Review: Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman

Als uns im Dezember ein Vorab Screening des Hobbits gezeigt wurde, durften wir uns außerdem 20 Minuten aus dem neuen Dreamworks Animationsfilm “Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman” zu Gemüte führen. Schon vor zwei Monaten hatte ich das Gefühl, dass das der Film höchstens durchschnittlich wird und leider bestätigte sich dieser Verdacht nun mit der vollständigen Vorführung des Films.

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Mr. Peabody & Schämen

Ihr findet dieses Wortspiel furchtbar? Ich nenne es passend und inspiriert – inspiriert von den zahllosen dämlichen Wortspielen, die dem Zuschauer in Dreamworks neustem Animationsfilm präsentiert werden. Sprüch wie “gisehen”, in Anspielung auf die gleichnamige Stadt in Ägypten, bringen den Kinogänger nicht nur regelmäßig aus der Fassung, sondern verpfuschen auch das, was ein unterhaltsamer Familienfilm hätte werden können.

Die Abenteuer von Mr.Peabody & Sherman drehen sich um die gleichnamigen Hauptcharaktere. Mr.Peabody, ein super-intelligenter Hund, adoptiert den ausgesetzten Sherman, zieht in auf und unterrichtet den Jungen auf eine etwas andere Weise. Mit seiner selbsterfundenen Zeitmaschine, reist er mit Sherman zu allen wichtigen Ereignisse der Geschichte, sodass er am ersten Tag in der Schule direkt als Streber auffällt und sich obendrein noch mit Penny, einem Mädchen aus seiner Klasse, prügelt. Der Schulrat wird alarmiert und droht Mr. Peabody mit dem Entzug des Sorgerechts. Mr. Peabody lädt Penny und ihre Eltern zum Abendessen ein, um die Sache zu klären, doch es dauert nicht lange und alles gerät aus den Fugen. Sherman bricht Mr. Peabodys Regeln bezüglich der Zeitreisen und nimmt Penny im Alleingang mit ins alte Ägypten – der Anfang eines Abenteuers durch Zeit und Raum.

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Der Film fühlte sich für mich leider an, als wäre das Konzept in einem Videospiel wesentlich besser untergebracht gewesen. Die Handlung ist zu segmentiert und der furchtbar nervige Hauptcharakter Sherman macht besonders die erste Hälfte des Films nicht besser. Sherman wirkt wie das genaue Gegenteil von Mr. Peabody – strohdumm! Ständig ist er tollpatschig und sagt alle zwei Minuten “Kapier ich nicht”. Der Humor ist ebenso seltsam gewählt, obwohl trotz der extrem flachen Sprüche durchaus ein paar Lacher aufkommen, was den Film in meinen Augen gerade noch so vor dem Ertrinken rettet.

Der Streifen wird gegen Ende glücklicherweise zunehmend unterhaltsamer, nachdem die Handlung endlich Fahrt aufnimmt und es etwas Action zu sehen gibt. Die Optik des Films ist ganz okay, da zumindest die guten Charakteranimationen von den eher lieblos gestalteten Szenerien ablenken. Gut gefallen hat mir der 3D-Effekt, welcher regelmäßig schöne Tiefen zeigt und so für etwas mehr Dynamik im Bild sorgt. Abschließend stelle ich mir die Frage, welche Zielgruppe Mr. Peabody & Sherman letztendlich ansprechen könnte. Erwachsene und Jugendliche werden aufgrund des stumpfen Humors eher weniger Freude haben, doch könnte ich mir vorstellen, dass zumindest Kinder in den jungen Jahren ihren Spaß mit dem Kinofilm haben könnten, auch wenn sie viele der geschichtlichen Referenzen vermutlich noch nicht verstehen werden.

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Fazit

Mr. Peabody & Sherman ist keine komplette Bruchlandung, aber ein wirklich unterhaltsamer CGI-Animationsfilm sieht heutzutage anders aus. Shermans nervige Charakterzüge, grausame Wortspiele und eine fade Story machen den neusten Dreamworks Animation Film alles andere als attraktiv – zumindest als Familienfilm. Kinder könnten vielleicht dennoch vielleicht Gefallen an den Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman finden, sodass Eltern zumindest die DVD-Veröffentlichung in ein paar Monaten im Auge behalten sollten.

5
Enttäuschend

Pros

  • Nette Grundidee
  • Schicke Charakteranimationen
  • Guter 3D Effekt

Kontras

  • Furchtbarer Hauptcharakter (Sherman)
  • Extrem flacher Humor
  • Langweilige Handlung

Unser Fazit


Handlung
5
Humor
3
Präsentation
7