Review: Edge Of Tomorrow

Mit Edge of Tomorrow startet am 28. Mai 2014, der nächste Sci-Fi Film mit Über-Star Tom Cruise in den deutschen Kinos. Im Direktvergleich zu Toms letztem Sci-Fi Werk “Oblivion”, ist der Spielfilm allerdings weniger abgehoben – im wahrsten Sinne des Wortes. Statt andere Planeten zu erkunden kämpft Tom Cruise in Edge Of Tomorrow an der Seite von Emily Blunt, um die Menschheit vor der Auslöschung durch eine Alien-Invasion zu bewahren. Achja, Zeitreisen und Badass Mech-Kampfanzüge gibt es auch – yay!

EDGE OF TOMORROW

Futuristisches Schlachtfeldgetümmel mit Respawn Effekt

Die Story des Films spielt in der nahen Zukunft: Eine Rasse außerirdischer Wesen, genannt die “Mimics”, ist dabei die Menschheit auszuradieren und versucht die Kontrolle über den Planeten zu erlangen. Hoffnungslos unterlegen, werden die Streitkräfte der Menschen immer weiter zurückgedrängt, sodass der Militärstab alles auf eine Karte zu setzt und die Aliens mit einem Überraschungsangriff zu treffen versucht. Sgt. Bill Cage (Tom Cruise), der noch nie einen Feldeinsatz hatte und vor dem Krieg sogar Leiter einer langweiligen Werbeagentur war, findet sich plötzlich an vorderster Front einer selbstmörderischen Mission wieder, welche die feindlichen Linien durchbrechen soll.

Mithilfe von hochentwickelten Mech-Anzügen gelingt es den Menschen zwar einige der feindlichen Gegenspieler zu vernichten, doch entpuppt sich auch diese Mission als fataler Fehlschlag. Dann geschieht etwas seltsames: Im Moment seines Todes springt Sgt. Cage durch die Zeit zurück an den Anfang des Tages, nur um die gleiche Mission noch einmal zu erleben und erneut den Mimics zum Opfer zu fallen. Mit jedem Tod auf dem Schlachtfeld wird er erneut in die Vergangenheit geschickt und Cage erkennt langsam, dass sein Schicksal vielleicht der Schlüssel zum Sieg gegen die scheinbar unbezwingbaren Mimics sein könnte.

EDGE OF TOMORROW

Auch wenn der Plot erst einmal furchtbar verwirrend klingen mag – der Film folgt einer größtenteils nachvollziehbaren Logik. Es sei an dieser Stelle jedoch erwähnt, dass Toms Cruise neuer Film definitiv kein klassischer Sci-Fi Streifen ist. Mich persönlich erinnerte er an eine verrückte Mischung aus diversen Kriegsfilmen, dem Zeitsprung-Streifen “Source Code” und der TNT Serie “Falling Skies”. Trotz FSK12 Rating dauert es nicht lange bis in Edge of Tomorrow die ersten Bomben detonieren, Schüsse fallen und Soldaten wie die Fliegen wegsterben. Die meisten Kampfszenen erinnerten mich stark an den D-Day aus Saving Private Ryan – ähnlich furiose Action, aber ohne das ganze Blut. Im Übrigen ist der Streifen wirklich bombastisch inszeniert ist! Das zeichnet sich nicht nur in den VFX-geladenen Bildern, sondern auch im Sound ab. Selbst der 3D-Effekt war meiner Meinung nach erstaunlich präsent und harmonierte gut mit der Action.

EDGE OF TOMORROW

Sgt. Cages Fähigkeit a la “Source Code” durch die Zeit zu springen, hat mich anfangs etwas gestört, da sie den Zuschauer ziemlich abrupt aus den rasanten und fesselnden Kampfsequenzen reißt. Oftmals folgt direkt darauf ein bereits bekannter Dialog, was bei mir gelegentlich für ein klein wenig Frustration sorgte. Im Verlauf des Films lässt dieses Gefühl jedoch zum Glück nach und der Zuschauer lernt die Zeitsprünge zu schätzen. Ein bisschen schwarzer Humor hier, ein bisschen Drama da. Alles in allem gefiel mir die Umsetzung des Konzeptes ziemlich gut. Lediglich das Ende des Films hätte ruhig etwas weniger Hollywood-like sein dürfen. Cruise und Blunt spielen ihre Rollen übrigens wirklich gut und geben auf der Leinwand ein erstklassiges Team ab!

EDGE OF TOMORROW

Fazit

Edge Of Tomorrow hat mich nicht enttäuscht. Zwar ist das erste Drittel etwas zäh geworden, doch kann der neue Film von Tom Cruise mit einer sehr unterhaltsamen Mischung aufwarten, die es so bisher noch nicht gegeben hat. Gerade die Kampfsequenzen sind ziemlich spektakulär geworden und sogar etwas Humor hat es in den Film geschafft. Keine schlechte Idee, denn letztendlich ist die Story vielleicht doch etwas zu abgedreht um den Streifen wirklich ernst nehmen zu können. Sci-Fi Fans sollten jedoch gewarnt sein: Weder Lichtschwerter noch Weltraumschlachten haben es in den Film geschafft. Dafür gibt es coole Kampfanzüge – ein Kinobesuch lohnt sich definitiv!

8.5
Sehr Gut

Pros

  • Bombastische Inszenierung
  • Frischer, unterhaltsamer Sci-Fi Mix
  • Gute Performance von Cruise & Blunt

Kontras

  • Zeitsprünge anfangs gewöhnungsbedürftig
  • Manche Dialoge wiederholen sich zu oft

Unser Fazit


Handlung
8
Präsentation
9