wpid-photo-25-apr-2014-0142.jpg

Preview: Erster Eindruck zu “Dawn of the Planet of the Apes”

Wer sich über den Mangel an Artikeln in den letzten Tagen und Wochen wundert, darf diesen Umstand meinem aktuellen Engagement bezüglich meiner beruflichen Zukunft zuschreiben. In dieser Woche befinde ich mich beispielsweise auf der FMX 2014 in Stuttgart, eine der führenden Konferenzen für Animation, Special Effects, Games und Transmedia. Am Mittwoch Nachmittag war ich unter Anderem einer von 650 glücklichen Teilnehmern, die einen ersten Blick auf Footage des kommenden Planet der Affen Sequels “Dawn of the Planet of the Apes” werfen konnten. Die Präsentation leitete der legendäre MoCap Schauspieler Andy Serkis, berühmt für seine MoCap Darbietungen als Gollum und King Kong, welcher auch im neuen Planet der Affen, wieder die Rolle des hochintelligenten Affen Caesar verkörpert.

Nach einer kurzen Einleitung zur Story des Films, zeigte Andy eine Reihe Ausschnitte aus verschiedenen Teilen des Streifens. Einige Teile des Bildmaterials waren dabei noch ganz klar Work In Progress, doch genügte es, um mir ein erstes grobes Bild der Atmosphäre und Stimmung des Films machen. Dawn spielt rund 10 Jahre nach den Ereignissen in “Rise of the Planet Of The Apes” und mittlerweile haben die Affen eine eigene Gemeinschaft mit hunderten Mitgliedern aufgebaut. Die Menschen hingegen wurden durch ein Virus fast vollständig ausgelöscht – wenn auch nur fast. Unweigerlich kommt es zur Konfrontation zwischen Affen und Menschen, doch der Affen Anführer Caesar möchte ein Blutbad verhindern und eine friedliche Lösung finden. Ob das auch klappt?

Andy erzählte uns, dass der Film weniger der düstere, post-apokalyptische Affen vs. Menschen Film ist, den manche vielleicht im ersten Moment erwarten, sondern viel mehr die emotionale Ebene abdecken und die Gesellschaft der Affen und Menschen näher beleuchten soll. Andy gab während seiner Präsentation außerdem bekannt, dass ein weiteres Sequel sehr wahrscheinlich ist, falls Dawn an den Kinokassen nicht komplett abstürzen sollte. Letzteres bezweifle ich stark, denn die gezeigten Ausschnitte machten bereits einen sehr guten Eindruck. Erstmalig sind alle Affen im Film performance-captured (keine Hand-Animation für grobe Körperbewehungen), im Großteil der Szenen sogar live am Set, ganz ohne Greenscreen Technik. Dieser Schritt wurde erstmalig durch die technologischen Fortschritte der letzten Jahre ermöglicht und lässt die Affen unfassbar natürlich und realistisch in ihrer Umgebung wirken. Besonders fasziniert hat mich der atemberaubende Detailgrad der Computeranimationen, welcher sich besonders stark im Gesicht der Affen abzeichnet. Technisch legt Weta Digital die Messlatte also noch einmal auf neue Höhen und ich persönlich bin schon sehr auf das Endergebnis gespannt.

Zur Footage: Die fünf gezeigten Ausschnitte gaben einen ersten Einblick in das fast schon utopische Leben der Affen, welches jedoch durch die Hand der Menschen konstant bedroht wird. So gab es auch einige Szenen mit Mensch und Affe im gleichen Bild zu sehen, welche zumindest auf eine spannende Handlung hoffen lassen. So schön die Preview auch war, möchte ich mich mit diesem Bericht nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, denn ich habe bisher wohl kaum mehr als die Spitze des Eisbergs gesehen. Wollen wir hoffen, dass der fertige Film genauso überzeugen kann.

“Dawn of the Planet of the Apes” (dt. Planet der Affen – Revolution) startet 14. August 2014 in den deutschen Kinos.