Review: The Hangover III

Obwohl The Hangover – Part II bei vielen Fans auf harsche Kritik gestoßen ist, hat mir der Film viel Freude bereitet. Zwar gab es kaum Unterschiede zur Handlung des Originals, doch waren beide Streifen wirklich sehr amüsant umgesetzt. In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit mir das “epische Finale” der Hangover Trilogie anzuschauen und bin nun bereit, euch die ganze Wahrheit zum letzten Trip des Wolfsrudels zu offenbaren.

THE HANGOVER PART III

“Das Ende”. Aber bringt es euch zum Lachen?

The Hangover – Part III könnte sich kaum mehr von den Vorgängern unterscheiden. Statt einer Hochzeit und harten Parties sehen wir im großen Finale von Regisseur Todd Phillips ganz andere Bilder. Der asiatische Kriminelle Leslie Chow (Ken Jeong), welcher bereits aus den beiden Vorgängern bekannt sein sollte, steht zusammen mit Alan (Zach Galifianakis) im Vordergrund des Geschehens.

Zwei Jahre sind vergangen seit der Hochzeit von Stu (Ed Helms) und dem Chaos in Bankok und das Leben des Wolfsrudels scheint endlich in normalen Bahnen zu verlaufen. Für Alan hat sich jedoch gar nichts verändert: Er lebt immer noch bei seinem Vater und spielt immer noch verrückt. Der Rest der Truppe entschließt sich dazu Alan endlich zu einem normalen Leben zu verhelfen, doch natürlich kommt es auch diesmal wieder zu so einigen Komplikationen. Die Truppe wird wieder einmal ungewollt in die kriminellen Geschäfte von Leslie Chow verwickelt, doch wird es diesmal kritischer, als je zuvor.

THE HANGOVER PART III

Die Handlung des dritten Teils ist ebenso erfrischend wie enttäuschend. Der Versuch irgendwie an die Story der ersten beiden Filme anzuknüpfen und dem Zuschauer dennoch etwas Neues zu präsentieren, ist leider misslungen. Part III fängt vielversprechend an, verliert sich jedoch schnell in den neuen Handlungssträngen und mutiert zu einem Gangster Streifen. Dieser neue Ansatz verdrängt den komödiantischen Aspekt über die Laufzeit des Films allmählich, sodass der dritte Film deutlich weniger Lacher zu bieten hat, als seine Vorgänger.

Zwar gibt es durchaus einige unterhaltsame Szenen, doch sind die echten Highlights eigentlich schon aus den Trailern bekannt. Schade. Während das Wolfsrudel mit Ausnahme von Alan mehr oder weniger zu Nebencharaktern verkommt, spielt Zach Galifianakis seine Rolle dafür wieder sehr gut. Die wenigen herzhaften Lacher, die durch das Kino hallten, waren meistens ihm zuzuschreiben.

THE HANGOVER PART III

Fazit

The Hangover: Part III klang vielversprechend und auch die Trailer machen Lust auf mehr. Doch wurde ich leider enttäuscht und kann Part III so nur als schlechtesten Teil der Filmreihe abstempeln. Bei dem Versuch eine neue Richtung für den Plot zu finden, verliert der Film unglücklicherweise einen Großteil seines markanten Humors. Hier ist definitiv etwas schief gelaufen. Dennoch mag es vielleicht nicht allen Fans so ergehen und wer seine Erwartungen nicht allzu hoch ansetzt, der hat vielleicht trotzdem seinen Spaß mit dem letzten Abenteuer des Wolfsrudel.

Bildmaterial: © 2013 Warner Bros. Entertainment Inc. / Legendary Pictures

6
Naja ...

Pros

  • Einige sehr unterhaltsame Momente
  • Keine Hochzeit!

Kontras

  • Mehr Gangster-Film als Komödie
  • Zu viel Fokus auf Chow

Unser Fazit


Handlung
4
Humor
7
Präsentation
7