Review: Jurassic World

Mit Jurassic World kehren die Universal Dinos am 11. Juni 2015 nach langer Abwesenheit auf die Leinwand zurück. Ein neuer Park, ein neuer Unfall, ein neues Drama. Auch der Cast ist neu und bekannte Gesichter finden die Zuschauer höchstens in den beängstigenden Visagen der Velociraptoren. Doch gelingt das Reboot des Parks nach so vielen Jahren auch? Wir haben uns Jurassic World für euch angesehen und ein Fazit gezogen.

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Killer-Urmel aus dem Ei

22 Jahre nach den fatalen Geschehnissen auf Isla Nublar (JURASSIC PARK), ist John Hammonds Traum endlich Wirklichkeit geworden. Mit Jurassic World ziert ein neuer Park die Insel – hochmodern, überaus profitabel und vermeintlich sicher. Mal wieder wurden “keine Kosten gescheut”! Unter der Leitung von Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) ist der Park ein voller Erfolg.

Doch ausgerechnet als ihre Neffen Gray (Ty Simpkins) und Zach (Nick Robinson) den Park zum ersten Mal besuchen, läuft etwas schrecklich schief. Das neuste “Produkt” der InGen Genforschung, der “Indominus Rex”, bricht aus seinem Gehege aus. Es dauert nicht lange ehe diese genmanipulierte Killer-Bestie die gesamte Insel in Angst und Schrecken versetzt. Als Gray und Zachim Chaos plötzlich nicht mehr auffindbar sind, zieht Claire den erfahrenen Velociraptor-Trainer Owen Grady (Chris Pratt) zu Hilfe, um ihre Neffen vor dem sicheren Tod zu retten und das entlaufene Monster aufzuhalten.

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Jurassic World ist einer dieser Filme, die mich zwar von Anfang an interessiert, aber nie wirklich gehyped haben. Die Trailer waren okay, zeigten jedoch nichts unerwartetes. Neuer Park, neue Dinos, neues Chaos. Nach den beiden mäßigen Sequels zum Steven Spielberg Klassiker, war ich mir daher nicht sicher, ob Jurassic World sein Geld wert sein würde. Regisseur Colin Trevorrow (“Journey Of Love”) schaffte es jedoch, mich trotz meiner eher gedämpften Erwartungen, zwei Stunden lang gut zu unterhalten. Da es in der heutigen Filmwelt sehr schwierig, ist die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen, versucht Jurassic World gar nicht erst, dass Kunststück des Originals zu wiederholen. Die FSK12 Freigabe ist jedoch angebracht, da es zeitweise schon etwas blutig zur Sache geht.

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Stattdessen setzt man auf einen gelungenen Mix aus Humor und Action, der letztendlich voll aufgeht. Mit humorvollen Dialogen, beeindruckenden Dinos und überzogenen Charakteren, spielt Jurassic World von der ersten Minute an mit offenen Karten: Ein unterhaltsamer Popcorn-Streifen, ohne große Überraschungen oder tiefgründige Handlung. Mad Max: Fury Road hat es vorgemacht und zeitgleich perfektioniert. Wenn an Jurassic World etwas stört, ist es dann meistens doch die Handlung. Wie befürchtet, zeigt der Film in Puncto Story leider nichts neues, auch wenn die Handlung deshalb nicht gleich langweilt. Einfallsreich ist allerdings etwas anderes. Die Charaktere sind ebenfalls ziemlich blass portraitiert und hinterlassen kaum einen bleibenden Eindruck. Die Namen der beiden Jungs musste ich für diese Kritik erst einmal wieder nachschlagen. Kein gutes Zeichen, wenn man erst vor wenigen Stunden im Kino war.

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Doch Jurassic Fans wollen auch all dies eigentlich nicht. Sie wollen eine filmische Achterbahnfahrt durch eine prähistorische Welt, mit Dinos, Dinos und noch mehr Dinos. Und Dinos gibt es genug. Während die berühmt-gefürchteten Velociraptoren diesmal eine etwas andere Rolle spielen, präsentiert der Film dem Zuschauer eine ganze Reihe toller Bilder von imaginären Attraktionen, die ich (trotz Sicherheitsbedenken) nur zu gern selbst einmal aufsuchen würde. Dabei fühlt sich die Welt von Jurassic World erstaunlich glaubhaft an, wenn man einmal von den zahlreichen Logikfehlern absieht. In der Jurassic Saga lernen die Menschen ja scheinbar nie dazu. Das kommt davon, wenn man den ganzen Tag mit der Entwicklung von Gentechnik und technische Spielereien verbringt.

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Fazit

Jurassic World entpuppt sich als überraschend unterhaltsam. Das nunmehr dritte Sequel ist auch ohne Zweifel besser als seine beiden Vorgänger, zeigt jedoch einen Mangel an Einfallsreichtum. Die austauschbaren Charaktere bleiben nicht lange im Gedächtnis und dennoch funktioniert der Film. Die Popcorn Formel poppt und Jurassic World unterhält den Zuschauer mit einem guten Mix aus Humor und Action. Hinzu kommt eine glaubhafte Welt, die ich, entsprechend bewaffnet, nur zu gerne einmal besuchen würde. Erwartet nichts großartiges und genießt einfach die Show – der Park ist eröffnet.

7.5
Dinotastisch

Pros

  • Durchgehend unterhaltsam
  • Glaubhafte Welt / Dinos
  • Humor statt Horror

Kontras

  • Kaum Überraschungen, altes Szenario
  • Blasse Charaktere

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
8