Review: Super Smash Bros. für Nintendo 3DS

Die Wartezeit war endlos, der Hype übergroß: Als Super Smash Bros. für Nintendo 3DS am 2. Oktober bei uns in Europa und einen Tag später in den USA erschien, war der Ansturm brutal. Die Tage nach dem Launch gab es auf den meisten Gaming Seiten nur ein Thema – Super Smash Bros. Nun ist das Spiel mehr als eine Woche bei uns erhältlich und Nintendo konnte bereits mehr als 2,8 Millionen verkaufte Exemplare weltweit verbuchen. Natürlich habe auch ich bereits viele Stunden in meinen Most Wanted Titel 2014 investiert und glaube das ich nun endlich genug vom Spiel gesehen habe, um euch ein ehrliches Fazit geben zu können – spoilerfrei!

n3ds_super-smash-bros-logo

Legendäre Prügel auf dem Handheld

Zu Beginn möchte ich direkt einen großen Punkt der Skepsis aus der Welt räumen: Super Smash Bros. für Nintendo 3DS ist keine verwässerte, abgespeckte oder anderweitig abgewertete Version des Edelprüglers. Tatsächlich ist das Spiel fast deckungsgleich mit bisherigen Ablegern der Spiele und mit dem, was ich von der Wii U Version gesehen habe. Dies bezieht sich natürlich nicht auf den Inhalt des Spiels (Trophäen, Stages etc.) sondern vielmehr auf das eigentliche Gameplay. Super Smash Bros. 3DS ist ein Paradebeispiel in Sachen Handheld Games und dürfte die meisten Spieler wunschlos glücklich lassen, wenn es um die Umsetzung des klassischen Smash Bros. Gameplays auf dem Handheld geht.

Super Smash Bros. für Nintendo 3DS spielt sich wie eine Mischung aus Brawl und Melee. So ist das Spiel zwar wieder deutlich schneller als sein Vorgänger, doch wurden viele der Neuerungen von Brawl übernommen, z.B. der Ultra Smash Angriff. Die Matches fühlen sich wirklich gut an und scheinbar hat Director Masahiro Sakurai es tatsächlich geschafft, das Beste aus den beiden Vorgängern in ein Spiel zu vereinen. Selbst die Steuerung ist recht schnell erlernt und erstaunlich komfortabel, obwohl es bei langen Spielsessions durchaus zu schmerzenden Fingern kommen kann. Der Preis des Ruhms. Wem die Steuerung trotzdem nicht zusagt, dem steht es frei die Buttons in den Einstellungen neu zu belegen.

 

Für die unter euch, die sich mit der Spielereihe noch nicht auskennen, gibt es hier noch einmal eine Kurzeinführung: Bei Super Smash Bros. handelt es sich um ein leicht zugängliches Beat ’em Up mit Kämpfern aus dem gesamten Nintendo Universum. Von Mario, über Link bis hin zu weniger bekannten Figuren wie Shulk aus Xenoblade. Leicht zugänglich heißt in diesem Fall jedoch nicht seicht, denn Super Smash Bros. ist alles andere als das. Die Spiele bieten einen enormen Umfang und fordern sowohl Einsteiger als auch erfahrene Vielspieler gleichermaßen. Letztendlich ist es jedoch der Multiplayer Aspekt in Kombination mit der Nintendo Welt, die das Spiel zum ultimativen Zeitvertreib mit Freunden machen.

Viele Kämpfer und die Qual der Wahl

Sowohl die Wii U als auch die 3DS Fassung teilen sich eine Kämpferriege, die diesmal aus insgesamt 49 Charakteren besteht (51 wenn man die alle drei Varianten der Miis Kämpfer zählt). Im Vergleich zu vergangenen Ablegern hat sich das Entwicklerteam besonders viele Gedanken gemacht, um die Charakterauswahl möglichst spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Neben alten Veteranen, die in Smash Bros. 4 teilweise ordentlich überarbeitet wurden, gibt es auch zahlreiche Newcomer, die viele Spieler mit Sicherheit so nicht erwartet hätten. So könnt ihr euch beispielsweise mit dem Wii Fit Trainer, Villager oder Rosalina prügeln und auch Mega-Man und Pac Man sind mit von der Partie. Letzterer ist wohl dem Bündnis zu verdanken, dass Nintendo zur Entwicklung des neuen Smash Bros. mit Bandai Namco eingegangen ist.

 

Objektiv gesehen ist die neue Kämpferauswahl, wohl mit Abstand die zufriedenstellendste, ausgeglichenste und unterhaltsamste. Einmal abgesehen von der schieren Menge der Kämpfer, fühlt sich (bis auf einige wenige Ausnahmen) jeder Kämpfer einzigartig und durchdacht an. Gerade unter den Newcomern finden sich einige wirklich interessante Charaktere, die das Gameplay noch einmal abwechslungsreicher gestalten. Sei es nun der Distanzkämpfer Mega-Man, der superschräge Villager aus Animal Crossing oder den schlagfertigen Little Mac aus Punch Out – für jeden Geschmack ist mindestens ein Charakter mit von der Partie. Überraschend spaßig finde ich die Option mit einem Mii im Kampf anzutreten, welches wahlweise mit Schwertern, Fäusten oder Blastern kämpft. Endlich kann ich als Reggienator in die Schlacht ziehen! #MyBodyIsReady

Nach über 20 Stunden Spielzeit bin ich immer noch am Ausprobieren und habe noch nicht DEN Lieblingscharakter gefunden, etwas das eigentlich komplett untypisch für mich ist. Will man alle 49 Kämpfer auf Herz und Nieren prüfen, dauert das seine Zeit. Es gibt zwar vereinzelt Spieler die immer noch den Verlust der Ice Climbers, sowie den erneuten Wegfall von Mewtu beklagen, doch ist das Smash Fandom sich einig: Die neue Kämpferauswahl rockt hart!

Stages – jetzt auch mit Bossen

Wie es in Smash Bros. üblich ist, kommen viele Charaktere auch mit einer Kampfarena aus ihrem eigenen Franchise daher. Die Zelda Charaktere haben “Gerudo Valley”, Mega-Man hat “Willys Castle”, Captain Falcon hat “Mute City” und so weiter. Insgesamt verfügt das Spiel über 24 Stages, obwohl Gerüchten zufolge weitere per DLC folgen sollen. Unter diesen 24 Stages befinden sich auch ein paar altbekannte, wie z.B. “Final Destination”, “Battlefield” und”Corneria”, doch die meisten der Arenen sind brandneu. Sie markieren außerdem einen der wesentlichen Unterschiede zur Wii U Fassung. Während die Wii U Stages an Heimkonsolen-Titel angelehnt sind, basieren die Stages in Super Smash Bros. für Nintendo 3DS zumeist auf Handheld Spielen (sofern existent).

 

Die Stages sind ein solider Mix und reichen von Klassisch (“Final Destination”, Tortimer Island”), bis hin zu sehr dynamischen Umgebungen (“Spirit Train”, “3D Land”). Auch optisch sind sie ziemlich ansprechend, gerade wenn man die recht leistungsschwache Hardware des 3DS im Hinterkopf behält. Brandneu sind unter anderem auch die Stage Bosse, welche jedoch auf der 3DS Version nur auf ein paar Stages anzutreffen sind. Diese computergesteuerten Gegner erscheinen nach dem Zufallsprinzip auf der Stage und machen sowohl euch, als auch den anderen Kämpfern zu schaffen. Auf Mega-Mans “Willys Castle” erscheint beispielsweise regelmäßig der sogenannte “Yellow Devil” und nimmt die Spieler unter Beschuss. Erledigt ein Spieler ihn, so explodiert er kurz darauf und verursacht großen Schaden. Diese Bosse sind eine nette Abwechslung zu den üblichen Stage-Gefahren, stellen das Spielprinzip dabei jedoch nicht grundlegend auf den Kopf.

Für Core Gamer gibt es eine weitere, sehr erfreuliche Neuerung. Sämtliche Stages können in der sogenannten Omega Form gespielt werden, bei dem die Stage eurer Wahl auf die beliebte “Final Destination” Stage projiziert wird. Ihr habt also eine kontrollierte Umgebung ohne große Überraschungen, jedoch zeitgleich den Look und die Musikstücke der ursprünglich ausgewählten Stage. Eine wirklich coole Sache.

Spielmodi so weit das Auge reicht

Nicht nur Charakter- und Stage-Auswahlbildschirme sind prall gefüllt: Smash Bros. für Nintendo 3DS bietet dem Spieler eine Vielzahl an Spielmodi, die wohl kaum wünschen offen lassen dürfte. Neben den regulären Matches, gibt es natürlich auch diverse Spezialmodi um Abwechslung zu schaffen. So gibt es beispielsweise den Klassik Modus, indem ihr über eine kleine Weltkarte von Kampf zu Kampf zieht, bis ihr schließlich im letzten Kampf gegen die Master Hand antreten müsst. Smash Bros. Veteranen sollte dieser Modus bekannt sein. Gleiches gilt für den All-Star Mode, indem der Spieler wieder gegen sämtliche Charaktere antreten muss, ohne Extraleben und nur einigen wenigen Heilmitteln. Abseits davon gibt es natürlich auch noch die diversen Spielmodi im “Stadion”. Dort könnt ihr euch beispielsweise mit einer Zeitbegrenzung Gegnerhorden stellen, Sandsäcke möglichst weit prügeln oder mit Bomben in einem Angry Birds ähnlichen Modus Zielscheiben zerschmettern. Auch Challenges gibt es wieder zu knacken – mehr als 100 sind es diesmal. Obendrein gibt es noch spezielle Modi die nur Online oder via Streetpass zur Verfügung stehen – dazu später mehr.

 

Nun möchte ich ein paar Worte zum 3DS-exklusiven Spielmodi verlieren: Smash Run. In diesem speziellen Modus erkundet ihr zusammen mit CPU Gegnern (oder lokalen Spielern via WiFi) ein 2D-Areal mit Labyrinth Struktur, in dem sich Gegner tummeln. Werden diese besiegt, hinterlassen sie Gegenstände, die eure Statuswerte erhöhen. Im Klartext heißt das: mehr Angriffspower, Verteidigung, Geschwindigkeit und Sprunghöhe. Dieser Abschnitt des Smash Run ist allerdings zeitbeschränkt und nach fünf Minuten werdet ihr aus dem Labyrinth teleportiert und mit eurem gesammelten Upgrades in einen Kampf mit euren Kontrahenten gesetzt, die vermutlich ebenfalls fleißig im Labyrinth gesammelt haben.

Diese Kämpfe sind manchmal normale Matches, doch oftmals werden auch Sonderregeln vom Spiel festgelegt. “Erreiche als erster das Ziel” und “Besiege so viele Gegner wie möglich”, um nur zwei davon zu nennen. Alles in allem ist der Smash Run eine nette Idee, besonders im Koop. Für meinen Geschmack sind die Labyrinthabschnitte mit fünf Minuten allerdings etwas lang im Verhältnis zum recht kurzen Aufeinandertreffen der Parteien. Wer weiß, vielleicht spendiert uns Sakurai ja ein Update, welches den Modus zumindest etwas konfigurierbarer macht?

Grafik: Klein aber oho

Auch technisch überrascht der 3DS Ableger. Während der untere Bildschirm des 3DS im Regelfall nur Informationen einblendet, findet die ganze Action auf dem 3D Display statt. Das Team von Sakurai hat es tatsächlich geschafft, ein flüssiges Spielerlebnis bei 60 Bildern / Sekunde (egal ob 2D oder 3D) auf dem Handheld zu ermöglichen. In den vielen Stunden die ich bis jetzt ins das Spiel gesteckt habe, sind mir dabei auch nur 1-2 kleinere Ruckler aufgefallen. Ermöglicht wird dieses extrem flüssige Spielerlebnis durch eine speziell angepasste Engine, die Kämpfer in 60fps berechnet, Helfertrophäen im Kampf jedoch nur mit 30fps. Einen Unterschied erkennt man nicht, da das Kampfgeschehen dafür einfach viel zu schnell ist. Eine beachtliche Leistung, gerade wenn man die Menge an Spezialeffekten und Dynamik im Bild betrachtet.

Der 3D-Effekt ist zumindest auf meinem 3DS XL deutlich sichtbar und verleiht den Arenen einen wirklich schicken Tiefeneffekt, welcher die Kämpfer zeitgleich vom Hintergrund trennt und sie so leichter lokalisierbar macht. Besonders amüsant ist es natürlich, wenn im 3D-Modus ein Spieler gegen das Display klatscht. Doch auch ohne den 3D-Effekt lassen sich die Charaktere fast immer gut verfolgen, mit einigen Ausnahmen. Manchmal passiert es mir, dass ich meinen Kämpfer im Effektgewitter kurzeitig verliere, was wohl nicht zuletzt an dem relativ kleinen Bildschirm des 3DS liegt – und ich spreche von der XL Variante! Spielt ihr auf dem regulären 3DS, könnte es also in der Tat gelegentlich etwas chaotisch werden. Hier empfiehlt sich ein Upgrade (auch euren Fingern zu liebe) oder aber zumindest aktivierte Kämpfer-Umrandungen. Diese sind zwar nicht unbedingt ästhetisch, sollten aber gerade auf dem kleinen Display des regulären 3DS eine große Hilfe sein.

 

Kommen wir zum Soundtrack des Spiels. Seit jeher ist Super Smash Bros. für seine bombastischen Kompositionen, Remixes und Medleys bekannt. Super Smash Bros. Brawl konnte seinerzeit auf der Wii mit einem der besten und abwechslungsreichsten Videospiel-Soundtracks aller Zeiten überzeugen. Super Smash Bros. für 3DS ist in dieser Hinsicht leider nicht ganz so umfangreich und bietet (aus Speicherplatzgründen) lediglich zwei Musikstücke pro Stage an. Die Wii U Version wird hier zum Glück deutlich mehr bieten. Nichtsdestotrotz ist die Musik erste Sahne, auch wenn der Sound von der reinen Audioqualität selbst über Kopfhörer etwas dumpf wirkt. Vielleicht liegt das aber auch an der Hardware des 3DS. Bei Smash ist es mir aber besonders aufgefallen. Sehr cool: Man kann im Soundcheck einen Musik-Player Modus aktivieren, bei dem der 3DS auch bei zugeklapptem Display als Musikquelle dient – Shuffle Funktion integriert!

Multiplayer Spaß und StreetPass

Einer der wichtigsten Aspekte eines jeden Super Smash Bros. sind die Multiplayer Optionen, denn letztendlich zockt man es doch meistens mit Freunden zusammen. Im Vergleich zur Heimkonsole, wo sich die Spieler meistens eine Couch teilen, lässt sich Super Smash Bros. für Nintendo 3DS jedoch immer und überall über eine lokale 3DS-zu-3DS Wi-Fi Verbindung spielen. In meinen Tests klappte das lokale Spiel bestens und ohne spürbare Verzögerung, sowohl in regulären Matches, als auch im bereits besprochenen Smash Run Modus. Dies sollte bei euch nicht anders sein, sofern ihr nicht von hunderten Geräten umgeben seid, die alle auf der gleichen Frequenz senden. Doch funktionierte das lokale Spiel selbst auf den überfüllten Demo-Hallen der Gamescom noch, also macht euch deshalb erstmal keine Sorgen.

Wie auch schon Brawl zuvor, bietet auch der 3DS Ableger einen Online-Modus. Während dieser bei Brawl leider schlichtweg bescheiden war, kann sich die 3DS-Fassung jedoch sehen lassen und wirkt zeitgemäß. Online unterscheidet das Spiel grundsätzlich zwischen einem privaten Spiel unter Freunden oder einem öffentlichen Match. Während ein Freundschaftsmatch beliebig konfigurierbar ist, haben die öffentlichen Modi festgelegte Regeln. So wird zu Beginn in zwei Modi unterteilt: “For Fun” und “For Glory”. Im Fun Modus stehen alle Items und Stages zur Verfügung, während in “For Glory” alle Stages nur in bereits erwähnter Omega Form und ohne Items gespielt werden. Unter diesen zwei Oberpunkten finden sich weitere Optionen für 1v1-Kämpfe, Team-Kämpfe und mehr.

 

Zusammengefasst ist der Online-Modus ein großer Schritt nach vorne, obwohl man gelegentlich noch Ruckler und Verzögerungen zu spüren bekommt. Ob dies an durch den Launch überlasteten Servern oder an der Implementierung selbst liegt, wird sich in den nächsten Wochen wohl noch zeigen. Sakurai hat jedoch bereits davon abgeraten, dass Spiel in öffentlichen Hotspots, per Smartphone-Tethering oder bei langsamer Internetverbindung online zu spielen. Die Verzögerung wäre wahrscheinlich zu groß, als dass man noch viel Spaß mit dem Spiel hat. Im Idealfall wird also zu Hause oder bei Freunden mit stabilem WiFi gezockt.

Abgesehen vom Online-Modus macht Smash Bros. 3DS außerdem vom StreetPass Feature des Handhelds Gebrauch. Dabei müsst ihr unterwegs getroffene Spieler in einem kleinen Minispiel schlagen, dass mit dem eigentlichen Smash Bros. Gameplay nur wenig gemeinsam hat. Es ist jedoch ein nettes Feature und ein schöner Weg schnell Gold und Trophäen zu sammeln. Übrigens: Egal ob Online oder Offline, dass Spiel zeigt euch stets die sogenannte Global Smash Power (GSP) an, welche euch verrät, wie gut ihr im Vergleich zum Rest der Welt seid. Dabei steht die Zahl stets für die Anzahl der Spieler, die ihr mit euren Fähigkeiten überbietet – quasi ein umgedrehter Highscore und psychologisch wesentlich zufriedenstellender.

Trophäen und anpassbare Charaktere

Jetzt wo wir die wesentlichen Gameplay Aspekte abgehakt haben, werfen wir noch einen kurzen Blick auf die freischaltbaren Elemente des Spiels. Diese bewegen sich von Musikstücken, über Trophäen bis hin zu Custom Moves und Ausrüstungsgegenständen für eure Kämpfer und Miis. Trophäen mitsamt Beschreibung gibt es diesmal sage und schreibe 685 (!) allein in der 3DS Fassung des Spiels, die nicht einmal deckungsgleich mit der Wii U Version sind, welche angeblich noch mehr Trophäen beinhaltet. Trophäen erhaltet ihr diesmal nicht nur in den meisten Spielmodi, sondern sie können auch in einem speziellen Shop gegen gesammeltes Gold eingetauscht werden. Ihr werdet also auch nach vielen Dutzend Spielstunden noch neue Trophäen freischalten, kaufen und entdecken.

 

Auch werdet ihr regelmäßig über Custom Moves und Ausrüstung stolpern, die ihr beide dazu nutzen könnt, sämtliche Charaktere nach euren eigenen Wünschen etwas anzupassen. Ganondorf ist euch zu langsam und springt nicht hoch genug? Gebt ihm die passenden Items um diese Schwächen auszugleichen, wenn auch auf Kosten seiner anderen Statuswerte, um das Spiel nicht aus der Balance zu reißen. Custom Moves gibt es ebenfalls für sämtliche Charaktere und sind zumeist abgewandelte Versionen der Original-Spezialattacken mit leicht unterschiedlichen Auswirkungen. Ein wirklich cooles Feature, welches das Gameplay noch einmal deutlich vertieft, jedoch wahlweise auch ausgeschaltet werden kann und aus Gründen der Fairness im öffentlichen Online-Kampf erst gar nicht zur Verfügung steht.

Fazit

Super Smash Bros. für Nintendo 3DS ist ein vollwertiges Super Smash Bros. im Hosentaschen-Format. Keine Kompromisse, kein billiger Port, sondern maßgeschneiderte Prügelaction. Es hat die beste Kämpferauswahl der gesamten Reihe, einen gigantischen Umfang, flüssige Grafik mit schicken Effekten und eine große Auswahl an Spielmodi. Fans können erleichtert aufatmen, denn das Spiel ist dem Hype tatsächlich gerecht geworden. Abgesehen von kleineren Problemen die oftmals eher dem 3DS Handheld selbst zu schulden sind, ist das neue Smash Bros. einfach genial und erobert erneut den Beat ’em Up Thron. Zeitgleich ist es eines der besten 3DS Spiele auf dem Markt, ein absoluter Nostalgie-Hammer und definitiv ein Pflichttitel für alle Besitzer der Konsole. Nun lasst uns hoffen, dass die Wii U Version noch eins drauf setzt!


Super Smash Bros. for Nintendo 3DS (Nintendo 3DS) Publisher: Nintendo Erscheinungsdatum: 2. October 2014 EUR 34,99 bei Amazon.de (Partnerlink)


9.3
Exzellent

Pros

  • Geniale Auswahl an Kämpfern
  • Erstklassiges Beat 'em Up Gameplay
  • Gigantischer Umfang

Kontras

  • Gelegentlich unübersichtlich auf dem kleinen Bildschirm
  • Smash Run wirkt etwas zu lang

Unser Fazit


Gameplay
9
Präsentation
9
Umfang
10