Review: Mario Kart 8 (Wii U)

Seit dem Release von Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Februar, wurde es ziemlich ruhig um das Wii U First Party Angebot. Doch nicht erst seit diesem Tag sind die Augen der Nintendo-Fans in aller Welt auf den 30. Mai 2014 gerichtet. An diesem Tag kommt der langersehnte Fun-Racer Mario Kart 8 in den Handel und sowohl Nintendo, als auch die Spieler haben große Erwartungen an den Titel. Ich hatte bereits die Chance ein gutes Dutzend Stunden mit dem neusten Ableger der Reihe zu verbringen und darf euch nun verraten, ob Mario Kart 8 dem Hype gerecht wird oder ob der Hoffnungsträger der Wii U letztendlich noch noch enttäuscht.

Fun Fact: Dieser Testbericht ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der längste Artikel den ich je verfasst habe, also holt euch besser eine große Tasse Kaffee dazu. Viel Spaß beim Lesen!

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Schwerelos auf die Pole-Position

Klemmt man sich in Mario Kart 8 hinter das Steuer, so fühlt sich das Spiel für einen Langzeit-Fan der Serie sofort vertraut an. So erging es zumindest mir. A-Knopf zum Beschleunigen, B zum Bremsen, ZR zum Driften und ZL zum Einsatz des Items. Die erste Minute spielt sich wie eine grafisch umwerfende Version von Mario Kart 7, bis ihr schließlich in die erste Anti-Schwerkraft Zone einfahrt. Die Reifen flippen in die Waagrechte (wie beim DeLorean von Doc Brown), die Strecke dreht sich kurzerhand um 180 Grad und ihr rast mit dem Kopf nach unten weiter. Sonic All-Star Racing: Transformed hat den Grundstein gelegt und Mario Kart 8 perfektioniert das Gameplay Konzept.

Die Anti-Gravitations-Zonen fühlen sich weniger drastisch an als mancher Spieler vermuten mag und machen sich vor allem in drastischen Streckenveränderung und einem leicht veränderten Kamera- und Steuerungsverhalten bemerkbar. Rammt ihr in der Schwerelosigkeit einen anderen Fahrer oder spezielle Räder auf der Strecke, spendiert euch das Spiel zudem einen Mini-Boost, ähnlich dem nach einem Stunt-Sprung. Dieses Feature ermöglicht einem eingespielten Fahrer-Duo in Partnerarbeit schnell über die Strecke zu rasen. Abseits der Anti-Graviation kehren zudem auch die Gleiter und Unterwasser Abschnitte zurück, welche die klassischen Asphalt Streckenteile zum Glück nicht übermäßig dominieren. Meiner Meinung nachbekommt der Spieler in MK8 die bisher beste Gameplay Mischung der Reihe geboten.

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Next-Level Streckendesign

Die Anti-Schwerkraft macht sich, wie bereits erwähnt, nicht nur im Gameplay bemerkbar, sondern hat einen noch größeren Einfluss auf das Streckendesign. Dieses ist in Mario Kart 8 schlichtweg exzellent. Sämtliche der insgesamt 32 Strecken, einschließlich der 16 Retro-Strecken, weisen einen extrem hohen Grad an Detail und Kreativität auf. Gerade bei den neuen Strecken scheinen die Leveldesigner zusammen mit der Schwerkraft, auch die Grenzen ihrer Kreativität verloren zu haben und entwarfen einige der verrücktesten Mario Kart Kurse aller Zeiten. So fahrt ihr auf einer Strecke beispielsweise senkrecht Wasserfälle auf und ab, während links und rechts Shy Guys mit Loren ihrem Handwerk nachgehen und gleichzeitig ihre Pickel im Takt der Musik schwingen.

Auf einer anderen Strecke springt ihr im Himmel zwischen einem sanften Wolkenreich und Gewitterwolken hin und her, während Blitze um euch herum zu Boden gehen und der Soundtrack von traumhaften Mario Galaxy Klängen zu harten Gitarren-Riffs umschlägt. Einfach fantastisch! Ich habe mich zudem sehr darüber gefreut, dass die Entwickler bei Nintendo EAD nicht versucht haben, die neuen Anti-Gravitationsmechanik ohne Ausnahme in die Retro-Strecken einzubauen. Stattdessen fühlen sich die meisten der alten Strecken noch sehr vertraut an, auch wenn die Neuerungen gelegentlich doch einer Generalüberholung gleichkommen. Alles im allem bin ich jedoch sehr zufrieden mit den Strecken des Spiel, welche vermutlich die wohl beste Auswahl der ganzen Reihe bilden. Große Klasse!

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Grafikbombe mit Live-Performance Soundtrack

Ein weiteres Highlight, wenn nicht sogar der beeindruckendste Teil des Spiels, ist die Präsentation des Fun-Racers. Der neuste Ableger der Mario Kart Reihe bietet beeindruckende 720p Grafik, die im Single Player, Online-Multiplayer und 2-Spieler Splitscreen bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde absolut ruckelfrei läuft. Im Drei- und Vier-Spieler Splitscreen gibt es immerhin noch stabile 30 Bilder pro Sekunde. Diese wirken zwar weniger flüssig, aber dafür sind noch fast alle Special-Effects vorhanden, die Steuerung reagiert prompt und störende Ruckler sind mir bisher auch noch nicht untergekommen. Im Einzel- und Zwei-Spieler sieht das Spiel noch einmal um einiges besser aus.

Sehr schöne Flammen und Funken-Effekte, welche die Umgebung beleuchten, detaillierte Texturen in allen Bereichen des Spiels, eine hohe Sichtweite, sowie extrem beeindruckende Reflexionen und Material-Shader – das volle Paket! Nintendo hat hier wirklich sehr viel Liebe zum Detail an den Tag gelegt und so lassen sich z.B. die Reifenspuren aus den letzten Runden noch auf dem Boden entdecken und auch in Schnee, Sand und Wolken hinterlassen die Fahrzeuge ihre Spuren. Doch nicht nur die Pixel schauen unverschämt gut aus: Erstmalig wirken die Charaktere auf ihren Karts, dank flatternden Bärten, Haaren und weiteren, feinen Details richtig lebendig.

Ich persönlich habe mich zudem sehr darüber gefreut, dass Nintendo mit Mario Kart 8 endlich auf einen Live-Performance Soundtrack setzt, der von der “Mario Kart Big Band” eingespielt wurde und zeitweise echten Ohrwurmfaktor besitzt. Als Komponisten dienten Shiho Fuji, Atsuko Asahi und einige weitere Musiker. Obwohl manche Stücke noch etwas einprägsamer sein könnten, hoffe ich, dass der Soundtrack es auf CD schafft, denn gut ist er in jedem Fall.

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Nachwuchs-Schurken und Babies hinter’m Steuer

Mario Kart 8 bietet dem Spieler insgesamt 36 unterschiedliche Charaktere, von denen ein Großteil jedoch erst noch durch Cup-Siege freigeschaltet werden muss. Neben den Klassikern wie Mario, Luigi, Yoshi und Peach gibt es auch einige absolute Newcomer, die bisher noch in keinem Ableger der Reihe vertreten waren. So stehen beispielsweise eine Baby Version von Rosalina, eine pink-goldene Metall Peach, sowie alle sieben Koopalinge als Fahrer zur Verfügung. Insgesamt würde ich den Rooster als “in Ordnung” bezeichnen, obwohl ich mir persönlich statt den Koopalingen lieber etwas mehr Variation gewünscht hätte.

In Mario Kart 8 lassen sich wieder sämtliche Fahrzeuge anpassen und auch die Motorräder kehren nach ihrer Abstinenz in Mario Kart 7 wieder auf die Strecke zurück. Fahrtechnisch verhalten sich die Zweiräder ziemlich ähnlich zu den Karts – einen Wheelie Boost gibt es also nicht mehr. Zu Beginn steht nur eine kleine Auswahl an Chassis, Rädern und Gleitern zur Auswahl, aus denen der Spieler sein individuelles Kart baut. Durch das Einsammeln von Münzen während eines Rennen schaltet ihr weitere Teile frei, darunter auch einige wirklich kreative Stücke. Diese Individualisierbarkeit, in Kombination mit einer Anzeige für die fertigen Eigenschaften des Karts, ermöglichen es dem Spieler erstmalig einen belieben Charakter, den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Zwar gibt es einen gewissen Rahmen an den der Spieler gebunden ist, doch ist hier deutlich mehr als in der Vergangenheit möglich.

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Superhupe vs. Stachi Panzer

Was die Items angeht, so gibt es ebenfalls einige brandneue Gegenstände zu bestaunen. Mein persönlicher Favorit ist der Bumerang, welcher dem Spieler bis zu drei Würfe bietet und alles aus der Bahn schleudert, was seinen Weg kreuzt. So lassen sich mit dem Bumerang sogar mehrere Kontrahenten mit nur einem Wurf aus dem Weg räumen, oder gar mehrfach treffen. Ein weiteres nettes Item ist die Piranha Pflanze, welche sich an die Vorderseite eures Karts heftet und alles in ihrer Reichweite vertilgt. Gleichzeitig gibt es für jedes verschluckte Item oder Fahrer einen kleinen Boost, sodass sie sich als doppelt nützlich erweist. Auch die Superhupe ist neu hinzugekommen und sendet auf Knopfdruck eine starke Schallwelle aus, die sämtliche Fahrer in ihrem Umkreis trifft und alle Items in Reichweite zerstört. Letzteres ist besonders erfreulich, da selbst der gefürchtete blaue Stachi Panzer der Superhupe zum Opfer fällt. Solltet ihr also in Führung gehen, hebt euch eure Superhupe gut auf! Auf der vordersten Rängen erhaltet ihr meistens nur Bananen, grüne Panzer und “die Münze”. Ein Münzen-Item schreibt euch lediglich zwei weitere Münzen auf euer Konto gut, die in neuen Bauteilen resultieren können.

Nintendo hat sich diesmal besonders viel Mühe gegeben, die Items auszubalancieren und das gesamte Gameplay etwas übersichtlicher zu gestalten. So wurde die Möglichkeit entfernt, ein Item um das Kart rotieren zu lassen und ein weiteres in Reserve zu halten. Dieses Feature wurde von vielen Langzeit-Fans mit Skepsis aufgenommen, doch darf ich an dieser Stelle Entwarnung geben: Durch die Entfernung des Reserveitems sind nicht nur weniger Gegenstände im Einsatz, sie müssen außerdem mit deutlich mehr strategischem Hintergrund eingesetzt werden. Statt einfach ein Item nach dem Nächsten abzufeuern, fordert Mario Kart 8 den Spieler dazu heraus, an seinem Timing zu feilen, um erfolgreich an der Spitze zu bleiben. Vorab gab es außerdem einige Berichte, dass die blauen Panzer nun öfter vorkommen als je zuvor. Die besagten 3-4x pro Rennen kann ich nach 13 Stunden Spielzeit absolut nicht bestätigen und gerade in der 50ccm Klasse taucht der Stachi etwa nur einmal pro Cup auf. Bisher hatte ich noch nie mehr als zwei Treffer in einem Rennen und hinzu kommt, dass der Stachi dank Superhupe nun abgewehrt werden kann. Unter’m Strich liefert Nintendo hier die bisher beste Itembalance in einem Mario Kart Spiel.

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Eigenes Regelset & Kampfmodus ohne Arenen

Neben dem klassischen Grand Prix Modus bietet das Spiel natürlich auch die bereits bekannten Zeitrennen, Versus-Rennen mit eigenen Regeln und den Kampfmodus. In Letzterem nahmen sich die Spieler bisher in speziell entwickelten Arenen ins Kreuzfeuer, doch weicht Nintendo mit Mario Kart 8 erstmalig von diesem Grundsatz ab. Die Itemschlachten werden nun auf echten Rennstrecken ausgetragen, die den Spielern bereits aus dem herkömmlichen Racing-Modus vertraut sein sollten. Im Vergleich zum normalen Rennen sind die Strecken jedoch mit mehr Itemboxen gespickt und Spieler fahren die Strecke sowohl Vorwärts als auch Rückwärts. Durch die hohe Geschwindigkeit der Karts, erfordert der neue Kampfmodus deutlich mehr Fingerspitzengefühl als in der Vergangenheit, obwohl er auch seine Schattenseiten hat.

So sind die Strecken im Vergleich zu den winzigen Arenen der Vergangenheit ziemlich weitläufig und bei wenig Spielern ohne CPU-Gegner, kann es schon einmal schwierig sein, permanent jemandem in Visier zu haben. Laut Nintendo wurde der Modus für 12 Spieler Internet-Matches entwickelt, weshalb ihr stehts darauf achten solltet, ein paar zusätzliche Computer-Gegner einzustellen, falls ihr offline spielt. Dennoch, die Tatsache dass es auch nur noch den Ballon-Modus gibt und keine Option mehr zu Münzen, Bomben o.ä. hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack im sonst so wunderbaren Fun-Racer. Erfreulich hingegen ist die Option des Versus Rennen, bei dem Spieler die Regeln des Racing Modus anpassen können. So lassen sich erstmalig nur bestimmte Item-Kategorien zulassen, obwohl sich keine einzelnen Items a la Smash Bros. direkt abwählen lassen. Vermisst habe ich jedoch wirklich nur die Option zum Festlegen einer bestimmten Rundenzahl, da manche Strecken ruhig einen Tick länger sein könnten.

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Unerwartet unterhaltsam: Mario Kart TV

Sehr positiv überrascht hat mich Mario Kart TV. Dabei handelt es sich um eine Art Replay Funktion, welche sich als toller Nachfolger des ungeliebten Mario Kart Wii Kanals entpuppt. MKTV bietet euch nach jedem Rennen sofort ein 30-sekündiges Replay mit den Highlights des Matches an, durch welches ihr per Stick scrubben und mit der B-Taste in den Slow Motion Modus versetzen könnt. Letzteres lässt jede Sekunde sehr lustig wirken und ermöglicht es dem Spieler, die Schönheit des Spiels abseits der Action in vollen Zügen zu genießen. Mit einfachen Parametern, lässt sich das MKTV Video individuell anpassen und anschließend zu Miiverse und sogar YouTube hochladen.

Mario Kart TV hat außerdem einen eigenen Menüpunkt, über den sich die Videos anderer Spieler abrufen lassen. Dort könnt ihr euch die beliebtesten Clips, die neusten Clips, die Clips eurer Freunde, eure Favoriten und eure letzten Rennen ansehen und kommentieren. Die Kommentare werden dann während des Playback in Form von Sprechblasen über eurem Mii angezeigt. Coole Sache.

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Überzeugende Online-Modi

Mit Mario Kart Wii bot Nintendo zum ersten Mal in der Geschichte des Fun-Racer einen Online-Modus an. Dieser war zwar kein kompletter Reinfall, fühlte sich jedoch sehr träge an. Glücklicherweise arbeiten die Online-Modi in Mario Kart 8 deutlich zügiger und zuverlässiger. Bis zu zwei Spieler können sich an einer Konsole mit dem Nintendo Network verbinden und die Online-Features zusammen genießen. Falls ihr keinen privaten Raum mit eigenen Regeln öffnen, sondern einfach nur schnell einem öffentlichen Spiel beitreten möchtet, bietet euch MK8 die Wahl zwischen globalen und kontinentalen Matches. In der Lobby könnt ihr euch mit vorgefertigten Textnachrichten (Kinderfreundlichkeit ftw! ..) unterhalten oder unter Freunden auch auf Voice Chat umsteigen. Letzteres konnte ich allerdings noch nicht testen. Die Strecken werden per Zufallsgenerator gewählt, nachdem jeder Spieler je eine Strecke nominiert hat. Ebenfalls übernommen wurden die “Skill Punkte”, welche ihr für Siege erhaltet und bei Niederlagen verliert. Ich mochte sie nie, da sie eine besonders strenge Form des Rankings darstellen, aber das ist meine Meinung. Viel interessanter ist, dass euch nun zu jedem eurer bisherigen Kontrahenten angezeigt werden kann, wer von euch beiden, wie oft, die Nase vorn hatte.

Die wohl größte und erfreulichste Neuerungen im Online-Bereich ist die Einführung von Turnieren. Spieler können nun ihre eigene kleine Liga anlegen, die immer zwischen einem bestimmten Zeitraum online geht und der wahlweise alle, oder nur ausgewählte Personen mit Passcode beitreten können. Jedem Turnier kann ein Titel, ein Begrüßungstext für neue Spieler und ein Bild zugewiesen werden. Aktive Turniere werden übersichtlich aufgelistet, mit den wichtigsten Regeln des Wettstreits auf einen Blick. Jedes Turnier bietet zudem auch ein eigenes Ranking aller Teilnehmer und lässt sich wahlweise zeitlich bis ins Unendliche ausdehnen. Übrigens: Haltet zum Release am 30. Mai online nach dem “BluGadgets.com” Turnier Ausschau – wir werden online sein!

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Einsatz des GamePads & Alternative Steuerungen

Viele Spieler haben sich gefragt, in welcher Form das GamePad in Mario Kart zum Einsatz kommt. Die Antwort ist nicht besonders spannend: Während eines Rennen sieht der Spieler auf der linken Seite des Touchscreens eine Auflistung aller Fahrer mit deren Positionen und aktuellen Items. Rechts davon ist im Regelfall eine riesige Hupe abgebildet, die wie eine echte Hupe funktioniert. Die anderen Fahrer springen sogar erschrocken hoch, wenn ihr diese betätigt. Obwohl es ganz lustig anzusehen ist, lässt sich glücklicherweise auch in eine Alternativansicht wechseln, die eine Karte der Strecke, sowie die Positionen der Fahrer zeigt. Wer sich in den letzten Jahren mit Bewegungssteuerung angefreundet hat, kann mit einem Tap auf den Touchscreen außerdem das Gyrometer des GamePads aktivieren, um fortan durch die Neigung des Controllers zu steuern.

Zu guter Letzt gibt es außerdem auch einen Off-TV Modus, bei dem der Bildschirminhalt des Fernsehers auf euer GamePad gespiegelt wird. Praktisch für den Singleplayer – im Splitscreen eher weniger. Hier hat Nintendo die Chance verpasst, den Bildschirm des GamePad als vollwertigen separaten Monitor auszunutzen. Meine Vermutung: Die Leistung der Wii U Konsole hätte es aufgrund des hohen Detailgrads des Spiels nicht erlaubt ein zweites vollwertiges Bild zu generieren. Schade, aber auch kein Weltuntergang, denn gerade bei Sonic All Stars Racing: Transformed hat sich gezeigt, dass dieses Feature extrem leistungshungrig ist und zu Rucklern führen kann.

Wer einen alternativen Controller bevorzugt oder gerne Multiplayer an einer Konsole zockt, kann natürlich auch eine Großzahl anderer Controller mit Mario Kart 8 verwenden: Wii U Pro Controller, Wii Classic Controller (Pro), Wiimote (mit Wii Wheel) und Wiimote mit Nunchuck sind alle kein Problem für das Spiel und lassen dem Gamer alle erdenklichen Freiheiten, was die Wahl der Steuerung angeht. So muss das sein.

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Fazit

Spätestens mit dem letzten Mario Kart 8 Direct vor einigen Wochen, stieg der Hype um das Spiel bis ins Unerträgliche an. Nun kann ich reinen Gewissens sagen, dass der neue Mario Kart Ableger all diese Aufmerksamkeit auch redlich verdient hat. In den meisten Bereichen setzt der Titel neue Standards – nicht nur für die eigene Videospiel-Reihe, sondern für das gesamte Genre. Mario Kart 8 bietet rasante Racing-Action, mit unverschämt guter Grafik und unglaublich viel Liebe zum Detail. Gerade bei den Strecken haben die Level-Designer sich diesmal selbst übertroffen und fantastische neue Rennstrecken mit hohem Klassiker-Potenzial geschaffen. Die neuen Items machen Spaß, der blaue Panzer nervt weniger und auch der Online Modus überzeugt erstmalig auf ganzer Linie. Lediglich der Battle-Mode erweckt gemischte Gefühle, da dieser gefühlt weniger Action bietet, als die Old-School Variante. Nichtsdestotrotz ist Mario Kart 8 ein absoluter Pflichttitel für alle Fans, Wii U Besitzer und alle die es noch werden wollen. Wir sehen uns online auf der Rennstrecke!


Mario Kart 8 (Standard Edition) (Nintendo Wii U) Publisher: Nintendo Erscheinungsdatum: 30. May 2014 EUR 64,52 bei Amazon.de (Partnerlink)


9.3
Sehr gut

Pros

  • Wunderschöne Grafik bei butterweichen 60fps
  • Großartiges Gameplay & Streckendesign
  • Tolle Neuerungen (z.B. Online-Turniere, Mario Kart TV)
  • Gute Itembalance (wenig Stachi Panzer!)

Kontras

  • Neuer Battle-Modus eher ein Rückschritt
  • Keine Option für Anzahl der Runden eines Rennen
  • Kein Splitscreen via GamePad

Unser Fazit


Präsentation
10
Gameplay
9
Umfang
9