Review: xXx – Die Rückkehr des Xander Cage

Heute, am 19. Januar, kommt mit xXx: Die Rückkehr des Xander Cage ein Film in die Kinos, auf den wohl nur wenige treue Seelen nach dem xXx-Flop von xXx 2: The Next Level (2005) gehofft haben. Zurück ist auch Vin Diesel als xXx Agent, samt Skateboard und potthässlichem Fellmantel. Ein Jubeltag für die treuen Seelen oder Zeit das Franchise endgültig einzumotten?

Wie es neue, unaufhaltsame Wunderwaffen so an sich haben, gerät auch “Die Büchse der Pandora”, mit deren Hilfe man Satelliten abstürzen lassen kann, in die falschen Hände. Zurückholen kann sie nur einer: Extremsportler und xXx Agent Xander Cage (Vin Diesel). Weil Jane Marke (Toni Collette) von der CIA aber darauf besteht, dass er ein Team zur Unterstützung mitnimmt, entledigt sich Cage schnell der ihm zu Seite gestellten Soldaten und stellt sein eigenes Bad-Ass-Team (u.a. Ruby Rose, Rory McCann) zusammen und los gehts!

Die Story ist noch bescheuerter als sie in der Zusammenfassung klingt. Die teilweise unfassbar peinlichen Sprüche machen das nicht besser, aber: wenn ein Film sich so wenig ernst nimmt (“Handgranaten? Wo sind wir, im Osteuropa der 90?”) und so absurde Action (auf Skiern durch den Dschungel) liefert, dass es einem fast die Tränen vor lachen in die Augen treibt, kann man ihm dann böse sein? Nein! Man schämt sich vielleicht ein bisschen deswegen, aber xXx 3 ist einfach unterhaltsam – solange man sein intellektuelles Kragenknöpfchen mal locker macht.

Die Story kann man vergessen, bleiben die Schauspieler und die Action. Wo Vin Diesel drauf steht, da steckt auch Vin Diesel drin. Wer mehr erwartet ist selber schuld. Bleibt der Rest, wo sich irgendwie für jeden etwas findet: Samuel L. Jackson, das Mädel für Mädels Ruby Rose, Bollywood-Schönheit Deepika Padukone, Hong Kong Action Star Donnie Yen (Rogue One), der thailändische Martial Arts Star Tony Jaa (Fast & Furious 7), Bubi-Gesicht Kris Wu, Rory McCann (Game of Thrones), die hier völlig überzogen spielende Nina Dobrev (Vampire Diaries) und Toni Collette (Little Miss Sunshine). Collette ist eines der absoluten Highlights des Films, denn sie spielt sich durch den Film mit exakt einem Gesichtsausdruck, der ungefähr das ausdrückt: Ich wurde für den Oscar nominiert, was zum Teufel mache ich hier? Ach ja und dann gibt es noch Neymar vom FC Barcelona, der sich als erschütternd hölzerner Schauspieler erweist, angesichts seiner schauspielerischen Leistungen auf dem Rasen.

Zur Action: fernab jeglichen Respekts für physikalische Gesetze oder Menschenleben geht es hier einfach ab. Gerade der Anfang des Films ist grandios unterhaltsam, denn die Action ist einfach mal nur bescheuert – egal ob Diesel auf Skiern oder dem Skateboard unterwegs ist oder die Art wie sich Tony Jaa ein Motorrad schnappt und sich dabei des Fahrers entledigt. Ganz zu schweigen vom Ende, wenn es mit Motorrädern in eine Monsterwelle geht – natürlich ist das hirnrissig, aber unterhaltsam ist es eben auch. Dieser Film ist am besten in seinen Action-Momenten, wobei es cool gewesen wäre, etwas weniger fliegende Kugeln und stattdessen mehr fliegende Fäuste zu sehen. Blut und Hirnmasse (im doppelten Sinne) sucht man hier aber vergebens, die FSK: ab 16 Jahren sollte vermutlich nicht gefährdet werden.

Fazit

Grenzdebil, aber exXxtrem unterhaltsam. xXx: Die Rückkehr des Xander Cage nimmt sich nicht ernst und funktioniert genau deshalb. Trotzdem nur für Fans schneller Action.

 

5
Unterhaltsam

Pros

  • Nimmt sich nicht ernst
  • Unterhaltsame Action
  • Toni Collette

Kontras

  • Schwachsinnige Story
  • Nina Dobrev's Overacting
  • Nicht-Action Szenen sind lahm

Unser Fazit


Handlung
2
Präsentation
8