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[Kino Review] Apollo 18

Vor kurzem habe ich mal wieder das örtliche Cinestar Kino besucht und mir dort, zusammen mit ein paar Freunden, den neuen Sci-Fi Streifen “Apollo 18” angeschaut. Heute möchte ich euch kurz meine Eindrücke vom Kinobesuch mitteilen und eins kann ich schon vorab verraten – sie sind diesmal nicht sonderlich positiv.

Story

Die Storyline von Apollo 18 dreht sich um eine geheime Mondmission der NASA, welche gnadenlos scheitert. Offiziellen Angaben nach war Apollo 17 die letzte bemannte Mondmission der Menschheit, doch im Film gab es noch eine weitere, letzte Mondmission – Apollo 18.

Begeistert von dem Gedanken endlich zum Mond reisen zu können, melden sich die Astronauten Benjamin Anderson, Nathan Walker und John Grey freiwillig für die geheime und offiziell eingestellte Apollo 18 Mission. Doch als sie den Mond endlich erreichen, geschehen seltsame Dinge. Mondgestein bewegt sich, der Funkkontakt fällt aus und den Astronauten wird allmählich klar, dass sie nicht alleine auf dem Mond sind.

Was mir an “Apollo 18” gefallen hat…

Der Sci-Fi Horror Film von Regisseur Gonzalo López-Gallego basiert angeblich auf geheimen NASA-Dokumaterial, welches der Filmcrew über eine Webseite zugespielt wurde. An dieser Stelle sei gesagt, dass diese Information nicht der Wahrheit entspricht und der “Found footage”-Stil des Films ihm einfach nur mehr Authentizität verleihen soll. Doch ist das auch der Fall? Ja. Tatsächlich verleiht der Dokumentarstil des Films ihm eine gewisse Nähe zur Realität, wie man sie selten in Sci-Fi Filmen gesehen hat. Besonders die Old-School Stilmittel und das 4:3 Bildformat kommen gut zur Geltung. Letzteres ist Anfangs jedoch etwas gewöhnungsbedürftig, besonders wenn man im Kino sitzt und ein Breitbild-Format erwartet.

Weshalb ich “Apollo 18” am liebsten auf den Mond schießen würde…

Auch wenn der “Found footage”-Stil Apollo 18 authentisch wirken lässt, hat er gleichzeitig einen negativen Einfluss auf die Handlung und die Spannung des Films. Viele Rezensionsautoren beschreiben den Film wie folgt: “Blair Witch Project auf dem Mond”. Tatsächlich kann ich dieser Aussage nur zustimmen. Wer sich unter Apollo 18 einen spannenden Sci-Fi Thriller vorstellt, als der er auch im offiziellen Trailer präsentiert wird, der wird enttäuscht.

Auch wenn Apollo 18 mit seiner Laufzeit von rund 86 Minuten eigentlich ziemlich kurz ausfällt, wirkte er für mich deutlich länger. Dies ist vermutlich ebenfalls auf die Handlung zurückzuführen, welche sich wie Gummi zieht. Die Spannungskurve steigt während des ganzen Films praktisch nie an und bleibt da, wo sie von Anfang an ist – im Keller. Zwar besitzt der Film vereinzelt auch einige schockierende und interessante Szenen, diese reichen jedoch nicht aus um die Langeweile auszugleichen, welche vom Dokumentarstil und der, in meinen Augen, extrem lahmen Story ausgeht.

Fazit

Apollo 18 wird für die meisten Kinobesucher eine Enttäuschung sein. Trotz seiner realitätsnahen Darstellung schafft es der Film nicht, einen vernünftigen Spannungsbogen aufzubauen. Die Story ist schlichtweg langweilig und actionhaltige Szenen sucht man in diesem Sci-Fi “Thriller” vergeblich. Fans von Filmen wie Paranormal Activity oder Blair Witch Project werden möglicherweise an Apollo 18 Gefallen finden. Allen Anderen rate ich jedoch von einem Kinobesuch ab.

Action: ★ | Spannung: ★ | Anspruch:  ★★ | Dramatik: ★★★

Gesamtwertung: ★★

Trailer