostet jede Minute im Hundeparkhaus 0,20 Dollar. Damit unterstreicht Dog Parker den Fokus auf kurze Zwischenstopps: Wer die maximale Parkzeit von 90 Minuten ausreizt, muss 18 USD berappen. Lange Shopping-Touren durch NYC kommen damit nicht in Frage – aber da lässt man den Hund sowieso besser zuhause.

Die Idee ist simpel und wäre auch für Deutschland denkbar: In Kleinserie produzierte Hundehütten mit einfacher Internetanbindung – warum haben wir das noch nicht? Mangels Hund wäre ich nicht der erste Kunde, aber ein so praktischer Dienst kann in Deutschlands Großstädten funktionieren.

[via techcrunch, Dog Parker]