Review: The F Word

Seitdem die Harry Potter Saga in trockenen Tüchern ist, hat sich der britische Schauspieler Daniel Radcliffe in so manchen Genres versucht. Während er bereits vor einigen Jahren mit “Die Frau in Schwarz” eine solide Performance im Horror-Genre ablieferte, versucht sich der ehemalige Zauberer in The F Word nun an einer romantischen Komödie. Wir haben uns den Film für euch bereits vor dem Kinostart am 9. April 2015 angeschaut.

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Fool’s Gold

Wie alle Romantiker versteckt Wallace (Daniel Radcliffe) sein weiches Herz hinter einer witzig-coolen Fassade. Nach einer gescheiterten Liebe hat er sein Medizin-Studium hingeschmissen, jobbt für eine Softwarefirma und betrachtet nachts den Sternenhimmel über Toronto. Als er sich eines Abends doch zu einer Party aufrafft, trifft er auf Chantry (Zoe Kazan), eine junge Trickfilmzeichnerin mit sanften Augen und schrägem Humor. Wie er liebt sie Wortspiele und pariert seine Provokationen charmant. Wallace ist hingerissen, doch Chantry hat einen Freund, den erfolgreichen Juristen Ben (Rafe Spall), mit dem sie zusammenlebt. Obwohl sie sich zu Wallace hingezogen fühlt, will sie nur mit ihm befreundet sein. Für die beiden sensiblen Endzwanziger ein guter Deal. Zunächst. Wenn sich Gefühle nur kontrollieren ließen… Chantry und Wallace tun jedenfalls alles dafür – was immer wieder zu Situationen von grotesker Komik führt. Denn eigentlich wissen sie, dass sie zusammengehören. Aber haben sie auch den Mut dazu?

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Soweit der offizielle Kurzinhalt, der meiner Meinung nach sogar kitschiger klingt, als der Film eigentlich ist. Klar, die Thematik ist ohne Zweifel die Liebe, doch hätte mich persönlich eine waschechte Schnulze nicht so gut unterhalten wie es The F Word getan hat. Der Film glänzt gleich von Anfang an mit seinen cleveren Dialogen und schrägen Situationen, die den Zuschauer zum Lachen animieren. So wird die Romantik zumindest zu Beginn des Films in Häppchen serviert und ist stets mit einer guten Menge Humor gewürzt. Sowohl Daniel Radcliffe als auch Zoe Kazan überzeugen in ihren Rollen und entwickeln schnell eine schöne Dynamik. Ihre Figuren haben eine recht ungewöhnliche Persönlichkeit, was den Drehbuchautoren ermöglichte, schräg-unterhaltsame Dialoge und Situationen mit den Figuren in Einklang zu bringen.

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Doch nicht alles ist rosig in dieser Liebesgeschichte. So viel Spaß der Film zeitweise auch macht, bleibt die Handlung stets durchschaubar und klischeebehaftet. Das Drehbuch fängt wirklich gut an, gerät im Verlaufe des Films jedoch immer mehr ins Stolpern und greift letztendlich zum Baukasten. Besonders der letzte Akt des Films fühlt sich generisch, übereilt und künstlich an, was ich persönlich sehr schade finde, da der Film viel Potenzial gezeigt hat. Auch die deutsche Synchronisation ist vielen Anwesenden bei unserem Screening negativ aufgefallen. Manche Darsteller, insbesondere Adam Driver, klingen einfach nicht richtig.

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Fazit

The F Word ist eine passende Wahl für einen Abend der Zweisamkeit im Kino, bei dem auch männliche Zuschauer Spaß haben können. Der Film überzeugt dabei vor allem mit seinen clever geschriebenen Dialogen und schrägen Hauptcharakteren. Leider ist die deutsche Synchronfassung jedoch nur mäßig geworden und gegen Ende schwächelt der Film in Puncto Handlung und Einfallsreichtum. Übrig bleibt eine solide Kömodien-Romanze, die durchaus gesehen werden darf.

7
F wie Funny

Pros

  • Clevere Dialoge
  • Unterhaltsam und lustig
  • Gute Hauptdarsteller

Kontras

  • Zeitweilig sehr generisch
  • klischeebehaftet
  • Mäßige dt. Synchronisation

Unser Fazit


Handlung
6
Präsentation
7
Humor
8