Review: Captain America – The Return of the First Avenger

Mit Captain America “The Return Of The First Avenger” (OT: “Captain America: The Winter Soldier”) bringt Disney den ersten von insgesamt drei Marvel Verfilmungen in diesem Jahr am 27. März 2014 in die Kinos. Nachdem sich das Kinodebut des Captain vor einigen Jahren als eher schwacher Film im Marvel Cinematic Universe entpuppte, folgt mit Return of the First Avenger nun das langersehnte Sequel. Ich hatte bereits die Chance, mir den Streifen vorab anzusehen und darf euch nun verraten, ob sich der Kinogang auch wirklich lohnt.

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Der nunmehr neunte Film im Cinematic Universe setzt wie auch Thor: The Dark Kingdom nach den katastrophalen Ereignissen in The Avengers (2012) ein. Steve “Captain America” Rogers (Chris Evans) versucht einen Gang runter zu schalten und sich an die Weltordnung der modernen Zeit zu gewöhnen, nachdem er für viele Jahrzehnte im Eis eingefroren war. Doch der er muss lernen, dass die Welt und sein Land sich in seiner Abwesenheit drastisch verändert hat.

Es dauert nicht lange und der Captain findet sich in einer gefährlichen Position wieder: Zusammen mit Natascha Romanoff aka “Black Widow” (Scarlett Johansson) und Sam Wilson aka “Falcon” (Anthony Mackie) entdeckt er eine Verschwörung innerhalb S.H.I.E.L.D.s, deren Hintermänner ihm nach dem Leben trachten. Doch damit noch nicht genug: Unter seinen neuen Feinden befindet sich ein extrem gefährlicher Gegenspieler, der sich der Winter Soldier (Sebastian Stan) nennt und eine Spur aus Leichen hinterlässt. Gelingt es Captain America und seiner Crew, die Verschwörung komplett aufzudecken und den Winter Soldier zu bezwingen?

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Ernster, schneller, gewaltiger!

Der erste Captain America Film war für mich eine kleine Enttäuschung, da weder die Handlung, noch die Charaktere wirklich glänzen konnten – dem Film fehlte es an Seele. Im zweiten Film bekommen wir bereits kurz nach Beginn vor allem eins geboten: Grandiose Action und noch mehr Action. Da der Captain abgesehen von seinem Superschild und riesigen Oberarmen nicht wirklich eine Superkraft hat, haben die kreativen Köpfe hinter dem Film eine sinnvolle Entscheidung getroffen: Mehr Mann gegen Mann Kämpfe und mehr Explosionen. Beide finden sich in Return Of The First Avenger in Hülle und Fülle. Insgesamt 14 VFX Firmen zählten wir im Abspann und das sieht man auch am Endergebnis.

Optisch ist Captain America bis auf einige schnelle Schnitte wirklich großartig inszeniert und macht allein deshalb schon Spaß. Es ist sehr unterhaltsam mit anzusehen, wie der Captain und Black Widow sich um ihre Gegner schlängeln und diese meistens mühelos aus dem Weg fegen. Gerade Scarlett Johansson als sexy Agentin Romanoff legt wieder eine beeindruckende und tödliche Akrobatikshow an den Tag. Ein großer Sprung nach vorne im Vergleich zu Film Nummer 1 ist auch die Wahl des Bösewichts. Der Winter Soldier tritt erstmalig als wunderbar cooler Badass auf, der dem Captain ordentlich zuweilen sogar deutlich überlegen scheint – ein bisschen wie Bane in Dank Knight Rises. Ebenfalls beeindruckt war ich vom Dolby Atmos Sound des Films: Sehr präzise und geladen, obwohl keine großen Kunststücke in Puncto Soundtrack zu hören waren.

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Wo klemmt es also? Schwierig zu sagen, denn trotz seiner beeindruckenden Präsentation, gelingt es dem Captain erneut nicht den Spaßfaktor der anderen Marvel Produktionen zu erreichen. Vielleicht liegt es am ernsteren Unterton des Films oder am Versuch näher an der realen Welt zu bleiben. Statt Aliens gibt es diesmal eine Geheimdienst Verschwörung mit ordentlich Nachdruck (Gewalt, Tod & Zerstörung), was angesichts der NSA-Affäre also auch ein durchaus aktuelles Thema ist. Auch die Dialoge zwischen dem Captain und Black Widow hätte man durchaus noch etwas aufpolieren können, obwohl das größte Problem letztendlich wohl doch der Captain selbst ist. Sein Charakter ist einfach zu unspektakuär im Direktvergleich Iron Man oder auch Thor, sodass der Superhelden Faktor wieder etwas verloren geht, trotz aller Bemühungen genau dies zu verhindern.

Wie immer bei Marvel Produktionen sollte der Zuschauer in jedem Fall bis nach dem Abspann sitzen bleiben, denn dort gibt es einen ersten Ausblick auf einen kommenden Blockbuster des Studios. In einer Szene lässt sich zudem ein Blick auf den Stark Tower erhaschen und auch Stan Lee, der berühmte Marvel Zeichner, hat wieder einen kleinen Cameo Auftritt erhalten.

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Fazit

The Return Of The First Avenger ist ein guter Film – ein wesentlich besserer Film als sein Vorgänger, wenn auch kein großartiger Film. Marvel liefert mit dem zweiten Streifen des Captain ein beeindruckendes Action-Spektakel ab, dass abseits der Action den Zuschauer jedoch nie wirklich in seinen Bann zieht. Fans sollten sich den Film in jedem Fall ansehen, allein schon wegen der wirklich coolen Support Charaktere Black Widow und Falcon, sowie dem Badass Bösewicht Winter Soldier. Viele Fans haben sich einen ernsteren Marvel Film gewünscht – hier habt ihr ihn. Schade, dass die Kollegen Iron Man und Thor dennoch das unterhaltsamere Gesamtpaket bieten.

7.5
Gut

Pros

  • Bombastische Action mit toller Kampfchoreographie
  • Tolle Nebendarsteller (Black Widow, Falcon)
  • Badass Bösewicht

Kontras

  • Die Story ist nicht spaßig genug
  • Captain America könnte spannendere Fähigkeiten haben
  • Nick Fury nervt langsam

Unser Fazit


Handlung
6
Präsentation
9