Review: Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste

Aller guten Dinge sind drei, heißt es so schön und so kommt auch Maze Runner als Trilogie daher. Unglücklicherweise gab sich gleich der erste Film Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth erfolgreich Mühe, diesen Spruch in den Kritiken zu vermeiden. Wie sieht es nun mit Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste aus, der am 24. September in die deutschen Kinos kommt? Eher mittleres Kind Problematik oder grandioses Kino so wie Episode V oder Two Towers?

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Lauf Forest lauf! Sorry, falscher Film.

Nach dem Entkommen aus dem Labyrinth sind Thomas (Dylan O’Brien) und seine Mitstreiter in Sicherheit, zumindest möchte man diesen Eindruck erwecken. Aber irgendwas stimmt nicht und als Thomas mit Hilfe von Aris (Jacob Lofland) dahinter kommt, schafft er es gerade noch mit seinen Freunden zu fliehen. Jetzt wartet eine neue  Herausforderung auf sie: die Brandwüste! Es ist eine trostlosen, heiße Landschaft, voller neuer Gefahren. Als sie auf Widerstandskämpfer treffen, verbünden sie sich mit ihnen, in der Hoffnung, zu dem Ort zu gelangen, wo sie sicher vor WCKD sind – aber noch hat WCKD sie nicht als Verlust abgeschrieben.

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Der neue Maze Runner Film zielt, wie sein Vorgänger, auf ein Publikum im Teenageralter. Verständlich, schließlich basieren sie auf den Jugendbüchern von James Dashner. Aber, wie Die Tribute von Panem so erfolgreich bewiesen hat, eine gute Geschichte, gut präsentiert, erreicht ein viel größeres Publikum. Nachdem Labyrinth allerdings teils unfreiwillig durch einen Mangel an Intelligenz unterhielt, waren die Erwartungen an Brandwüste eher niedrig. Regisseur Wes Ball überrascht aber mit einem recht spannenden Film, samt guten Action Szenen und gelungenen emotionalen Momenten, der über die gesamten 131min mit einem richtig guten Tempo aufwarten kann. Auch wenn die Texte für die Schauspieler sicherlich nicht schwer zu lernen waren (“Go! Go! Go!”) und die Qualität der Sets zwischen günstiger Eigenproduktion eines kleinen Kabelsenders und Hollywood Blockbuster schwankt, ist Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste zumindest immer eines: unterhaltsam.

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Für den nötigen Thrill sind diesmal Zombies dabei, die wirklich eklig sind angesichts der FSK: 12, und weil die Weite der Wüste im Vergleich zu einem Labyrinth zu, naja, übersichtlich ist, wird hier durch verfallene Gebäude gerannt was das Zeug hält (Go! Go! Go!). Die Schauspieler geben mehr (O’Brien, Thomas Brodie Sangster) oder weniger (Kaya Scodelario) ihr Bestes und Rosa Salazar ist als Brenda ein erfreulicher Neuzugang. Alan Tudyks Auftritt wird eher die älteren Zuschauern begeistern, einfach weil er Alan Tudyk ist und nicht wegen der überflüssigen Dekadenzszene. Die Einleitung anfangs ist etwas knapp für Neueinsteiger und das Ende ist etwas ungeschickt gewählt – ein paar Minuten früher und man hätte mit mehr Spannung dem dritten Teil entgegengesehen.

Fazit

Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste ist kein großes Kino, aber dank guter Neuzugänge, guter Action, gelungenen emotionalen Momenten, und einem ausgesprochen guten Tempo, werden einem die 131min nie langweilig. Dylan O’Brien hat genug Charisma, um den Film zu tragen und in Rosa Salazar wurde eine Darstellerin gefunden, die dem auch entgegenhalten kann. Die Dialoge sind schwachbrüstiger als so mancher der Darsteller, aber das Zielpublikum wird es vermutlich nicht stören. Der Ekel-/Gruselfaktor für selbiges ist auch gegeben. Gute Unterhaltung für Teens im Kino, für alle anderen eher ganz nett in Home Entertainment Form.

6
Für Teens

Pros

  • Spannend
  • Gute Action für Teenfilm
  • Dylan O'Brien
  • Zielgruppengerecht

Kontras

  • Einige Sets sehen billig aus
  • Drehbuch suboptimal
  • Die Dialoge
  • Zombies zu eklig für manche

Unser Fazit


Handlung
5
Präsentation
7