Review: Otamatone Deluxe

Wenn es um schräge Gadgets geht, so ist das Otamatone stets ganz oben mit dabei. Das elektronische Musikinstrument aus dem schönen Japan ist eine eigenartige Mischung aus Theremin und Synthesizer. Entwickelt wurde es von Masamichi und Nobumichi Tosa zusammen mit der Cube Works Company. Unsere Freunde von CoolStuff haben nun die große Deluxe Version des Otamatone im Angebot und waren so freundlich mir das Gadget für einen Testbericht zur Verfügung zu stellen.

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Schräg, schräger, Otamatone

Nimmt man das Otamatone Deluxe in Augenschein, so fällt zuerst die witzige Form des Instruments auf. Das etwa 44 Zentimeter große Gadget ist in Form einer überdimensionierten Note gehalten, wobei der untere Teil aus einem Silikon-Gesicht besteht. Der Notenstiehl ist mit einer Art Griffbrett versehen, über die der Nutzer die Tonlage des Instruments verändert. Doch damit das Otamatone in Betrieb genommen werden kann, muss es mit drei AA-Batterien gefüttert werden, welche dem Gadget glücklicherweise beiliegen. Alternativ dazu kann auch ein Netzadapter für die notwendige Stromzufuhr sorgen, doch kostet euch dieser noch einmal extra und ist derzeit auch noch nicht bei CoolStuff zu haben.

Auf der Rückseite des Notenkopfes befindet sich ein kleiner Regler, über den die Lautstärke des Otamatone eingestellt werden kann. Sitzt der Regler auf Null, ist das Gadget aus. Ein Schalter darunter wechselt die eingestellte Tonhöhe / Oktave des Griffbretts. Drei Einstellungen sind möglich: Low, Mid and High. Die Benennung spricht hier eigentlich für sich. So kitzelt man auf hoch ziemlich schrille und gelegentlich unangenehme Töne aus dem Gadget, während Low für extrem tiefe Melodien geeignet ist. Ich persönlich spiele am Liebsten mit der Mid-Einstellung herum. Neben dem Oktaven-Schalter befindet sich weiterhin eine 3,5mm-Klinkebuchse, über den der Musikant einen Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen kann. Eurem eigenen Konzert steht also nichts mehr im Wege.

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Doch wie spielt sich das Otamatone nun? Nachdem die Lautstärke eingestellt ist, drückt der Musiker einfach auf eine Stelle des Griffbretts und ein Ton erklingt. Damit dieser dauerhaft zu hören ist, muss der Finger dort gehalten werden. Durch auf- und abstreichen des Griffbretts, steht ein Tonleiter-ähnlicher Effekt. Von oben nach unten steigen die Töne dabei an und umgekehrt. Um die richtigen Noten zu treffen, sollten Einsteiger einen Blick auf die Hilfsgrafik werfen. Der Lautsprecher des Otamatone befindet sich im Inneren des Silikon-Kopfs, welcher mit einer Hand beim Spielen gequetscht wird, um die Tonlage zu variieren und einen kleinen Wah-Wah Effekt zu erzeugen. Abgesehen davon sieht es unfassbar witzig aus.

Fazit

Das Otamatone Deluxe ist auf den ersten Blick mit seinem Preisschild von gut 70 Euro kein Schnäppchen, doch wird das Instrument gerade Kindern viel Freude bereiten und kann auch erwachsene Zuhörer durchaus zum Lachen bringen. Ernsthafte Musiker werden etwas Zeit brauchen um sich an das Instrument zu gewöhnen, doch die Ergebnisse klingen teilweise richtig gut! Das Gadget bringt eines in jedem Fall: Eine Menge Spaß.

Otamatone Deluxe | Preis: 69,90 Euro | Erhältlich bei CoolStuff.de

7
Spaßig

Pros

  • Sehr unterhaltsam
  • Einfache Bedienung
  • Kopfhörerausgang

Kontras

  • Oktavenregler unpraktisch platziert
  • Als ernsthaftes Musikinstrument eher ungeeignet