Review: Mission: Impossible – Rogue Nation

Mit Mission Impossible: Rogue Nation steht Fans des Franchise der nunmehr fünfte Film mit Überstar Tom Cruise als Spezialagent Ethan Hunt ins Haus. Nachdem Cruise die Messlatte für unterhaltsame Action 2011 mit “Phantom Protokoll”, noch einmal deutlich höher gelegt hat, versucht er nun zusammen mit Regisseur Christopher McQuarrie (Jack Reacher) erneut neue Maßstäbe zu setzen. Doch wie übertrifft man halsbrecherische Klettermanöver am höchsten Gebäude der Welt? Ich habe mir Rouge Nation für euch angesehen und berichte.

TAURUS

Ein Jahr nach dem Beinahe-Atomkrieg in Phantom Protokoll, muss die Impossible Mission Force, kurz IMF, nun für ihre Handlungen geradestehen. Während IMF Leiter William Brandt (Jeremy Renner) versucht zu verhindern, dass die amerikanische Regierung seine Spezialeinheit auflöst, investiert Ethan Hunt (Tom Cruise) all seine Energie in die Suche nach dem Syndikat. Als abtrünniger Agent betitelt, glauben nur noch wenige außer Hunt an die Existenz dieser Terrororganisation. Als die CIA dann schließlich die IMF auflöst, liegt es an Hunt und einem kleinen Team aus engen Freunden, dass Syndikat zur Strecke zu bringen.

Als die Amerikaner sich den Begriff “Cruise Control” (dt. Tempomat) ausdachten, haben sie dabei mit Sicherheit an Toms Filme gedacht. Während Hunt sich von einer waghalsigen Situation in die nächste manövriert, scheint es auch in Rogue Nation so, als würden die Amerikaner die Füße hochlegen, während Hunt und sein Team wieder einmal die Welt retten. In Sachen Cruise Action fackelt der Streifen nicht lange und eröffnet direkt mit dem wahnsinnigen Flugzeugstunt, den Paramount zu großen Teilen bereits in die Trailer gepackt hat.

Simon Pegg plays Benji in Mission: Impossible - Rogue Nation from Paramount Pictures and Skydance Productions

Doch so viel Respekt man vor Tom Cruise für diese Aktion haben muss, so markiert der Stunt nur den Anfang des Films und wird im späteren Verlauf von anderen Sequenzen übertrumpft. Man sollte meinen, den Köpfen hinter dem Franchise müssten langsam die Ideen ausgehen, doch trotz der obligatorischer Renn-Szenen, fühlt sich die Action zu jedem Zeitpunkt frisch und überaus unterhaltsam an. Besonders gut gefallen, hat mir eine lange Action Sequenz innerhalb einer Oper, die fantastisch durchgeplant und umgesetzt wurde. Mit einem guten Gespür für Nervenkitzel und überragendem Sound, erweist sich die Reihe abermals als Vorzeigekind eines stagnierenden Genre. Sony darf sich da für zukünftige Bond Filme gerne etwas abschauen.

TAURUS

Als zweites großes Standbein des Films fungiert abermals der Humor. So spielt Benji Dunn (Simon Pegg) die zweite große Rolle und lockert Rouge Nation mit seinen humorvollen Dialogen enorm auf. Pegg und Cruise bilden dabei erneut ein wunderbar harmonisches Team, bei dem das Zuschauen einfach unheimlich Spaß macht. Die Screentime von Jeremy Renner wurde zu Gunsten von Neuzugang Ilsa (Rebecca Ferguson) verkürzt.

Ferguson spielt ihre Rolle als “weiblicher Ethan Hunt” überzeugend, auch wenn man keine großartige Charakterentwicklung erwarten sollte. Gleiches gilt für den Antagonisten, der von Sean Harris verkörpert wird und als relativ unspektakulärer Gegenspieler auftritt. Allgemein geht dem Streifen im letzten Akt etwas die Luft aus, auch wenn ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt oder genervt war. Ich persönlich hätte mir ein paar mehr einfallsreiche High Tech Gadgets a la Phantom Protokoll gewünscht, aber vielleicht spricht da auch nur der Geek in mir.

Photo credit: Christian Black

Fazit

Mit Rogue Nation bringt uns Tom Cruise nach dem fantastischen vierten Mission Impossible und dem Sci-Fi Streifen Edge of Tomorrow, eine weitere, sehr unterhaltsame Actiongranate. Mit Ausnahme von Mad Max gab es in diesem Jahr wohl kaum vergleichbar beeindruckende Stunts auf der Leinwand zu sehen. Welcher Schauspieler außer Cruise lässt sich schon freiwillig an ein die Außenseite Flugzeug schnallen, während dieses gerade startet?! Nimmt man den überaus lustigen Simon Pegg in seiner Rolle als Benji in die mit Gleichung auf, so ist das Ergebnis ein unglaublich spaßiger Sommer Blockbuster, der sich selbst vor seinem Vorgänger nicht zu verstecken zu braucht.

8.7
Cruise Control

Pros

  • Wahnsinnige Stunts
  • Dream Team: Cruise & Pegg
  • Durchgehend unterhaltsam

Kontras

  • Mäßiger Antagonist
  • Keine überraschende Story

Unser Fazit


Präsentation
9
Handlung
7
Action
10