Review: Hitman: Agent 47

Am 27. August kommt mit Hitman: Agent 47 eine Neuverfilmung (nach 2007) des erfolgreichen und nicht unumstrittenen Videospiels in die Kinos. Das Reboot soll einen neuen, frischen Ansatz liefern, die ikonische Figur des Agent 47 in die reale Welt bringen und seine menschliche Seite ergründen. Idee gut, aber wie sieht das mit der Ausführung aus?

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Berlin, der Anzug sitzt

Agent 47 (Rupert Friend) ist ein genetisch manipulierter Elite-Killer, das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung. Er ist noch stärker, ausdauernder, schneller und klüger als die 46 Clone vor ihm und er ist der letzte seiner Art, denn das Programm wurde eingestellt. Ein Mega-Konzern unter der Leitung des mysteriösen Le Clerq (Thomas Kretschmann) will die Arbeit an dem Projekt wieder aufnehmen, braucht dafür aber die Hilfe des untergetauchten Wissenschaftlers (Ciarán Hinds), nachdem auch Agent 47, die geheimnisvolle Katia (Hannah Ware) und John Smith (Zachary Quinto) suchen.

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Der Reiz der Hitman Spiele ist dessen Stealth Charakter, d.h. anstatt wild durch die Gegend rumzuballern, gibt es extra Punkte für das Anschleichen und Töten der Zielperson ohne großen Kollateralschaden. Das Spiel geriet in die Kritik von Videospielgegnern aufgrund des Stealth-Charakters, der Shooter-Komponente, der Darstellung der Morde und das Agent 47 für Geld tötet. Auch der Film wird in die Kritik geraten, aber aus einem ganz anderen Grund: er ist unfassbar schlecht. Vom Stealth Charakter und der Atmosphäre des Spiels ist so gut wie nichts übrig, nur das Dahinscheiden namenloser Nebenfiguren ist ab und an richtig heftig und kommt auch sehr überraschend.

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Man fragt sich schon, wer dieses Drehbuch mit den Texten, die einen unfreiwillig zum lachen bringen, und den sinnfreien Handlungen, genehmigt hat. Genauso, wieso niemand Aleksander Bach die Kamera weggenommen hat. Wer meint, dass Josh Trank (Fantastic Four) der heißeste Anwärter auf den Preis für die Goldene Himbeere als Regisseur ist, hat Hitman: Agent 47 nicht gesehen. Apropos Goldene Himbeeren: auch Kretschmann, Ware und Quinto sind heiße Kandidaten. Selbst der knallrote Audi vermag mehr zu überzeugen. Aber es ist ja nicht alles schlecht, Rupert Friend steht der Anzug wie angegossen und auch wenn man seinen gelegentlich sorgenvollen Gesichtsausdruck der Erkenntnis, dass dieser Film seinen CV nicht sonderlich aufwerten wird, zusprechen könnte, holt er doch alles was geht, aus der Rolle raus. Wenn er doch nur ein bisschen Unterstützung bekommen hätte, aber wenn man bei Kampfszenen schon sieht, wie die Schauspieler daneben hauen, was soll man da noch sagen? Selbst, dass er mit 97min nicht überlang ist, tröstet da kaum. Erst recht nicht die Androhung einer Fortsetzung mit der Zusatzszene.

Fazit

Das sonst so gefürchtete Game Over kann im Fall von Hitman: Agent 47 gar nicht früh genug kommen. Außer Rupert Friends Anzug passt hier nichts richtig. Peinliche Dialoge, schlechte Regieentscheidungen, schauspielerische Entgleisungen – man kann oft gar nicht anders, als laut loszulachen und Mitleid mit Friend zu haben. Sporadisch heftig brutal, was die FSK 16 rechtfertigt. Ein Epic Fail von einem Film.

2
Peinlich

Pros

  • Rupert Friend
  • Rupert Friends Anzug

Kontras

  • Mega Adaptionsfail
  • Drehbuch & Regie & Musik
  • Schauspieler (minus Friend)
  • Sieht billig aus

Unser Fazit


Handlung
3
Präsentation
1