Review: Antboy – Die Rache der Red Fury

Mit den Avengers räumen gerade überlebensgroße Superhelden so richtig im Kino ab. Das es auch eine Nummer kleiner geht, will der dänische Regisseur Ask Hasselbach mit Antboy – Die Rache der Red Fury ab dem 25. Juni beweisen – einen Monat bevor mit Ant-Man Marvels erwachsener Ameisensuperheld in die Kinos kommt. Gewagt oder ist die Fortsetzung von Antboy, dem viel gelobten Abenteuer des schmächtigen Jungen, der von einer Ameise gebissen wurde und seitdem Superkräfte besitzt, nicht nur etwas für Kinder (FSK: 6)?

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Er hat es nicht leicht, egal ob als Antboy oder Pelle (Oscar Dietz), immer ist irgendwas. Nachdem er seinen Erzfeind hinter Schloss und Riegel gebracht hat, will Pelle einfach mal nur er selbst sein und Zeit mit seinen Freunden verbringen, ganz besonders mit Ida (Amalie Kruse Jensen). Die aber wird von dem neuen, größeren und cooleren Mitschüler umgarnt. Als wäre das nicht schon nervig genug, machen jetzt nicht nur die Terrorzwillinge Stress, auch hat es Die Red Fury (Astrid Juncher-Benzon) auf ihn abgesehen. Unter ihrem Tarnumhang steckt die schüchterne, aber jetzt stinksaure Maria, die Antboy beim Schultanz versetzt hat.

Antboy_2Die deutsch-dänische Koproduktion kann nicht mit einem riesigen Budget aufwarten und das sieht man natürlich. Sie erinnert eher an eine Fernsehproduktion aus den 80ern, als an einen Hollywood Blockbuster. Das hat durchaus seinen Charme, denn der Film ist auf eine fast schon nostalgische Art unschuldig, und das ist von Regisseur Hasselbach durchaus so gewollt. Er hat sich wieder Stephen Spielbergs Filme aus den 80er zum Vorbild genommen und es sich zur Devise gemacht, die Welt der Kinder ernst zu nehmen, anstatt von oben herab auf sie zu sehen. Als Erwachsener wird man über manche Szene schmunzeln, aber das ist irrelevant, denn dieser Film soll in erster Linie Kindern gefallen. So lange diese noch kindlich genug sind, wird das auch funktionieren. Außerdem, was dem Film an Budget fehlt, macht er mit seinen Jungdarstellern wieder wett. Diese sind mit Enthusiasmus dabei und so sind gerade Pelle und seine beiden besten Freunde sehr liebenswert. Auch sind die Probleme, die das normale Leben Pelle, Ida, Wilhelm und Maria beschert, von eben normaler Natur und somit zugänglich für Kinder, die sich dem Teenagerdasein langsam nähern.

Fazit

Antboy – Die Rache der Red Fury ist mit 84min ein netter, kindgerechter Film im Stil der 80er. Fürs Kino erinnert er eigentlich ein bisschen zu sehr an eine Fernsehproduktion, aber Kinder werden sicherlich Spaß haben und für die ist er schließlich auch gemacht. Als Übergangskost für die, die gerade auf dem Superhelden-High sind und sich damit die Wartezeit zu Marvels nächstem Film verkürzen wollen, ist er allerdings weniger geeignet.

5
Für Kinder

Pros

  • Kindgerecht
  • Witzig und liebevoll gemacht
  • Tolle Jungdarsteller

Kontras

  • Wirkt wie ein TV Film
  • Die Terror Zwillinge sind albern
  • Kann mit aktl. Superheldenfilmen nicht mithalten

Unser Fazit


Handlung
4
Präsentation
6