Thor – König Odin

[Kino Review] Thor

Thor - Filmplakat (Quelle: redcarpetreports.de)Mit Thor dürfte der Mega-Blockbuster des Jahres 2011  feststehen – die auf der gleichnamigen Marvel-Comicreihe basierende 3D-Produktion über den nordischen Donnergott aus dem legendären Götterreich Asgard kommt mit einem international unbekannten,  aber charismatischen Helden daher und handelt von einer Mischung aus Machtkampf, Krieg und Verrat im Reich der Unsterblichen,  der sogar die Menschenwelt zu zerstören droht.

Der junge, wagemutige Thor (Chris Hemsworth), Sohn und künftiger Nachfolger des Königs Odin (Anthony Hopkins) von Asgard,  entfesselt in seiner Wut einen blutigen Kampf mit den verfeindeten Eisriesen aus der Welt Jötunheim und fängt sich damit den Zorn seines Vaters ein, der ihn kurzerhand seiner Kräfte entbindet und mitsamt seines mächtigen Hammers Mjölnir auf die Erde verbannt.

Dort platzt er in das Leben der reizenden Wissenschaftlerin Jane (Natalie Portman), die hinter Thors spektakulärer Ankunft auf dem Planeten ein astronomisches Phänomen sieht und somit schon zwei Gründe hat, dem gutaussehenden, wenn auch seltsamen Ex-Gott auf den Fersen zu bleiben. Derweil reißt Thors Bruder Loki in der Götterwelt die Macht an sich und versucht, seine unheilvollen Absichten zwischen den Welten in die Tat umzusetzen, bis sich am Ende das Blatt mit Thors Rückkehr zum Guten wendet..

Pro: atemberaubende Visualisierung des Götterreichs Asgard & der Welt Jötunheim sowie der zugehörigen Charaktere; geballte Action und epische Kämpfe, wie man sie in einer Marvel-Verfilmung erwartet. Hemsworth macht als Newcomer neben den Oscar-Preisträgern Portman und Hopkins eine gute Figur und überzeugt in seiner schauspielerischen Leistung.

Contra: Trotz hohen Produktionskosten von 150 Mio. US-Dollar wurde der 3D-Effekt nur nachträglich hinzugefügt, weshalb Thor mit anderen, in 3D aufgenommenen Filmen nicht ganz mithalten kann. In seiner Rolle als Loki ist Tom Hiddleston eher eine Fehlbesetzung, als dass er einen überzeugenden Antagonisten abgibt.

Fazit: Thor stellt trotz kleiner Mankos eine gelungene Verfilmung der Fantasy-Comicreihe dar. Die aufwendige, mit witzigen Momenten abgerundete Produktion  gibt einen  (zugegebenermaßen kleinen) Einblick in die nordische Mythologie . Der Anfang einer weltenübergreifenden Beziehung zwischen dem Gott Thor und der Menschenfrau Jane sowie das offene Schicksal Lokis lassen auf eine Fortsetzung schließen, möglicherweise in Form einer gemeinsamen Fortsetzung mehrerer Marvel-Verfilmungen im angekündigten Film “Die Rächer” (s. nächster Absatz).

Wie auch in Iron Man (2008), Der unglaubliche Hulk (2008) und Iron Man II (2010) wird in einer Epilog-Szene nach dem Abspann auf den für April 2012 angekündigten Film “Die Rächer”  hingewiesen, der ebenfalls auf einem Marvel-Comic beruht, in dem mehrere Helden aus dem Marvel-Universum zusammen ein Team bilden und gemeinsame Abenteuer erleben (so findet sich in Iron Man II sogar ein Mini-Ausschnitt aus Thor, in der Thors auf der Erde gelandeter Hammer gezeigt wird).

Action: ★★★★★ | Spannung: ★★★ | Anspruch:  ★★★ | Humor:  ★★ | Dramatik: ★★★

Gesamtwertung: ★★★★

 

Trailer (1080p, deutsch)

 

Bildergalerie

[slideshow]

Weitere Links:

Offizielle Website zum Film mit weiteren Filmausschnitten
Thor in der deutschen Internet Movie Database
Die Rächer (The Avengers) in der deutschen Internet Movie Database