Review: Sleeptracker Elite

Mein Schlafrhythmus ist dank des Studentenleben grundsätzlich im Eimer: Ob es nun die langen Nächte der Semesterferien sind oder die stets kurzen Nächte während der Vorlseungszeit – meistens dauert es ein, zwei Stunden bis ich mich nach dem Aufstehen wirklich wach fühle. Gerade regelmäßig um fünf Uhr aus dem Bett zu kriechen, ist für mich immer wieder die Hölle und Schlafphasenwecker im App Format haben bei mir auch eher schlecht als recht funktioniert. So habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, dass unsere Freunde von CoolStuff.de mir einen Sleeptracker Elite Schlafphasenwecker für einen Langzeittest zur Verfügung gestellt haben.

Funktionierende Technik mit Steinzeit-Feeling

Holt ihr den Sleeptracker aus der Packung, so springt euch erst einmal das recht altmodische Design ins Auge, welches mich persönlich an die guten alten Digitalarmbanduhren erinnert, die vor ein paar Jahren noch in Mode waren. Trotz des Gummi / Plastik Looks des Trackers, ist die Verarbeitung der des Sleeptrackers durchaus in Ordnung und erfüllt ihren Zweck, auch wenn das Produkt definitiv keinen Design-Preis gewinnen wird. Etwas schade finde ich, dass das Armband des Trackers nicht austauschbar ist, falls ihr das Gummimaterial nicht vertragen solltet. Wer den Sleeptracker nur als solchen verwenden möchte, den mag das vermutlich nur wenig stören – jene die planen ihn auch als Armbanduhr zu verwenden, sollten diese Punkte im Hinterkopf behalten. Der Sleeptracker Elite wird im Gegensatz zu den meisten Gadgets heutzutage nicht von einem wiederaufladbaren Akku betrieben. Stattdessen kommt eine herkömmliche Batterie zum Einsatz, wie man sie auch in Armbanduhren findet. Diese soll den Sleeptracker für gut zwei Jahre mit Saft versorgen und kann manuell oder vom Uhruhrmacher gewechselt werden.

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Das Setup des Trackers ist recht simpel gestaltet. Über die vier Buttons des Trackers (Glow, Down, Mode, Set) stellt der Benutzer zuerst die aktuelle Uhrzeit ein und kann dann im Alarm Menüeintrag die gewünschte Weckzeit, sowie die Weckart (Vibration und / oder Ton) festlegen. Nicht minder wichtig ist das Weckfenster, welches vorgibt, um wie viele Minuten der Alarm maximal vorgezogen werden darf, wenn es zugunsten eurer Schlafphase ist. Der voreingestellte Wert von 30 Minuten bietet sich hier an, da eine Schlafphase schon ihre Zeit dauern kann. Wird der Wert geringer angesetzt, so kann es passieren, dass der Sleeptracker gar keine passende Schlafphase in dem gewählten Zeitraum erkennt und euch deshalb wie jeder gewöhnliche Wecker auch, zur einfach eingestellten Uhrzeit aus dem Schlaf reißt.

Doch wie werden die leichten Schlafphasen eigentlich bestimmt? Dazu nutzt der Sleeptracker Sensoren, welche die unterbewussten Bewegungen im Schlaf aufzeichnen und deren Aufkommen analysieren. Anhand dieser Daten errechnet der Sleeptracker die Tiefe eures Schlafs und speichert diese Informationen sogar zur späteren Betrachtung. Diese können direkt am Gerät in sehr schlichter Darstellung oder am Computer mit deutlich mehr Details eingesehen werden. Letzteres hat allerdings einen großen Haken, da die Software nicht sonderlich intuitiv zu bedienen ist und zudem Daten ausschließlich über das beiliegende USB-Kabel empfangen kann. Da der Speicher weiterhin lediglich nur für eine Nacht ausreicht, müssen neugierige Nutzer den Übertragungsvorgang zwangsweise täglich durchführen, um ihre Statistiken nicht zu verlieren. Eine aktualisierte Version des Sleeptracker mit Bluetooth und Smartphone App würde heutzutage definitiv mehr Sinn machen.

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Kommen wir zum Eingemachten: Wie sieht es mit der Funktionalität der intelligenten Weckfunktion aus? Hokuspokus oder morgendlicher Retter? Der Hersteller verspricht 91% Genauigkeit im Vergleich zu professionellem Schlaf-Überwachungsgeräten und in meinem Test erzielte ich größtenteils zufriedenstellende Ergebnisse. Mit einem Weckfenster von 30 Minuten fühle ich mich am Morgen deutlich frischer und weniger träge, als wenn ich mich von meinem herkömmlichen Wecker aus dem Schlaf reißen lasse. Der Vibrationsalarm ist in Kombination mit dem Alarmton entgegen aller Bedenken mehr als ausreichend, um mich aus meiner Traumwelt zu holen – eine Aufgabe an der schon so einige Wecker versagt haben. Was die Effizienz des Weckers angeht, gibt es von mir also ein großes Lob.

Fazit

Der Sleeptracker Elite mag zwar ziemlich altbacken aussehen, doch funktioniert er, mit Ausnahme der Statistik-Funktion, wie erwartet. Die Bedienung ist einfach gehalten und das Schlafphasen-Tracking präzise. Besonders gut gefällt mir auch die Alarmfunktion mit Vibration, welche sich als recht sanfte Art des Erwachens herausstellte. Alles in allem bin ich recht zufrieden, auch wenn der Sleeptracker für diesen Preis ruhig mit einem Bluetooth Modul / Smartphone App daher kommen könnte.

Sleeptracker Elite | Preis: ca. 140€ | Erhältlich bei CoolStuff.de

7
Gut

Pros

  • Zuverlässige Schlafphasenerkennung
  • Sehr guter Wecker mit Ton & Vibration
  • Batterielaufzeit von etwa zwei Jahren

Kontras

  • Altbackene Softwarelösung
  • Kein Design-Wunder
  • Speichert nur einen Schlafzyklus