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Steam Machines: Valve zeigt 13 Varianten der PC-Konsole ab 500 US-Dollar

Die CES 2014 ist in vollem Gange und hat bereits das eine oder andere Neuheit gezeigt. Mit Spannung erwartet wurden auch die “Steam Machines” von Valve. Mit im Gepäck hatte das sonst sehr publikumsscheue Team aus Seattle 13 Varianten seines PC-Konsole-Hybriden, der den klassischen Konsolen mit modularem Aufbau, einem angepassten Gratis-Linux und der geballten Power der Online-Distributionsplattform Steam, so richtig einheizen soll. Bereits ab 500 US-Dollar sollen die “Steam Machines” erhältlich sein.

Besonders herausgehoben hat Valve den Steam-PC des Herstellers Alienware: Hier verspricht Valve, sowohl preislich als auch leistungstechnisch den Next-Gen-Konsolen XBox One und Playstation 4 ebenbürdig zu sein. Über die Details der Hardwareaussstattung schwiegen sich sowohl Valve als auch Alienware (Gaming-Segment von DELL) aus. Zum Glück waren andere “Steam Machine”-Produzenten deutlich auskunftsfreudiger, sodass zumindest bei einem großen Teil der PCs mit vorinstalliertem Steam OS bereits erste Einschätzungen zum Leistungs-Preis-Verhältnis gemacht werden können.

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Zum im besonderen Rahmen vorgestellten Steam-PC fehlen noch alle Informationen: Außer dem traditionell “abgespaceten” Design ist noch alles offen. Optisch kann die Mischung aus Klavierlack und der fehlenden Ecke durchaus als wohnzimmertauglich beschrieben werden, auch wenn es wahrscheinlich ein wahrer Staubmagnet wird.

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Gigabyte nutzt seine bereits etablierte “Brix”-ITX-Reihe, um die Steam Machine zu realisieren. Die vergleichsweise schwache integrierte Grafik deutet darauf hin, dass die Streaming-Funktion von Steam OS zum Spielen genutzt werden soll.

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Die Firma iBuypower besitzt den günstigsten Preis für eine Steam Machine – bisher. Die der günstigsten Kombination könnte eine APU von AMD zum Einsatz kommen. Deren nächste Generation, die Anfang 2014 erscheinen soll, vereinigt Quad-Core-CPU mit der GPU-Technologie “GCN”. Eine vom Typ her ähnliche APU wird übrigens auch in den Next-Gen-Konsolen eingesetzt.

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Der Steam-PC von Digital Storm ist ein hochgezüchteter High-End-PC mit allem, was einen Hochleistungscomputer so ausmacht. Von dem Promotion Bild ausgehend wird zur Kühlung der CPU eine All-in-One-Wasserkühlung mit Doppel-Radiator eingesetzt, der auch Übertaktung ermöglichen sollte. Dazu passend: Der hohe Preis und ein Gehäuse, dass sich gut neben einem Lautsprechersystem machen würde.

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Es ist ein Router? Ist es ein Switch? Nein, es ist eine vollwertige Steam Machine von Zotac! Auch wenn das Design eher unpassend wirkt, kann das schlanke Gehäuse  im Wohnzimmer gut untergebracht und gegebenenfalls sogar ganz versteckt werden. Auf Grund des Platzes werden aber wahrscheinlich “nur” Notebook-Komponenten verwendet, sodass keine vollwertige GeForce GTX zur Verfügung stehen wird, was die Leistung schmälert.

Im Grunde gibt es innerhalb der Produzenten bzw. Unterstützer der Steam-Konsole zwei Strömungen: Die erste Gruppe versucht, die PC-Komponenten in ein Gehäuse zu stecken, dass sehr nahe an den etablierten Konsolensystemen bleibt und an bereits vorhandene HiFi-Ausrüstung erinnert. Etwas “fauler”, dafür jedoch wahrscheinlich leichter zu erweitern, ist jedoch, bereits vorhandene ITX-Gehäuse zu modifizieren und daraus eine Steam Machine aufzubauen. Im Grunde handelt es sich dann jedoch eher um Komplett-PCs. Mit den veröffentlichten Preisen zwischen 500 und 6000 (!) US-Dollar liegen Welten zwischen der aktuellen Konsolengeneration und den fertigen Steam Machines.

Zum Glück gibt es bereits jetzt die Möglichkeit, sich selbst eine solche Steam-Konsole zusammenzubasteln, ausreichende Kenntnisse beim Zusammenbau der Komponenten vorausgesetzt. ITX-Gehäuse für Wohnzimmer-PCs gibt es seit dem Boom der Barebones vor einigen Jahren wie Sand am Meer und da in den Steam Machines meist handelsübliche Hardware benutzt wird, ist ein Nachbau kein Problem. Nur Steam OS befindet sich noch in der frühen Beta-Phase und ist das große Fragezeichen. Wahrscheinlich lassen sich auch so die Kosten auf wenige hundert Euro senken – noch weniger, wenn man an der Hardware sparen kann, weil ein potenter PC zur Nutzung des angekündigten Streamings für Steam-Spiele bereits im Haushalt vorhanden ist. 

[via Steam Press Release]