Queen’s Rebellion

Bericht: Queen’s Rebellion Convention 2015

Wer hat sie nicht im Kopf, die Bilder vom Getümmel bei der Comic-Con und anderen Conventions zu Film- und Fernsehserien. Das es auch entspannter und dabei sehr Fan-nah geht, zeigte sich gestern morgen, als die Queen’s Rebellion, die erste inoffizielle Arrow und The Flash Convention, das zwei-tägige Event in Bad Soden mit einer Reihe von Panels mit Schauspielern beider Serien eröffnete.

Queen's Rebellion

Paul Blackthorne (Capt. Lance, Arrow)

Gibt eine Con mit nur vier Schauspielern wirklich was her, macht das überhaupt Spaß? Ja, denn die entspannte, lockere und richtig gute Stimmung fiel einem sofort auf. Egal wo man hinsah, nur zufriedene Gesichter. Es waren zwar nur vier Schauspieler, aber die wollten die Fans auch wirklich sehen – sogar Greg Finley, der kurzfristig für Manu Bennett einsprang. Er, wie auch Colton Haynes, Rick Cosnett und Paul Blackthorne, zeigten sich zudem aufgeschlossen, gut aufgelegt und sehr zugänglich. So war ein Moderator für die Panels gar nicht nötig, denn die Schauspieler eröffneten ihre Frage-Antwort-Stunden so locker und enthusiastisch, dass erst gar keine von diesen peinlichen Pausen entstanden, die man von so mancher Con kennt, wo zwar jeder gern was fragen will, sich aber keiner traut. Hier war man also nicht nur sehr nah dran an den Schauspielern, auch jeder der eine Frage stellen wollte, bekam Gelegenheit dazu, ein weiterer Vorteil einer Con mit einer begrenzten Anzahl an Teilnehmern. Außerdem musste man sich nicht stundenlang die Füße in Schlangen platt stehen, weil man ein Foto oder Autogramm wollte. Hier zahlte sich die gute Organisation von Veranstalter Alpha Events aus, deren Mitarbeiter und Volunteers freundlich und hilfreich am Start waren – keine Selbstverständlichkeit bei Conventions.

Queen's Rebellion

Rick Cosnett (Eddie Thawne, The Flash)

Bei der Queen’s Rebellion gibt es keine Vorträge oder Workshops, der Fokus liegt fest auf den Schauspielern. Das ist auf den ersten Blick ungewohnt, aber es hat vermutlich auch zu der entspannten Stimmung beigetragen. Ein übersichtliches Veranstaltungsprogramm vermeidet Entscheidungsqualen und man ist nicht schon völlig platt, bevor der erste Tag rum ist. Leerlauf ist allerdings nicht jedermanns Sache. Trotzdem, es hat beides seinen Charme. Eine Besucherin (die Überzahl der Con Besucher war unüberraschenderweise weiblich), die schon auf vielen Conventions war, erklärte strahlend, dass hier zwar wenig drumrum los sei, aber sie sei trotzdem sehr zufrieden.  Apropos drumrum, auch in Sachen Merchandise war der Ansatz eher Klasse statt Masse, aber mit normalen Preisen. Es gab je einen Stand mit Schmuck, T-Shirts und Merchandise wie Taschen. Weniger optimal war, dass diese Stände im selben Saal wie die Panels untergebracht waren, denn dank der tragenden Akustik störte das Gemurmel bei den Panels schon gelegentlich.

Queen's Rebellion

Greg Finley (Tony Woodward/Girder, The Flash)

Fotos (ohne Blitz) durfte man während der Panels nach Herzenslaune machen. Ausgerechnet meine Kamera beschloss, dass dies nicht ihr Tag sei, aber Caroline von Frog Photography war so freundlich, uns ihre Bilder zur Verfügung zu stellen. Natürlich wurde nicht nur fotografiert, sondern fleißig gefragt. Es gab die üblichen Fragen nach den lustigsten/besten/anstrengendsten Erlebnissen am Set, schlimmsten Auditions, wie ihnen Deutschland gefalle, Lieblingsserien usw. Besonders gut kam die Frage an, ob man das Ende lesen würde, wenn man ein Buch über das eigene Leben bekäme. Diese intellektuelle Herausforderung begeisterte und wurde mit einem bestimmten “nein” von allen beantwortet. Colton Haynes nahm es mit Humor, dass er auch hier auf seine abgeschnittenen Haare angesprochen wurde, versicherte, er habe Arrow nicht verlassen, sondern nehme sich jetzt nur eine Auszeit und gab die kitschigste Antwort des Tages auf die Frage, wer denn im Kampf zwischen Arrow und dem Flash gewonnen hätte: beide – in Sachen Freundschaft. Für die anwesenden Teen Wolf Fans betonte er, dass sein Charakter Jackson immer noch in London weile und dass wenn er zurückkäme, er hoffentlich ein netterer Typ sein würde. Haynes war so charmant am Start, dass es niemand übers Herz brachte, ihn darauf hinzuweisen, dass die Superkraft, die er sich aus den offensichtlichen Gründen wünsche würde, nämlich X-Ray Vision, keinen Blick unter die Bekleidung sondern direkt auf die Skelette der Ladies liefern würde.

Queen's Rebellion

Colton Haynes (Roy Harper, Arrow)

Alle vier Schauspieler hatten nur positive und ermutigende Worte für ihre Fans. Es sei auch nicht schlimm, wenn mal was nicht optimal läuft, daraus könne man immer noch lernen. Paul Blackthorne fasste es am besten zusammen: “Anything can happen. Go enjoy life. Go do it. Don’t accept discouragement.” Die beste Insider-Info kam von Rick Cosnett, der erzählte, dass es eine gelbe Badeente gibt, die immer mit am Set ist und die man auch im Fernsehen sehen kann, z.B. in einer dieser Asservatentüten bei der Polizei. Die Fragen bei allen Panels waren so bunt gemischt und die Antworten so lustig, interessant und informativ, das für jeden Fan etwas dabei war. Leider konnte ich nicht bis zu den Abendveranstaltungen bleiben, deshalb gibt es leider keinen Bericht zum Cosplay Wettbewerb.

Fazit

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Die Queen’s Rebellion ist zwar vom Format her eine “Convention Light”, aber sie hat dank der lockeren Stimmung bei den Panels, den extrem netten Stars und den entspannten und hilfreichen Mitarbeiter & Volunteers viel Spaß gemacht. Wer einfach mal nur seine Lieblingsstars erleben möchte und auf Vorträge, Workshops und Trubel verzichten kann, der ist hier richtig.

Von Alpha Events wird es im Juni übrigens noch zwei weitere Cons geben: die Alpha Con (Teen Wolf) und die Blood Relations (The Vampire Diaries & The Originals). Für letztere hat Ian Somerhalder zugesagt!