Review: Guardians of the Galaxy

Am 28. August kommt Guardians of the Galaxy endlich in die deutschen Kinos. Wird auch Zeit, denn in den USA legte der neueste Film aus dem Hause Marvel mit 94 Millionen Dollar bereits einen Rekordstart hin. Können so viele Amerikaner irren? In diesem Fall nicht: Guardians of the Galaxy ist ein großer Spaß und eine unserer absoluten Top-Empfehlungen dieses Jahres!

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Oh Yeeeeeah!

Sie sieht nach nichts aus, die kleine Kugel, die Peter Quill (Chris Pratt), der sich selbst auch gern Star-Lord nennt, stiehlt. Nur, dass es eine Super-Waffe ist, hinter der alle her sind. Ganz besonders Unsympath Ronan (Lee Pace), der diese Thanos (Josh Brolin) geben will, damit der den Planeten Xandar vernichtet. Ronan schickt Gamora (Zoe Zaldana) los, um Quill die Kugel wieder abzunehmen. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn die Kopfgeldjäger Rocket Racoon und Groot, der eine ein sprechender und waffenschwingender Waschbär und der andere ein Baumwesen, sind wiederum hinter Quill her, dessen Mentor (herrlich: Michael Rooker) langsam die Geduld mit seinem Schützling ausgeht. Als alle im Gefängnis landen, gesellt sich dort noch Kraftprotz Drax (Dave Bautista) dazu und mir nichts dir nichts müssen die fünf Einzelkämpfer zusammen das Universum retten.

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Guardians of the Galaxy ist eines der schrägeren und weniger bekannten Comics von Marvel, aber was unter der Regie von James Gunn herausgekommen ist, ist ein Film, der einfach Spaß macht. Er existiert ein wenig abseits der anderen Marvel Filme und ist auch ein bisschen anders: der Humor ist derber, erwachsener und er ist auch etwas brutaler – zumindest für kleine Kinder ist dieser Film nichts. Wer Zurück in die Zukunft, Indiana Jones und überhaupt 80er Jahre Science Fiction mag, der ist hier genau richtig. Natürlich ist Guardians keine Kopie dieser, aber er nimmt sich genauso wenig Ernst und hat diese gewisse Leichtigkeit, die vielen neueren Filmen abgeht. Dazu hat er den vielleicht besten Soundtrack des Jahres (unser Review zum Soundtrack!) – mit Ohrwürmern aus den 70ern, die allesamt auf der Kassette mit dem Titel Awesome Mix Vol. I sind, dem wertvollsten Besitz von Peter Quill.

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Wir hatten das Glück und durften den Film im Originalton sehen und wenn die Synchro ihren Job ordentlich  macht, dann ist der Film sehr, sehr witzig! Wer die Möglichkeit hat, ihn auf Englisch zu sehen, dem können wir es wirklich nur empfehlen, denn Rocket Racoon ist vielleicht Bradley Coopers beste Rolle bisher! Wer hätte gedacht, dass Cooper die perfekte Stimme für einen Waschbär mir rauer Schale, aber weichem Kern hat? Und Vin Diesel erst! Diesel spricht Groot und  was er mit seinem Minimalstwortschatz macht ist grandios. Aber auch die anderen Rollen wurden perfekt besetzt: Dave Bautista, der ehemalige Wrestler und Mixed Martial Arts Kämpfer, als der von Schmerz und Rachewunsche getriebene Drax, Zoe Zaldana als Gamora ist auch grün angemalt noch attraktiv und dann gibt es noch Chris Pratt als Peter Quill. Er ist charmant, frech und in einer Topform, dass es eine wahre Freude für das (weibliche) Auge ist. Die englische Empire nennt ihn sogar den neuen Han Solo! Ebenso perfekt ist Lee Pace besetzt, der mit einer bewundernswerten Hingabe den weniger attraktiven, aber dafür gewaltig gestörten Ronan the Accuser (was soll man auch anderes bei dem Namen erwarten?) spielt.

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Guardians of the Galaxy ist nicht nur super geschrieben und gespielt, auch visuell ist er ein Riesenspaß. Die Special Effects sind wirklich bombastisch. Wer braucht schon die Erde, wenn es Xandar und lauter andere interessante Orte im Universum gibt? Und dann erst die Luftschlacht oder Ronans Raumschiff – aber, um Spoiler zu vermeiden, wiederhole ich mich einfach: es ist eine wahre Freude für das Auge! Natürlich ist auch Guardians of the Galaxy nicht perfekt, aber es ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Die englischen Kollegen jammerten ein wenig rum, das Ende sei zu sehr Marvel-ig … wens stört, uns von BluGadgets jedenfalls überhaupt nicht. Man kann aber vielleicht sagen, dass man gern mehr von Nebula (Karen Gillan) gesehen hätte, dass Thanos immer noch so albern aussieht wie am Ende von Avengers, die Geschichte einen Tick origineller sein könnte oder das die Anfangssequenz sanftere Gemüter vielleicht zu deprimiert (weil so gut gemacht), so dass der plötzliche Wechsel zu Lustig vielleicht ein Minütchen mehr gebraucht hätte. Apropos, was Guardians auch so besonders macht, ist die gelungene Mischung aus Drama, Action und Humor. Und dass die Hauptcharaktere eben nicht nur Helden mit blütenweißen Westen sind.

Marvel's Guardians Of The Galaxy Ph: Film Frame ©Marvel 2014

Fazit

Guardians of the Galaxy ist einfach ein riesengroßer Spaß. Er ist herrlich bunt, witzig, unterhaltsam, mit charmanten Hauptcharakteren, einem tollen Soundtrack, unglaublich vielen, liebevollen und originellen Details, einem richtig fiesen Bösewicht und vielem mehr! Er ist so gut, dass wir nicht einmal erwähnen mussten, dass auch Glenn Close und John C. Reilly mitspielen. Und das es eine Raumstation im Schädel eines lang von uns gegangenen, riesigen Alien gibt. Warum auch, denn der coolste Waschbär des ganzen Universums toppt alles. Reingehen!

Filmlänge: 122 min,  FSK: ab 12 Jahren

9.7
Marvelous

Pros

  • Extrem unterhaltsam
  • Sprechender Waschbär mit Waffe
  • Großartiger Cast
  • Mega Soundtrack

Kontras

  • Thanos sieht immer noch albern aus
  • Bisschen wenig Nebula

Unser Fazit


Handlung
9
Präsentation
10
Humor
10