Review: Warm Bodies

Als ich zum ersten Mal von Warm Bodies gehört habe, war ich zugegebenermaßen ziemlich skeptisch. Monster und Romanzen? Wie “Twilight” leider unter Beweis gestellt hat, ist das sicher nicht jedermanns Ding. Die Befürchtung, dass die Zombies nun genau so populär bei 10-jährigen Mädchen werden, verflog jedoch ziemlich schnell, noch während ich im Kino saß.

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Die Menschenwelt ist ein Trümmerhaufen. Im post-apokalyptischen Amerika leben nur noch wenige Menschen, denn ein Großteil der Bevölkerung hat sich in Zombies verwandelt. Wie es dazu kam, weiß keiner so genau, doch scheinen nicht alle Zombies die gleichen hirntoten Monster zu sein. Einige von ihnen, darunter auch der Zombie “R”, welcher seinen richtigen Namen vergessen hat, können immer noch halbwegs klar denken, jedoch nichts mehr fühlen. Durch das Essen von Gehirnen können die Zombies das Leben ihrer Opfer erneut durchleben und fühlen so wieder etwas, auch wenn ihr Herz nicht länger schlägt. Doch das soll sich bald ändern.

R und eine Horde Zombies treffen einen Tages auf eine Gruppe Menschen. Doch während seine Kumpanen nach den Hirnen der Lebenden schnappen, hat R nur Augen für Julie, ein wunderschönes Mädchen, dessen Herz noch regelmäßig schlägt. Er rettet sie vor seinen Artgenossen und versucht mit ihr in Kontakt zu treten, ihr zu zeigen, dass er etwas fühlen kann. Doch nach dem Ende der Welt ist nur noch wenig Platz für Gefühle und schnell finden die beiden sich mit dem Rücken zur Wand.

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So absurd wie die Story des Films ist, so witzig und unterhaltsam ist sie auch. Die romantischen Szenen zwischen R und Julie sind unterhaltsam umgesetzt und werden glücklicherweise nie übermäßig kitschig oder übernehmen die Oberhand. Warm Bodies fühlte sich für mich mehr wie eine Zombie Komödie mit einer Portion Romantik an, als ein “romantischer Zombie-Thriller”, wie ihn das Studio beschreibt. Die Handlung strotzt vor Logikfehlern, was aber verziehen sei, denn immerhin sprechen wir hier von einem Zombie-Film.

Die Zombies sind weiterhin ein wichtiger Kritikpunkt, da sie meiner Meinung nach zu inkonsequent umgesetzt wurden. Einige Bewegungen waren überraschend schnell, was auch für die Aussprache mancher Zombies gilt. Dies schlägt sich negativ auf die authentische Ausstrahlung der Zombies aus und lässt sie gelegenlich etwas “billig” wirken. Auch hätte ich mir bei einem Zombie Film ein paar Gruselmomente gewünscht, die wohl zugunsten des romantisch-komödiantischen Untertons gestrichen wurden.

Alles in allem hatte ich jedoch sehr viel Spaß mit Warm Bodies, nicht zuletzt wegen der unterhaltsamen Handlung, so absurd sie auch sein mag. Im Laufe des Films werden dem aufmerksamen Zuschauer außerdem gewisse Parallelen zu einer weltbekannten Geschichte auffallen, welche die Story umso köstlicher machen. Mehr verrate ich nicht!

Fazit

Nachdem Vampire mit dem Twilight-Hype ihren gesamten Schrecken verloren haben, hatte ich direkt zu Anfang die Befürchtung, dass gleiche könnte nun auch mit den Zombies passieren, die spätestens seit “The Walking Dead” wieder in aller Munde sind. Diese Bedenken wurden jedoch schnell wieder zerstreut und Warm Bodies entpuppte sich als äußerst unterhaltsame Zombie Komödie mit romantisch angehauchter Handlung. Zombie Fans haben endlich einen passenden Film für den nächsten Kinobesuch mit der Freundin. Nicht ganz so gut wie Zombieland, aber dennoch sehenswert!

7.5
Unteraltsam

Pros

  • Witzige Zombie Kömodie
  • Nicht zu kitschig, nicht zu ernst

Kontras

  • Komplett absurde Handlung / Logik
  • Zeitweise schlechte Darstellung der Zombies

Unser Fazit


Handlung
8
Präsentation
7