Review: La La Land

Am 12. Januar kommt mit La La Land der neue Film von Regisseur & Drehbuchautor Damien Chazelle in die Kinos. Dessen Film Whiplash wurde 2014 schon schwer gefeiert, aber wie die Kritiken hier abgehen, lässt einen doch verwundert die Augenbraue hochziehen. Gerade hat der Film auch noch 7 Golden Globes gewonnen. Vielleicht ist er einfach so gut?

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Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft in „La La Land“ – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen um ihren Träumen näher zu kommen. Aber sind sie dafür bereit?

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La La Land ist ein modernes Musical, wie sie es heute nicht mehr drehen. Fest im hier und heute verankert, ist es vom Geist und den Bildern des alten Hollywoods zu seiner Blütezeit beseelt. Emma Stone und Ryan Gosling sind nicht so leichtfüßig wie Fred Astaire und Ginger Rogers, aber dafür ist es die Regie von Chazelle. Sie sind auch nicht die perfekten Sänger, aber genau deshalb funktioniert dieser Film – und weil schauspielerisch beide absolute Glanzleistungen hinlegen. Besonders Stone lässt einen völlig vergessen, dass sie es bereits geschafft hat, so überzeugend ist sie als hoffnungsvolle Mia, die nur auf dem Studiogelände ist, um dort Kaffee zu servieren.

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Was Damien Chazelle, seine Schauspieler und die Musik von Justin Hurwitz mit La La Land schaffen, ist es den Traum von Hollywood einzufangen. Fantasievoll, bunt, witzig, melancholisch, nostalgisch, frisch, charmant, schmissig, mitreißend – man muss Musicals, Jazz, Stone oder Gosling nicht einmal besonders mögen, um zumindest zu verstehen, was den Reiz Hollywoods ausmacht. Chazelle hat aber nicht nur eine Liebeserklärung an die Traumfabrik gedreht, sondern dazu einen bezaubernden Liebesfilm. Dazu wartet er mit einem wirklich unerwarteten Ende auf, das einem noch einmal beweist, welche Klasse dieser Film hat.

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La La Land ist mit 127 Minuten Laufzeit kein kurzer Film, aber er ist kurzweilig. Chazelle führt Regie mit leichter Hand und einem flotten Tempo. Sein Drehbuch ist dazu voller Momente zarter Annäherung, Misserfolge, Tanz- und Gesangsnummern, Romantik, Drama – ohne dabei je zu süsslich oder deprimierend zu sein. Hier ist alles drin und geht so nahtlos in ein harmonisches Ganzes über, dass das Ergebnis sicherlich einer der charmantesten, romantischsten und lebensfrohen Filme des Jahres ist. Freigegeben ist er übrigens ohne Altersbeschränkung.

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Fazit

La La Land ist ein charmantes, romantisches Musical mit zwei bezaubernden Hauptdarstellern. Es ist eine Liebeserklärung an das alte Hollywood, aber dabei etwas ganz eigenes, frisches und originelles. Wer immer jammert, dass es keine Filme mehr wie früher gibt, der darf La La Land nicht verpassen – denn es ist altes Hollywood entstaubt.

9.5
Besonders

Pros

  • Stone & Gosling
  • Die Musik
  • Altes Hollywood modern
  • Charmant, witzig, originell

Kontras

  • Nichts für Romantik-Hasser

Unser Fazit


Handlung
9
Präsentation
10