Review: X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Eigentlich könnte man einfach nur „toll, toll, toll“ schreiben, denn was mit der Rückkehr von Bryan Singer hinter die Kamera der X-Men auf die Leinwand kommt, macht einfach nur Spaß. War in den Trailern schon viel (versprechendes) zu sehen, so bietet der Film noch viel mehr und übertrifft alle Erwartungen.

Gejagt von den Sentinels, den schier unbesiegbaren Robotern von Trask Industries, finden sich die Mutanten in der nahen Zukunft nicht nur gejagt, sondern am Rande der Ausrottung wieder. Doch, fragt sich Professor Xavier (Patrick Stewart), steht die Zukunft wirklich fest? Mit der Hilfe von Kitty Pryde (Ellen Page) wird Wolverine (Hugh Jackman) in die Vergangenheit geschickt, um die Zukunft zu ändern. Dazu wird er Hilfe brauchen und zwar ausgerechnet von Charles Xavier (James McAvoy) und Magneto (Michael Fassbender), die sich 1973 nicht nur spinnefeind sind, sondern sich auch als wenig kooperativ herausstellen. Doch die Zeit ist knapp.

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Seine Rückkehr hätte spektakulärer nicht sein können: Bryan Singer, der Mann hinter den ersten beiden beliebten Filmen, vereinte vor seiner Kamera einen All-Star-Cast, bestehend aus Schauspielern der Trilogie sowie des Prequels (X-Men: Die Erste Entscheidung). Doch wo andere Regisseure damit beschäftigt wären, die schiere Anzahl an Stars zu jonglieren, da nimmt Singer noch ein paar Bälle mit auf. Er führt nicht nur neue Charaktere ein, er wagt sich auch an das Zeitreisemotiv um seine Geschichte zu erzählen – erfolgreich, nicht zuletzt auch dank eines hervorragenden Drehbuchs von Simon Kinberg. Ein Großteil des Filmes spielt in den 70ern und der Zeitkolorit ist wundervoll eingefangen.

Die Actionszenen sind atemberaubend einfallsreich und unterhaltsam. Singers X-Men müssen keine Stadt dem Erdboden gleich machen, spannende Action kommt hier in allen Größen und Versionen, egal ob Akrobatik oder ein Stadium zum Kampf verwendet werden, ob der Gegner die Sentinels oder die Wachen des Pentagons sind – nie wird es langweilig! Die vermutlich unterhaltsamste Actionsequenz ist die mit Quicksilver (großartig: Evan Peters), für die Singer extra Kameras verwendete, die 3000 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Der Aufwand hat sich ohne Zweifel gelohnt.

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Ein X-Men Film von Singer ist auch nie nur hohle Action-Unterhaltung. Wie seine beiden ersten Filme hat auch dieser ernstere Untertöne. Es ist nicht nur die Verfolgung derer, die anders sind, auch die Frage nach (persönlicher) Verantwortung und das Handlungen oft unvorhergesehene und erst Recht unbeabsichtigte Folgen haben, spielen hier eine große Rolle. Es wird aber nicht der Zeigefinger gehoben und rummoralisiert, Singer zeigt einfach die Konsequenzen und Auswirkungen auf die von dem Publikum geliebten Figuren.

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Fazit

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit sind zwei Stunden voller Action, Spannung, Humor und grandioser Special Effects, großer und kleiner Momente, liebevoller Details, einer guten Geschichte, ausgezeichneter Schauspieler – in kurz: Unterhaltung auf höchstem Niveau. Für X-Men Fans ein Muss und die Empfehlung für Freunde von Comic-und/oder Actionfilmen, die mit einem breiten Grinsen aus dem Kino gehen wollen. Dieser Film macht Lust auf mehr und X-Men: Apocalypse kann gar nicht schnell genug kommen!

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (USA, 2014); OT: X-Men: Days of Future Past; Filmlänge: 120 min; Regisseur: Bryan Singer; Mit: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Ian McKellen, Michael Fassbender, James McAvoy, Jennifer Lawrence, Peter Dinklage, Ellen Page, Nicholas Hoult, Halle Berry, uvm; FSK: ab 12 Jahren; Kinostart: 22. Mai 2014 (Deutschland).

9.5
Exzellent

Pros

  • Alles drin: Action, Spannung, Humor
  • Perfektes Tempo

Kontras

  • Ein bisschen wenig Ian McKellen

Unser Fazit


Handlung
9
Präsentation
10