Review: Star Trek: Beyond

Viel wurde im Vorfeld diskutiert, die Besetzung des Regisseurs wollte nicht so recht gefallen, der erste Trailer auch nicht und überhaupt: würde der Film dem 50jährigen Jubiläum von Star Trek und dem Andenken des 2015 verstorbenen Leonard Nimoy gerecht werden? Dann verkündete man, dass Sulu im neuen Film Mann und Tochter hätte, was ausgerechnet original Sulu George Takei nicht so ganz passte, und schließlich trübte der viel zu frühe Tod von Anton Yelchin die Vorfreude. Jetzt ist aber endlich Schluss mit den Spekulationen, denn am 21. Juli kommt Star Trek: Beyond in die Kinos.

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Der Alltag und somit so etwas wie Langeweile hat auf der Fünf-Jahres-Mission der Enterprise eingesetzt. Eine schwierige Rettungsmission kommt da genau recht, aber kaum befindet sich die USS Enterprise außer Kommunikationsreichweite wird sie angegriffen. Die Crew um Captain Kirk (Chris Pine) kann sich zwar auf den Planeten retten, wird aber getrennt. Pille (Karl Urban) und der verletzte Spock (Zachary Quinto),  und Kirk und Chekov (Anton Yelchin) versuchen auf dem unbekannten Terrain den Rest der Mannschaft zu finden. Sulu (John Cho) und Uhura (Zoe Saldana) sind in Gefangenschaft geraten, während Scotty (Simon Pegg) eine unerwartete Bekanntschaft macht.

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Man kann, dass hat die Vergangenheit gezeigt, es nie allen Fans recht machen. Star Trek: Beyond sollte jedoch vielen sehr viel Spaß machen. Dem Jubiläum zu Ehren wollte man den neuen Film der Originalserie  anlehnen und das ist vollauf gelungen. Das ist zum einem Simon Pegg zu verdanken, selbst Superfan, der ein unterhaltsames und spannendes Drehbuch geschrieben hat. Regisseur Justin Lin liefert coole Action Szenen – ohne dabei aus dem Film eine endlose Verfolgungsjagd zu machen. Im Gegenteil, es gibt eine Menge Figuren-bezogener Momente. Die Entscheidung, die Crew hier in ungewohnte Kombinationen zu bringen, zahlt sich wirklich aus, besonders Pille und Spock geben ein grandioses Team ab. Zu den Schauspielern kann man ohnehin nur positives sagen. Wie z.B. Pine seinen Kirk mit Shattnerismen versieht, ohne dabei albern zu werden, ist wirklich großartig. Großartig ist auch, wie das Produktionsdesign dezent der Originalserie huldigt und u.a. künstliche Steinformationen einbaut.

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Ein weiteres Highlight von Beyond ist Neuzugang Jaylah (Sofia Boutella). Sie ist nicht nur ein optisch schicker Alien-Sidekick, der darauf wartet in Kirks Arme zu fallen, sondern eine komplexe Figur, die hier wie ein Mitglied der Crew behandelt wird. Man kann nur hoffen, dass Boutella Spaß an Make-Up hat, denn sie wäre ein toller Neuzugang für die nächsten Filme. Leider ist das mit der Komplexität bei Krall (Idris Elba) so ein Problem. Ganz in der Star Trek Tradition ist Krall ein Bösewicht von minderem Format. Seine Motivation, seine Minions, seine Texte – alles schonmal da gewesen. Mehrmals. Genauso wie das Zerstören der Enterprise. Schon wieder. Innovativ wäre, sie mal nur mit einem Hauch von Sternenstaub in die Waschanlage zu schicken.

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Das 3D ist zwar nur durchschnittlich, aber optisch ist der Film eine Schönheit. Das Design und die Special Effects – da geht das Herz des Fans auf. Dazu unterstützt die Musik die Stimmung anstatt zu übertönen und jede Gelegenheit “Sabotage” von den Beastie Boys zu verwenden ist eine gute. Beyond ist dazu humorvoll und erlaubt Einblicke in das Seelenleben der Charaktere, besonders von Kirk und Spock. Leonard Nimoy wird natürlich würdig gedacht – da kann einem schon ein Klos im Hals stecken bleiben – und in einer schönen Geste wurde der Film Yelchin gewidmet.

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Fazit

Star Trek: Beyond ist ein würdiger Film für das 50jährige Jubiläum. Inspiriert von der Originalserie besticht Beyond mit seinen Schauspielern, dem Verhältnis von spektakulärer Action und ruhigen Momenten, Humor und Spannung, Special Effects und tollen Bildern. Leider muss die USS Enterprise wieder einmal daran glauben und ob man sich in 50 Jahren noch an Krall erinnert ist fraglich. Egal, Star Trek: Beyond ist ein unterhaltsames Must-See für jeden Fan.

8
Unterhaltsam

Pros

  • Tolle Visuals
  • Jaylah
  • Action & Spannung
  • Interessante Figuren-Kombis

Kontras

  • Krall bleibt blass
  • 3D ist nur okay
  • Quasi null Enterprise

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
9