Review: 22 Jump Street

Am 31. Juli kommt mit “22 Jump Street” das Sequel zu “21 Jump Street” ins Kino, und wie jeder Sommerfilm, der etwas auf sich hält, bietet er in 112 Minuten: Helden, Verfolgungsjagden und schöne Frauen. Nur sind hier die Helden das hoffnungslose Cop-Duo Schmidt (Jonah Hill) und Jenko (Channing Tatum), der eine übersensibel und unsportlich, der andere sportlich und stolzer Besitzer eines halben Hirns, bei der Verfolgungsjagd sitzt einer hinterm Steuer, der die Kiste nicht fahren kann, und bei den Frauen ist nur eine wirklich hübsch. Was genau macht also 22 Jump Street richtig? Fast alles, denn das Ergebnis ist extremst unterhaltsam.

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Eines wird gleich am Anfang klar gemacht: die Undercoveraktion (in 21 Jump Street) war so erfolgreich, dass alles genau so bleiben soll. Dieselben Identitäten, dieselbe Aufgabe, nur dass es diesmal aufs College geht. Dort sollen sie herausfinden, wer die Droge WHYPHY (ausgesprochen Wi-Fi) verteilt. Doch die Collegezeit gilt als Zeit der Selbstfindung und dem können sich auch die Undercovercops nicht entziehen. Während Schmidt, nichtsahnend wer ihr Vater ist, sich mit der hübschen Maya (Amber Stevens) über Kunst unterhält und mit ihr anbandelt, findet Jenko in Zook (Wyatt Russell – Kurts Sohn) eine verwandte Seele. Zusammen besitzen sie ein ganzes Hirn, sind ein unschlagbares Duo im Football und führen glücklich Unterhaltungen, die fast ausschließlich aus dem Wort Dude bestehen.

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22 Jump Street nimmt sich selbst und Hollywoods Sequel-Manie auf die Schippe und das ist teilweise schreiend komisch, wenn auch albern und nicht gerade für Feingeister. Gelegentlich sind die Witze etwas arg flach, besonders zu Anfang, und manche Momente sind einfach übelst peinlich-komisch, aber spätestens wenn Schmidt und Jenko in einem als Footballhelm umgebauten Golfkart, verfolg von einem Hummer (Auto, nicht Krustentier), verfolgt durch die Gegend sausen, dann bleibt kein Auge trocken. Aber nichts toppt den Abspann, in dem nicht nur das nächste, sondern gleich die nächsten Sequel vorgestellt werden. Wer da nicht lacht, der sollte mal zum Arzt.

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Der Unterschied zu so manch anderer Komödie ist, dass das Drehbuchautorenteam ein Gespür dafür hat, welche Witze es ausreizen kann und welche nicht. Natürlich geht es auch hier nicht ohne Witze unterhalb der Gürtellinie, aber halt nicht non-stop und mit einigen kreativen Variationen. Dazu kommt, dass das Team Hill & Tatum wirklich liebenswert ist und eine großartige Chemie besitzt – was nicht heißt, dass die Bromance nicht auch veralbert wird. Schließlich gibt es da noch Ice Cube, der umso besser ist, umso wütender er wird, und einen Bösewicht, der auch mal ein bisschen anders ist.

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Fazit

22 Jump Street ist ein alberner, aber witziger Film mit einem sympathischen Duo, einem ausrastenden Ice Cube, originellen Verfolgungsjagden und dem besten Abspann seit langem. Es geht um eine Droge mit einem bescheuerten Namen, Freundschaft und Beziehungen. Dazu nimmt das Sequel zu 21 Jump Street weder Sequels noch sich selbst ernst. Das ist alles nicht genial, aber witzig. Was will man mehr von einem Sommerfilm?

22 Jump Street (USA, 2014; FSK: beantragt ab 12 Jahren; Länge: 112 Minuten; Regisseure: Phil Lord, Christopher Miller)

8
Unterhaltsam

Pros

  • Durchgehend sehr unterhaltsam
  • Übertrifft den Vorgänger um Längen
  • Genialer Abspann

Kontras

  • Teilweise arg flache Witze

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
8
Humor
9