Review: Maleficent

Juhu, nach einigen Monaten gibt es endlich einmal wieder eine Filmkritik aus meiner Feder! Diesmal geht es um Maleficent, die neuste Märchenverfilmung aus dem Hause Disney. Ich hatte das Glück mir den Film mit der Bösewicht-Protagonistin schon vorab ansehen dürfen und darf euch nun meine Meinung zu Angelina Jolie als dunkle Fee mitteilen.

MALEFICENT - DIE DUNKLE FEE - Maleficent (Angelina Jolie)

Das Lied von Licht und Schatten

Maleficent erzählt die Geschichte der gleichnamigen dunklen Fee, welche vielen von Euch noch aus Disneys Dornröschen in Erinnerung sein dürfte. Diesmal steht jedoch nicht Dornröschen im Vordergrund, sondern allein unsere Antiheldin Maleficent (Angelina Jolie). Diese ist die Beschützerin des Waldreiches Moor und wird Opfer eines furchtbaren Verrats durch ihre große Liebe Stefan, welcher sie zerfrisst und mit Hass erfüllt. Nach Rache dürstend belegt sie die Tochter des neugekrönten Königs Stefan (Sharlto Copley) mit einem schrecklichen Fluch, der sie an ihrem 16. Geburtstag in einen ewigen Schlaf schicken soll. Doch während das Mädchen namens Aurora (Elle Fanning) heranwächst, erkennt Maleficent, dass sie der Schlüssel zurück ins Licht ist.

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Maleficent nimmt den Disney Animationsklassiker Dornröschen aus dem Jahre 1959 und stellt diesen komplett auf den Kopf. Anstatt der typischen Musical- und Kitscheinlagen, erwarten den Zuschauer ein recht düsteres Setting und eine Antiheldin als Protagonistin. Dieses Konzept verleiht dem Film eine ungeahnte Frische, auch wenn die grundlegende Story fast jedem Zuschauer eigentlich bekannt sein sollte. Der Film kann außerdem mit einer überraschend großen Menge an Action auftrumpfen – etwas ziemlich unübliches für einen Disney Film dieser Art. Jolies Maleficent ist jedoch ganz klar der spannendste Faktor des Films. Über den Verlauf des Films durchläuft Maleficent einer unterhaltsamen, wenn auch etwas voraussehbaren Charakterwandlung, die dem Film seinen ganz eigenen Charme verleiht. Nachdem die Schauspielerin schon lange Zeit keinen Film mehr produziert hat, indem mich ihre Darbietung wirklich überzeugen konnte, leistet Angelina in diesem Film gute Arbeit. Gerade der Ausdruck von Maleficents verstrickten Emotionen gelingt ihr überraschend gut, was darauf hoffen lässt, dass Jolie ihre besten Tage vielleicht doch noch nicht hinter sich hat.

MALEFICENT - DIE DUNKLE FEE

Die Welt des Spielfilms lässt sich wohl am Besten als eine Kreuzung zwischen Oz und der düsteren Welt von “Snow White and the Huntsmen” beschreiben. So finden sich im Film zahlreiche skurrile Kreaturen, die wie eine bunte Mischung aus allen Bereichen des Fantasy-Genre wirken. Es gibt Lich-mäßige Baumwächter, Drachen und trollige  … Wassertrolle ..? Die rechte Hand Maleficents, Diaval (Sam Riley), entpuppt sich außerdem als praktischer Transformer, auch wenn er die meiste Zeit in Form eines Raben auftritt. Die nervigsten Bewohner des Königreichs Moor sind wohl die drei schrägen Feen Knotgrass, Fittle und Thistlewhit. Diese sind nicht nur die Erziehungsbeauftragten von Aurora, sondern haben sich auch ständig in den Haaren, was gelegentlich zwar ganz witzig ist, meistens jedoch eher unnötig wirkt.

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Fazit

Mit Maleficent veröffentlicht Disney einen ziemlich ungewöhnlichen Film für das Studio. Das altbekannte Märchen von Dornröschen wird abermals neu aufgelegt, auch wenn es diesmal nur noch wenig mit dem Original zutun hat. Der frische Blickwinkel auf die Geschichten durch die Augen der dunklen Fee Maleficent machen den Streifen zu einem unterhaltsamen Kinoerlebnis, welches allerdings auch mit einigen Problemen zu kämpfen hat. So liefert Angelina Jolie zwar eine tolle Antiheldin ab, doch verblassen die anderen Darsteller in ihrem Schatten ziemlich schnell. Nichtsdestotrotz hatte ich mit diesem Disney-Film der etwas anderen Art durchaus meinen Spaß und kann ihn daher gerade als Familienfilm empfehlen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder mindestens acht Jahre alt sind, denn manchmal kann die gute Angelina dann doch etwas gruslig sein.

7.5
Unterhaltsam

Pros

  • Erfrischender Blickwinkel auf ein altbekanntes Märchen
  • Tolle Maleficent (Angelina Jolie)
  • Düsteres, gelungenes Setting

Kontras

  • Keine interessanten Nebendarsteller
  • Die Chance verpatzt, dass typische Happy End zu streichen ...
  • ... und die Story weiter auszubauen

Unser Fazit


Handlung
7
Präsentation
8