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Review: Guardians of the Galaxy – Soundtrack (Deluxe)

Während ich noch einige Zeit dicht halten muss, was Marvels neusten Film Guardians of the Galaxy betrifft, gibt es in der Zwischenzeit eine kleine Überraschung für euch. Aus Spaß an der Musik haben wir beschlossen, dass wir in Zukunft – gelegentlich – auch den einen oder anderen Soundtrack zu Filmen, TV-Serien und Videospielen in Form von Rezensionen besprechen hier werden. Dabei sei angemerkt, dass ich definitiv kein Profi bin, was Soundtracks betrifft. Ich höre sie einfach nur gerne und viel. Den Anfang macht der “Deluxe” Soundtrack zum bereits erwähnten Marvel Streifen Guardians of the Galaxy. Wer die Trailer zum Film verfolgt hat, weiß das sich Regisseur James Gunn für den wohl schrägsten Marvel Streifen bisher, einen wunderbar passenden Mix aus 70er Jahre Musik und klassischem Filmsoundtrack ausgesucht hat.

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Die Deluxe Edition enthält zwei CDs: Das Awesome Mixtape Vol. 1, sowie den offiziellen Soundtrack von Komponist Tyler Bates. Fangen wir mit dem (für mich) schwierigen Teil an. Als Kind der frühen 90er waren mir nicht wenige der zwölf Songs auf dem Awesome Mixtape Vol. 1 völlig unbekannt. Im Film ist diese Kassette für Peter Quill a.k.a Star Lord sein Ein und Alles. Sie ist mehrfach im Film zu sehen und ihre Musikstücke über den ganzen Film verteilt. Obwohl die meisten der Titel meinen persönlichen Geschmack nichtmal ansatzweise treffen, muss ich gestehen, dass die Stücke zum durchgehenden Unterhaltungswert des Films beitragen. Songs wie “Hooked on a Feeling” von Blue Swede unterstreichen den Ton der Films perfekt und verpassen dem Kinogänger gleichzeitig einen heftigen Ohrwurm. Im Film rutschen die Guardians rund um Peter Quill von einer schrägen Situation in die Nächste, was durch die Dynamik zwischen Soundtrack und Awesome Mix noch einmal sehr schön heraussticht. Ob es nun der “Pina Colada Song” ist oder “Cherry Bomb” von den Runaways – dieser Mix ist maßgeschneidert. Etwas schade finde ich, dass es “Spirit in the Sky” nicht in den finalen Film geschafft hat, auch wenn es noch auf der Awesome Mix CD zu finden ist.

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Kommen wir nun zum Score von Tyler Bates. Dieser findet sich auf einer zweiten CD in der Deluxe Edition und umfasst ganze 29 Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 64 Minuten. Der Soundtrack eröffnet mit mystischen, relativ ruhigen Kompositionen, wie man sie auch in Filmen wie dem Hobbit oder Thor vermuten würde, schwenkt jedoch bereits mit dem zweiten Track “The Final Battle Begins” (Ich weiß, der Titel ist verwirrend …) auf ein schnelleres Tempo und epische Klänge um. Besonders angetan war ich dabei von dem neuen Hauptthema zum Film, welches einen sehr heroischen Charakter hat und immer wieder in die einzelnen Stücke eingewebt wurde. Ein weiteres Highlight ist “To the stars”, welches eine sehr melancholische Stimmung transportiert und von Klavier, Streichinstrumenten und Chor angetrieben wird. Im Ganzen gesehen ist der Soundtrack jedoch recht schnell, düster und dynamisch geworden – der Gegenpol zum fröhlich-stimmigen 70s Mixtape. Diese Klinge ist jedoch etwas zweischneidig, denn im Vergleich zum Mixtape bleiben dem Zuhörer hier nur relativ wenig Stücke im Gedächtnis.

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Fazit

Der Soundtrack zu Guardians of the Galaxy ist ein faszinierendes Paket. Ich kann mich nicht erinnern jemals vorher ein so bipolaren Soundtrack gehört zu haben, was natürlich auf den gekonnten Mix zwischen Radio Klassikern der 70er und energischer Filmmusik zurückzuführen ist. Als eigenständiges Werk könnte der Score von Tyler Bates, jedoch etwas zu generisch sein um ihn wirklich in Endlosschleife hören zu können. Sofern man nicht vorbelastet ist, wecken die Songs auf dem Awesome Mixtape dafür umso mehr Erinnerungen an den Film und fördern gute Laune. Fans der Guardians dürfen ruhig zuschlagen, alle anderen sollten vielleicht vorerst einmal bei Spotify & Co. reinhören.


Guardians of the Galaxy (Deluxe Edition) Künstler: Various Format: Doppel-CD, Soundtrack, Import Erscheinungsdatum: 29. July 2014 EUR 9,22 bei Amazon.de (Partnerlink)


8
Gut

Pros

  • Schräge, aber gelungene Mischung
  • Awesome Mix Vol.1 mit Ohrwürmern
  • Tolles Hauptthema

Kontras

  • Score sticht nur selten heraus
  • Verpackung könnte edler sein