Review: Their Distance

Gleich zwei Mal (28. & 29. Mai) wird Their Distance (OT: Shiranai, futari) auf dem Nippon Connection Film Festival gezeigt. Der romantische Film ist mit drei Mitgliedern der populären Band NU’EST besetzt und allein schon deswegen ein Muss für alle K-Pop Fans. Und für alle anderen?

Das Leben des jungen Koreaners (Ren) Leon verläuft in monotonen Bahnen – eine selbstauferlegte Strafe, weil er sich die Schuld an einem Unfall gibt. Leon, der als Schuster arbeitet, verschließt sich so sehr seiner Umwelt, dass er nicht einmal merkt, dass seine Kollegin Kokaze (Fumiko Aoyagi) Gefühle für ihn hat. Als eines Tages ein Mädchen schlafend auf der Parkbank liegt, auf der er immer sein Mittagessen zu sich nimmt, ahnt er noch nicht, dass diese zufällige Begegnung nicht nur seinem Dasein neues Leben einhauchen wird, sondern auch noch eine Kettenreaktion an emotionalen Irrungen und Wirkungen auslöst.

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Egal wie konstruiert die Geschichte ist – alle Beteiligten hängen irgendwie zusammen, laufen sich über den Weg, reden aneinander vorbei, bemerken das aber die längste Zeit nicht – wenn sich Stück für Stück die Puzzleteile zusammensetzen, ist der Film wirklich unterhaltsam. Regisseur Rikiya Imaizumi, der für die internationale Premiere des Films extra nach Frankfurt anreist, spielt geschickt mit Rückblenden, lässt den Zuschauer Schlüsselszenen aus verschiedenen Blickwinkeln sehen und sorgt so für Spannung und a-ha Momente. Allerdings muss man erstmal den sehr trägen Anfang durchsitzen. Noch wichtiger: man muss es ertragen können, dass die meiste Zeit bedeutungsvoll geschwiegen wird. Was die 109 Minuten doch spürbar macht.

Die jungen Darsteller sind natürlich ausgesprochen hübsch anzusehen, aber sie spielen auch richtig gut. Weshalb man irgendwann anfängt, ihnen ein Happy End wirklich zu gönnen. Wer allerdings kein Herz für die romantischen Umständlichkeiten junger Menschen hat, sollte den Film besser meiden – ansonsten kommt nur der Wunsch auf, die Protagonisten mal ordentlich durchzuschütteln. Schön ist übrigens auch, dass die Protagonisten hier ganz normale Jobs und einen entsprechend normalen Lebensstil haben und sich nicht – wie in so mancher RomCom – wundersamerweise ein Loft in Manhattan leisten können.

Fazit

Their Distance ist auf eine sympathische Weise unschuldig romantisch und unterhaltsam. Der Anfang ist zwar zäh und es wird fürchterlich viel und bedeutungsvoll geschwiegen, aber umso weiter der Film fortschreitet, umso unterhaltsamer wird die Inszenierung. Die Jungschauspieler sind schön, liebenswert und vor allem: richtig gut. Für NU’EST Fans ein Muss und für alle mit Lust auf Romantik abseits von Hollywood-Pfaden mehr als einen Versuch wert.

Their Distance läuft zwei Mal auf der Nippon Connection: am Samstag28. Mai, um 20:30 Uhr im Mal Seh’N KinoFrankfurt und am Sonntag, 29. Mai, um 17:00 Uhr im Mousonturm, Frankfurt. Er wird im Originalton mit englischen Untertiteln gezeigt und hat die FSK 12 erhalten. Mehr Infos zum Film, einen Trailer und Link zum Ticketverkauf gibt es hier.

7
Süß-still

Pros

  • Inszenierung
  • Gute & schöne Besetzung
  • Romantisch
  • Das normale Setting

Kontras

  • Schleppender Anfang
  • Viel Schweigen

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
7