Review: Sex Tape

Am 11. September startet Sex Tape, die neue Komödie mit Cameron Diaz und “How I Met Your Mother” Star Jason Segel, in den deutschen Kinos. Der Film dreht sich um die Rückgewinnung eines versehentlich per Cloud verbreiteten Sex Tapes und erscheint lustigerweise nur wenige Tage nach dem großen Celebrity Nacktbilder Leak auf 4Chan. Vielleicht ein gut geplanter PR-Schachzug? Wir hatten die Chance uns den Film bereits vor dem offiziellen Kinostart anzusehen und verstehen nun, wieso die offizielle Tagline “Der Film über einen Film, den ihr nicht sehen sollt” lautet.

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Die Kritik über einen Film, den ihr nicht sehen sollt

Als sich Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) kennenlernten, war ihre Beziehung noch voller Leidenschaft – doch zehn Jahre und zwei Kinder später sieht das anders aus. Um der Beziehung neuen Schwung zu geben, beschließen sie ein Sex-Video zu drehen – warum auch nicht? Sie filmen sich dabei, wie sie jede Position aus „The Joy of Sex“ in einem dreistündigen Marathon-Schäferstündchen durchprobieren. Auf den ersten Blick eine gute Idee – doch dann bemerken die beiden, dass ihr privatestes Video nicht länger privat ist und ihr Ruf auf dem Spiel steht. Sie wissen, dass sie nur einen Klick davon entfernt sind, vor der ganzen Welt entblößt zu werden … auf der Jagd nach ihrem Video erleben sie eine Nacht, die sie nie mehr vergessen werden und in der ihnen bewusst wird, dass das „Sex Tape“ viel mehr preisgibt, als sie sich je vorstellen konnten.

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So lautet der offizielle Kurzinhalt. Auch wenn sich wohl darüber streiten lässt, unter welchen Umständen ein Sex Tape eine gute Idee ist, setzt der Plot zu Beginn zumindest eine solide Basis für ein paar leicht-erkaufte Lacher. Doch noch bevor die Komödie Fahrt aufnimmt, zeigen sich die ersten Probleme. Die Dialoge sind größtenteils recht uninteressant und langatmig, mit wirklich wenigen Brüllern die den Zuschauer bei Laune halten. In der Tat lassen sich die wirklich lustigen Sequenzen an einer Hand abzählen, da viele der vermeintlichen Witze einfach nicht so richtig zünden.

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Auch stellt sich der Film mit dem aufgesetzten Drama selbst ein Bein. Dieses wird zeitweise ziemlich hochgespielt, berührt den Zuschauer jedoch nicht emotional und weiß ebenso wenig zu unterhalten. An einigen Stellen hätte mehr flacher, dreckiger Humor tatsächlich hilfreich sein können, denn dies ist vermutlich genau das, was die adressierte Zuschauergruppe sehen möchte und auch erwartet. Auch Cameron Diaz Rolle hätte vermutlich besser besetzen können.

Zwar liefert die Schauspielerin eine solide Performance, doch wirkt sie gerade in den College-Rückblenden sichtlich zu alt. Jason Segel hingegen entpuppt sich als kleiner Retter des Films, welcher auch uns mit ein paar sehr lustigen Szenen zum Lachen bringen konnte. Unser Highlight markiert jedoch ein Cameo eines beliebten Comedian und Schaupieler, den wir in letzter Zeit leider viel zu selten auf der Leinwand sehen.

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Fazit

Sex Tape ist in vielerlei Hinsicht eine Enttäuschung, doch haben Zuschauer mit “weniger anspruchsvollem” Humor vielleicht sogar ihren Spaß. Der Rest wird sich jedoch an den drögen Dialogen, einfallslosen Witzen und unnötigem Drama stören. Wo A Million Ways To Die In The West den Bogen überspannt hat, bietet Sex Tape einfach zu wenig. Unterm Strich gesellt sich Sex Tape damit zu einer ganzen Reihe verpatzter Comedy Streifen in diesem Jahr, auch wenn er immer noch etwas besser als Seth MacFarlanes tanzende Schafe mit Dauerharndrang ist.

4.7
Langweilig

Pros

  • Gute Perfomance von Jason Segel
  • Lustiges Cameo

Kontras

  • Langatmige Dialoge
  • Zu wenig lustige Momente
  • Überflüssiges Drama

Unser Fazit


Handlung
4
Präsentation
5
Humor
5